Aufruf

Fotos vom Schrecken

Die Entrechtung, Verfolgung und insbesondere die Diskriminierung von Juden war im öffentlichen Leben in München während der NS-Zeit deutlich sichtbar. Juden waren dem Terror des Nationalsozialismus auf vielfache Weise ausgesetzt: Ihre Häuser und Geschäfte wurden angegriffen, sie mussten an ihrer Kleidung einen sogenannten »Judenstern« tragen und durften zuletzt nur in eigens eingerichteten »Judenhäusern« und »Judenlagern«, wie beispielsweise in Milbertshofen, leben. Ihr Besitz wurde beschlagnahmt und öffentlich versteigert. Sie selbst wurden gedemütigt, verhaftet und schließlich deportiert.

Dauerausstellung Dennoch gibt es in den einschlägigen Archiven bis heute nur vergleichsweise wenige Bilddokumente aus München, die diese Verbrechen zeigen. Deshalb sucht das NS-Dokumentationszentrum München Fotografien, die die Verfolgung der Münchner Juden, der Sinti und Roma sowie anderer Opfergruppen oder Regimegegner während der Herrschaft der Nationalsozialisten dokumentieren. Geeignetes Bildmaterial soll in der künftigen Dauerausstellung gezeigt werden.

Wer Fotografien aus München und dem Münchner Umland besitzt, die diese Vorgänge zeigen oder auf andere Formen nationalsozialistischer Verfolgung hinweisen, wird gebeten, die Aufnahmen beziehungsweise Fotokopien davon an das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, NS-Dokumentationszentrum, Burgstraße 4, zu senden.

Für Rückfragen steht das Büro der Gründungsdirektion telefonisch unter 089/ 23 32 61 42 und per Mail unter info@ns-dokumentationszentrum-muenchen.de zur Verfügung.

Entscheidung

Halberstädter Museum für jüdische Kultur wird weiter gefördert

Im Jahr 2001 wurde das Berend Lehmann Museum für jüdische Geschichte und Kultur in Halberstadt gegründet. Zum Museum gehören die frühere Mikwe sowie die Synagoge im ehemaligen rabbinischen Lehrhaus, der Klaus. Sie bekommen weiterhin eine Förderung.

 09.07.2026

Speyer, Worms und Mainz

SchUM-Stätten feiern fünfjährigen »Welterbe-Geburtstag«

Vor fünf Jahren erhielten sie wegen ihrer wichtigen Bedeutung für das mittelalterliche Judentum den Welterbe-Titel. Nun feiern die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz die Aufnahme auf die Unesco-Welterbeliste mit einer Veranstaltung in Speyer

 09.07.2026

Gemeindetag

Zusammen füreinander

Vom 17. bis zum 20. Dezember treffen sich Mitglieder der jüdischen Gemeinden in Berlin – für viele wird es ein lang ersehntes und freudig erwartetes Wiedersehen

von Katrin Richter  09.07.2026

Machanot

Kleine Auszeit

Die Koffer sind gepackt, gut gelaunt fahren die Kinder ins Ferienlager. Doch auch die Eltern haben Pläne, wollen renovieren, verreisen oder finden ein neues Hobby. Wir haben uns umgehört

von Christine Schmitt  09.07.2026

Maccabiah

»Jetzt erst recht«

Die Sportlerinnen und Sportler aus Deutschland sind hoch motiviert. Für manche ist es nicht das erste Mal, dass sie in Israel dabei sind – bei den Medaillen spielen sie ganz vorn mit

von Sabine Brandes  08.07.2026

Programm

Schostakowitsch, Punk und Nathan in der Schwebebahn: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 9. Juli bis zum 16. Juli

 08.07.2026

50 Jahre in Deutschland

»Die Deutschen haben aus ihrer Geschichte gelernt«

Was ist typisch deutsch, was typisch amerikanisch? Holly-Jane Rahlens kennt sich mit beiden Nationen aus. Die Autorin lebt seit mehr als 50 Jahren in Berlin

von Nina Schmedding  08.07.2026

München

»Auf geht’s – an die Arbeit!«

Die Israelitische Kultusgemeinde hat einen neuen Vorstand gewählt. Charlotte Knobloch wurde als Präsidentin im Amt bestätigt

von Leo Grudenberg  07.07.2026

Rabbinerausbildung

Levinson-Stiftung als Institut an der Uni Potsdam anerkannt

Neuer Meilenstein für die Ausbildung liberaler und konservativer Rabbinerinnen und Rabbiner sowie Kantorinnen und Kantoren

 07.07.2026