Aufruf

Fotos vom Schrecken

Die Entrechtung, Verfolgung und insbesondere die Diskriminierung von Juden war im öffentlichen Leben in München während der NS-Zeit deutlich sichtbar. Juden waren dem Terror des Nationalsozialismus auf vielfache Weise ausgesetzt: Ihre Häuser und Geschäfte wurden angegriffen, sie mussten an ihrer Kleidung einen sogenannten »Judenstern« tragen und durften zuletzt nur in eigens eingerichteten »Judenhäusern« und »Judenlagern«, wie beispielsweise in Milbertshofen, leben. Ihr Besitz wurde beschlagnahmt und öffentlich versteigert. Sie selbst wurden gedemütigt, verhaftet und schließlich deportiert.

Dauerausstellung Dennoch gibt es in den einschlägigen Archiven bis heute nur vergleichsweise wenige Bilddokumente aus München, die diese Verbrechen zeigen. Deshalb sucht das NS-Dokumentationszentrum München Fotografien, die die Verfolgung der Münchner Juden, der Sinti und Roma sowie anderer Opfergruppen oder Regimegegner während der Herrschaft der Nationalsozialisten dokumentieren. Geeignetes Bildmaterial soll in der künftigen Dauerausstellung gezeigt werden.

Wer Fotografien aus München und dem Münchner Umland besitzt, die diese Vorgänge zeigen oder auf andere Formen nationalsozialistischer Verfolgung hinweisen, wird gebeten, die Aufnahmen beziehungsweise Fotokopien davon an das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, NS-Dokumentationszentrum, Burgstraße 4, zu senden.

Für Rückfragen steht das Büro der Gründungsdirektion telefonisch unter 089/ 23 32 61 42 und per Mail unter info@ns-dokumentationszentrum-muenchen.de zur Verfügung.

Reaktion

Zentralrat der Juden schockiert über AfD-Ergebnis

Josef Schuster ist entsetzt über das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt. Besondere Gefahren sieht der Präsident des Zentralrats der Juden in der Bildungspolitik

 06.09.2026

München

Bayern erhöht Staatsleistungen für israelitische Kultusgemeinden

Seit 1997 gibt es in Bayern einen Staatsvertrag mit den jüdischen Gemeinden. Dieser muss immer wieder mal angepasst werden. Am Freitag war es wieder soweit. Ein Signal der Wertschätzung

 06.09.2026

Porträt der Woche

Meisterin des Spagats

Naama Freedman vereint Kunst, Musik, Film und Sprache jenseits der Genregrenzen

von Lorenz Hartwig  06.09.2026

Israel-Hasserin El Hissy

Jüdische Gemeinde Frankfurt übt scharfe Kritik am Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Die Hintergründe

 04.09.2026

Mode

»Die Kippa gehört zum Outfit«

Jonathan Hirsch über edle Stoffe zu den Feiertagen, stilistische Entgleisungen und die jüdische Kopfbedeckung als Accessoire

von Mascha Malburg  04.09.2026

Bildung

Neues ELES-Stipendium unterstützt jüdische Mediziner bei ihrer Promotion

Die Bewerbungsphase beginnt heute. Vorgesehen ist eine Förderung über zwölf Monate

 03.09.2026

Bad Sobernheim

Mit allen gemeinsam

Die Bildungsfreizeit ist für »Gesher« ein Höhepunkt des Jahres

von Leon Stork  03.09.2026

Und wenn ...

Am Sonntag wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Es steht viel auf dem Spiel. Katrin Richter und Stephan Pramme waren unterwegs in Magdeburg, Halle und Dessau

von Katrin Richter  03.09.2026

Programm

Offene Türen am Rhein, Lehrhaus am Main und ein Kulturfest im Vogtland: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 3. September bis zum 9. September

 03.09.2026