Panels

Für alle etwas dabei

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Soziales & Nachhaltigkeit, Gegenwart & Zukunft, Politik & Gesellschaft, Religion & Gemeinschaft, Kultur & Erinnern – fünf Themenbereiche, ein Gemeindetag. Ab Donnerstagnachmittag können die 1300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gemeindetags aus einer Vielzahl an Panels, Diskussionen und Vorträgen auswählen, die sich mit aktuellen Ereignissen, mit sozialen Fragen oder mit religiösen Lebensperspektiven befassen. Eines verbindet die unterschiedlichen Veranstaltungen: Sie alle sind mit Experten besetzt. Wir haben eine kleine Auswahl getroffen. Das vollständige Programm finden Sie im Gemeindetagsheft.

Donnerstag: 17 bis 18.30 Uhr
»Jung, jüdisch, direkt: Gemeindevertreter und junge Juden im Diskurs«

Die jüdischen Gemeinden bilden das Rückgrat der jüdischen Gemeinschaft. Ohne die Leistung der Vorstände wäre die Erfolgsgeschichte der jüdischen Gemeinden nicht vorstellbar. Aber nicht immer fühlen sich gerade junge Menschen in ihren Gemeinden hinreichend willkommen. Wie überall im Leben kommt es auch innerhalb sonst funktionierender Gemeindestrukturen zu Generationskonflikten. Werden diese richtig geführt, kann eine Gemeinde auch daran wachsen. Im gemeinsamen Gespräch soll herausgefunden werden, welche Erwartungen »die Alten« an »die Jungen« haben und umgekehrt.

17 bis 18.30 Uhr
Nach der WM ist vor Olympia: Wie politisch ist der Sport?

Die Frage, wie politisch der Sport ist, ist so alt wie der Sport selbst. Im vergangenen Jahr fragte sich das Land, ob man guten Gewissens die WM in Katar schauen könne oder doch lieber die Hand vor die Augen, anstatt wie die Spieler vor den Mund halten solle. Eine harmlose Binde in Regenbogenfarben wurde zum Politikum. Bei Olympia 2024 werden sich Russen und Ukrainer gegenüberstehen, und es wird um mehr gehen als nur um den Sieg. Bundesliga-Vereine sehen sich mit israelfeindlichen Postings ihrer Spieler konfrontiert und ringen um Haltung. Und Berlin fragt sich, wie sinnvoll es wäre, 100 Jahre nach den Nazi-Spielen wieder Olympia auszurichten. Wie politisch ist er also, der Sport?

Freitag: 10 bis 11.30 Uhr
»Hass im Netz: Was Politik, Plattformen und Zivilgesellschaft tun können«

Antisemitismus im Netz ist längst kein Randphänomen mehr. Seit dem 7. Oktober erleben Jüdinnen und Juden Hass noch einmal in einer neuen Dimension. Die Plattformen haben in der Vergangenheit auf unterschiedliche Weise darauf reagiert. Auch die Politik versuchte erst auf nationaler Ebene mit dem NetzDG und dann auf europäischer Ebene mit dem Digital Services Act der Hetze Herr zu werden. Doch bis Social-Media-Plattformen ein Ort sein werden, an dem sich alle angstfrei bewegen können, ist es noch ein langer Weg. Wo sind die größten Schutzlücken, was planen Politik und Unternehmen, wie können sich User selbst schützen und Hater melden?

10 bis 11.30 Uhr
»Bis 120 muss man sich leisten können: Wie schaffen wir ein Altern in Würde?«

Hohe Energiepreise und Inflation treffen viele Rentner schwer. Altersarmut ist für einen großen Teil der Gesellschaft eine riesige Gefahr. Jüdische Zuwanderer, deren Erwerbsbiografien in großen Teilen nicht anerkannt wurden, sind davon oft besonders schwer betroffen. Der in diesem Jahr geschaffene Härtefallfonds verschafft vielen zwar finanziell etwas Luft, allerdings keine Anerkennung. Wie kann die Politik davor schützen, im Alter von Armut betroffen zu sein? Welche Rolle spielen die Wohlfahrtsverbände dabei, und wie kann man sich auch selbst davor schützen?

Samstag: 17.30 bis 19 Uhr
»We Remember – aber was? Wie öffentliches Gedenken gelingen kann«

Das staatliche Gedenken am 9. November und 27. Januar gehört seit einigen Jahren in den öffentlichen Kalender. Es ist richtig und wichtig, dass sich die politischen Repräsentanten zur Verantwortung dieses Landes bekennen. Viel zu lange war das nicht der Fall. Allerdings haftet diesen offiziellen Zeremonien stets etwas Elitäres an. Unklar ist, wie viel von dem Akt bei der Bevölkerung ankommt. Wie präsent ist das Wissen um das, woran gedacht wird? Welche Rolle haben die Gedenkveranstaltungen für die jüdische Gemeinschaft?

17.30 bis 19 Uhr
»Am Israel Chai: Was das für uns bedeutet?«

Der Krieg, den Israel auf brutale Weise von der Hamas aufgezwungen bekommen hat, hat die jüdische Gemeinschaft auch in Deutschland erschüttert. Auf der einen Seite wächst das Unsicherheitsgefühl, auf der anderen Seite die Zusammengehörigkeit. Wie steht es um das Verhältnis zwischen Israel und der jüdischen Diaspora, und was hat sich seit dem Massaker vom 7. Oktober verändert?

Sonntag: 10.30 bis 12 Uhr
»›Man wird ja wohl noch berichten dürfen …‹: Juden, Israel und Antisemitismus in den Medien«

Der Krieg Israels gegen die Terrororganisation der Hamas stellt viele Medien vor große Herausforderungen. Das betrifft einerseits die Frage nach der genauen Berichterstattung, aber auch, wie sich Medien positionieren, oder auch nicht. Es hat eine Signalwirkung, wenn eine Institution wie die BBC sich weigert, die Hamas eine Terrororganisation zu nennen. Und es hat noch viel größere Auswirkungen, wenn Medien Falschinformationen der Hamas unkritisch übernehmen und verbreiten. Gleichzeitig sind die großen Zeitungen in Deutschland erkennbar bemüht, jüdischen Stimmen einen Raum zu geben. Wie steht es um die Ausgewogenheit der deutschen Medienlandschaft beim Thema Israel? Sind Juden bei dem Thema zu sensibel, oder liegt tatsächlich etwas im Argen?

10.30 bis 12 Uhr
»KI und Halacha: Wie steht das Judentum zur Künstlichen Intelligenz?«

Spätestens seit dem Erfolg von ChatGPT wissen es alle: Künstliche Intelligenz ist das neue große Thema. Nur, was ist KI eigentlich genau, wie intelligent können Maschinen wirklich sein, und welche Gefahren warten auf uns in der Zukunft? In seinem Vortrag zeigt Jonas Fegert auf, was es mit KI wirklich auf sich hat, wie sie funktioniert und was hinter dem Hype steckt. Im anschließenden Gespräch soll im Austausch mit Rabbiner Yehuda Teichtal und Frederek Musall der Frage nachgegangen werden, welchen Einfluss KI auf das jüdische Leben haben kann. Wie können Bots koschere Antworten bieten, und wie kann Künstliche Intelligenz »koscher« angewendet werden?

Weitere Infos: www.gemeindetag.zentralratderjuden.de

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