Berlin

Friedenstraße 3

Der Künstler Gunter Demnig hat in Berlin-Friedrichshain vor dem Haus Friedenstraße 3 drei neue Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an das rumänisch-jüdische Ehepaar Ita und Lupu Solomon sowie an Edith Nehlhans. 1943 wurden sie nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Die Rabbiner-Tochter Edith Perlinsky, 1905 geboren, heiratete 1934 Erich Nehlhans. Er überlebte den Nationalsozialismus im Versteck. Nach dem Krieg gehörte er zum Kreis derer, die die Jüdische Gemeinde zu Berlin wieder mitbegründeten. Er war auch bei der Instandsetzung der Synagoge in der Rykestraße in Berlin-Prenzlauer Berg beteiligt.

Geheimpolizei Da Nehlhans Menschen half, den Sowjetischen Sektor Berlins zu verlassen, wurde die sowjetische Geheimpolizei auf ihn aufmerksam und verhaftete ihn 1948. Erich Nehlhans starb 1950 in einem sowjetischen Arbeitslager. An ihn erinnert eine Gedenktafel an seinem letzten Wohnhaus in der Prenzlauer Allee 35.

Seine Ehefrau Edith hingegen wurde bei der sogenannten Fabrikaktion 1943 verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Ebenso die Freunde des Ehepaars Nehlhans, Ita und Lupu Solomon. Ihnen gehörte das Haus Friedenstraße 3. Edith und Erich Nehlhans waren dort 1942 eingezogen. Die Kinder der Solomons, Karola, Marcel und Theresa, überlebten die Schoa. Heute gehört den Nachkommen das Haus. ja

Meinung

Wir haben ein Problem – und wir müssen endlich darüber reden

Ein Weckruf über verfehlte Migration, ausländische Einflussnahme und das ohrenbetäubende Schweigen der »Progressiven«

von Jacques Abramowicz  05.05.2026 Aktualisiert

Unabhängigkeitstag

»Notwendig und ein Wunder«

Die IKG feierte Israels Menschen, Geschichte und Leistungen

von Luis Gruhler  05.05.2026

Gedenken

Ungebeugt trotz der Last

An Jom Hasikaron erinnerte die IKG an die Opfer der Kriege und des antisemitischen Hasses

von Luis Gruhler  05.05.2026

Düsseldorf

»Oh mein Gott, da ist ein Jude im Studentenwohnheim!«

Luai Ahmed wurde im Jemen geboren, wuchs mit Antisemitismus auf – doch nach seinem Umzug nach Schweden änderte sich alles

von Stefan Laurin  05.05.2026

Erinnerungsarbeit

Virtuelle Ausstellung mit NS-Zeitzeugen tourt durch Brandenburg

In der mobilen Ausstellung »In Echt?« berichten NS-Zeitzeuginnen und -zeugen von ihren Schicksalen. Die virtuelle Schau wurde 2023 in Potsdam entwickelt und tourt wieder durch Brandenburg

 05.05.2026

Berlin

Merz: Jüdisches Leben so bedroht wie lange nicht mehr

Das Präsidium der CDU tagte am Montag in den Räumen der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin und verabschiedete einen Beschluss gegen Antisemitismus. Kanzler Merz machte zuvor deutlich, warum das wichtig ist

von Detlef David Kauschke  04.05.2026 Aktualisiert

Frankfurt am Main

Marek Lieberberg wird 80 – Ein Leben für die große Bühne

Kaum ein anderer hat die Live-Musiklandschaft in Deutschland über Jahrzehnte so geprägt wie der jüdische Konzertveranstalter aus Frankfurt

 04.05.2026

Glosse

Wie wird man ein anständiger Antisemit? Tipps und Tricks für Judenhasser

Eine Handreichung

von Daniel Neumann  03.05.2026

Geburtstag

Andreis Glück

Der Schoa-Überlebende Andrei Moiseenkow wird 100 – Weimar feiert seinen Ehrenbürger

von Helmut Kuhn  01.05.2026