TuS Makkabi Berlin

Feierstimmung und Vorfreude

Simultanschach beim Sommerfest am Sonntag Foto: Gregor Zielke

Sport, Spiel und etwas Nieselregen: Am Sonntag feierte TuS Makkabi Berlin sein traditionelles Sommersportfest auf dem Julius-Hirsch-Sportplatz in Berlin-Charlottenburg. Neben einem Fußballturnier und einer langen Runde Simultanschach waren auch neuere Makkabi-Abteilungen vertreten, der Schießsport etwa mit einem Laser-Schießstand und die Rhythmische Sportgymnastik mit einer kleinen Aufführung.

Rund um die Sportplätze machte sich schon merklich die Vorfreude auf die European Maccabi Games (EMG) in Berlin breit, die in knapp 14 Tagen beginnen. Auch Makkabi Berlin stellt einige Teilnehmer bei der diesjährigen Europäischen Makkabiade.

erfolg Die Verantwortlichen bei TuS-Makkabi können insgesamt auf ein ausgesprochen positives Jahr zurückblicken. So gelang der Schachabteilung mit der Landesmeisterschaft und dem Landespokal gleich ein doppelter Erfolg – das Berliner Double gilt als Sahnehäubchen des sportlichen Wettkampfs.

Gleichzeitig stiegen sie in die Oberliga auf und spielen damit im kommenden Jahr erstmals auch überregional – ein Durchbruch, der in der Welt des deutsch-jüdischen Sports bisher nur selten gelang. Mit dem 16-jährigen Schachtalent Leonid Sawlin stellen die Berliner Makkabi-Schachspieler zudem einen Teilnehmer bei den EMG.

»Man kann sich gar nicht genug freuen«, betonte Vorstandsmitglied Isaak Lat angesichts dieser Erfolge, aber auch vor dem Hintergrund der zahlreichen Abteilungsneugründungen.

trainingsgruppen So formierte sich bereits im Herbst 2014 eine Gruppe von Sportschützen, deren Aufbau langsam, aber sicher voranschreitet. Seit Oktober 2014 wird zudem auch Rhythmische Sportgymnastik für Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren angeboten. Trainerin Diana Rashkovskaja hofft ab Herbst auf Erweiterung der Trainingsgruppen.

Denn die Warteliste ist lang. »Es gibt derzeit mehr Interessenten als Plätze«, sagt die Trainerin. Auch im Fußballbereich, dem Steckenpferd der Makkabäer, gibt es erfreuliche Neuigkeiten: Seit diesem Sommer trainiert eine dritte Fußball-Herrenmannschaft. Sie wird ab dem nächsten Jahr in der untersten deutschen Spielklasse, der Kreisliga C, antreten.

Lesen Sie mehr in der nächsten Print-Ausgabe.

Hamburg

Altona war schon immer toleranter

Ein Projektraum im Regionalmuseum zeigt 400 Jahre jüdische Geschichte der gesamten Hansestadt

von Heike Linde-Lembke  16.02.2026

München

Brauchtum zu Besuch

Der Tanz der Schäffler im Hof der Sinai-Grundschule verband auf besondere Weise Geschichte und gelebte Gemeinschaft

von Esther Martel  16.02.2026

Restitution

Ideeller Wert

Provenienzforscher der Goethe-Universität übergeben der Jüdischen Gemeinde Frankfurt fünf Bücher

von Katrin Richter  16.02.2026

Trauer

Macher und »Mentsch«

Moritz Rajber war Netzwerker mit Leib und Seele. Nun ist er wenige Tage vor seinem 79. Geburtstag gestorben

von Ellen Presser  16.02.2026

Konzert

Neue Klangwelten

Fünf Chöre laden zu einem Abend mit hebräischer, jiddischer, israelischer und synagogaler Musik. Dirigenten und Sänger erzählen, was sie mit ihren Ensembles verbindet

von Christine Schmitt  15.02.2026

Porträt der Woche

Die Gründerin

Gabriela Fenyes war Journalistin und engagiertes Gemeindemitglied

von Heike Linde-Lembke  15.02.2026

Frankfurt

Ein Abend – trotz allem

Im Philanthropin sprachen die Schoa-Überlebende Eva Szepesi und Ella Shani, eine Überlebende des 7. Oktober, über Zeitzeugen, Schüler und Erinnerungen

von Raquel Erdtmann  12.02.2026

Karneval

Ganz schön jeck

Die Düsseldorfer Gemeinde lud zum traditionellen Prinzenpaarempfang. Sie will damit ein Zeichen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen

von Jan Popp-Sewing  12.02.2026

Erfurt

Jüdische Kulturtage mit mehr Sichtbarkeit in Israel

Dank eines gewachsenen Netzwerks erwarten die Organisatoren von Thüringens größtem jüdischen Festival zahlreiche Künstler aus Israel

 12.02.2026