Delmenhorst

Freundschaft aufgekündigt

Reise nach Teheran Foto: dpa

Der FDP-Politiker Claus Hübscher ist aus dem Freundeskreis der Jüdischen Gemeinde Delmenhorst ausgeschlossen worden, wie der Gemeindevorsitzende, Pedro Benjamin Becerra, der Jüdischen Allgemeinen sagte. Hübscher hatte sich jüngst als Teilnehmer einer Reise in den Iran mit dem dortigen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad getroffen.

haltung Im Anschluss wurde er in diversen Medien zitiert, Ahmadinedschad sei kein Holocaustleugner. Auch die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Oldenburg hat auf einer Sondersitzung beschlossen, Hübscher den Austritt nahezulegen. »Nicht seine Reise in den Iran, sondern seine Haltung ist es, die eine Trennung nötig macht«, sagt Sara-Ruth Schumann von der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg.

Hübschers früherer Arbeitgeber, die Volkshochschule Delmenhorst, hat sich derweil auch von ihm als Dozenten getrennt. Er habe dem »Ansehen der VHS erheblich geschadet«, sagte VHS-Geschäftsführer Helmut Koletzek. Schon vor der Iran-Reise hatte Hübscher den vom Verfassungsschutz beobachteten Betreiber der Internetplattform Muslim-Markt, Yavuz Özoguz, zu einem Vortrag eingeladen. Die VHS hatte das verhindert, Hübscher hatte die Veranstaltung dann privat organisiert. Die Jüdische Gemeinde Delmenhorst begrüßt den Ausschluss Hübschers, wie Becerra dieser Zeitung sagte.

München

»Auf geht’s – an die Arbeit!«

Die Israelitische Kultusgemeinde hat einen neuen Vorstand gewählt. Charlotte Knobloch wurde als Präsidentin im Amt bestätigt

von Leo Grudenberg  07.07.2026

Rabbinerausbildung

Levinson-Stiftung als Institut an der Uni Potsdam anerkannt

Neuer Meilenstein für die Ausbildung liberaler und konservativer Rabbinerinnen und Rabbiner sowie Kantorinnen und Kantoren

 07.07.2026

Bayern

Die jüdische Gemeinde München hat einen neuen Vorstand gewählt

Charlotte Knobloch wurde als Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern bestätigt

 06.07.2026 Aktualisiert

Porträt der Woche

Die Kraft der Sichtbarkeit

Rivkah Schwarzbart entwirft seit dem 7. Oktober jüdischen Schmuck und lebt in München

von Katrin Diehl  05.07.2026

Kommentar

Meine Angst

Was es heißt als Jude in Deutschland nach dem 7. Oktober zu leben. Ein Aufschrei von André Herzberg

von André Herzberg  05.07.2026

Schule

Blick nach vorn

Das Helene-Habermann-Gymnasium in München verabschiedete seine Abiturientinnen und Abiturienten – und feierte zugleich zehnjähriges Bestehen

von Ellen Presser  05.07.2026

Lesung

Sprache statt Wurzeln

Die aus dem Irak stammende Schriftstellerin Mona Yahia stellte in München ihr neues Buch über jüdisches Leben im arabischen Raum vor

von Nora Niemann  05.07.2026

Thüringen

Achava-Festspiele: Dialog zwischen Religionen und Kulturen

Die Achava-Festspiele gehen mit mehr als 80 Veranstaltungen in ihre zwölfte Ausgabe. Neben Konzerten umfasst das Programm Ausstellungen, Filme, Vorträge, interreligiöse Begegnungen sowie Angebote für Familien und Schulen

 02.07.2026

Sport

Maccabiah Chai!

170 Athletinnen und Athleten sind in Israel beim größten jüdischen Sportevent – Wir stellen Ihnen sechs vor

von Katrin Richter, Helmut Kuhn  01.07.2026