Berlin

Gedenken zum ersten Todestag von Margot Friedländer

»Seid Menschen« steht auf dem Grabstein Margot Friedländers, während Kai Wegner (l, CDU), Regierender Bürgermeister von Berlin, Karsten Dreinhöfer (2.v.l), Vorsitzender der Margot Friedländer Stiftung, und Ron Prosor (r), Botschafter von Israel, an der Gedenkveranstaltung zum Todestag Friedländers teilnehmen. Foto: picture alliance/dpa

Bei einer Gedenkveranstaltung in Berlin ist anlässlich des ersten Todestages der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer (1921-2025) gedacht worden. »Vor einem Jahr mussten wir uns verabschieden. Wir sind immer noch in Trauer. Margot Friedländer fehlt«, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bei der Trauerfeier auf dem jüdischen Friedhof Weißensee. Dort ist Friedländer beigesetzt. Die Berliner Ehrenbürgerin war am 9. Mai 2025 im Alter von 103 Jahren gestorben.

»Margot Friedländer war eine ganz besondere Persönlichkeit, eine einzigartige Person«, sagte Wegner. Sie habe eine leise Stimme gehabt, jedoch sei ihre Botschaft laut gewesen. »Ihr Lebensmut, ihre Zuversicht, war einzigartig.«

Unter den Teilnehmern waren eine Reihe bekannter Persönlichkeiten wie etwa Schauspielerin Iris Berben, der frühere Profi-Fußballer Arne Friedrich oder die ehemalige Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU).

Platz in Berlin nach ihr benannt

Seit Donnerstag trägt der Platz vor dem Berliner Abgeordnetenhaus den Namen Friedländers. Das sei genau der richtige Ort, sagte Wegner - »in der Herzkammer der Demokratie.« 

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Friedländer stammte aus einer jüdischen Familie in Berlin. Von den Nationalsozialisten wurde sie ins Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt. Nach der Befreiung 1945 ging sie mit ihrem Mann in die USA. Erst mit 88 Jahren zog sie zurück in die deutsche Hauptstadt. dpa

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