Berlin

Feierliche Ordination von Rabbinern

Rabbiner Alexander Kahanovsky wird am Dienstag gemeinsam mit seinen Kollegen Shraga Ponomarov und Shlomo Sajatz in sein Amt eingeführt. Foto: dpa

In einer feierlichen Zeremonie werden am Dienstag in der Berliner Synagoge Beth Zion drei orthodoxe Rabbiner in ihre Ämter eingeführt. Es ist die erste Rabbinerordination von Absolventen des Berliner Rabbinerseminars in der Hauptstadt, wie der Zentralrat der Juden in Deutschland mitteilte.

Die Festrede hält Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD). Zudem werden Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), Zentralratspräsident Josef Schuster und der Präsident des Jüdischen Weltkongresses und Gründer der Lauder-Stiftung, Ronald S. Lauder, Ansprachen halten.

Segen Ordiniert werden der 44-jährige Alexander Kahanovsky, Direktor der Bildungsprogramme der Berliner Gemeinde Kahal Adass Jisroel, der 32-jährige Rabbiner Shraga Ponomarov, der zurzeit in Basel tätig ist, und der Gemeinderabbiner der Synagogen-Gemeinde zu Magdeburg, Shlomo Sajatz (30). Bei der Feier werden sie gesegnet und zu ihrem geistlichen Amt berufen.

Das Rabbinerseminar wird vom Zentralrat der Juden und der Ronald S. Lauder Foundation getragen. Im Anschluss an die Rabbinerordination werden in einer weiteren Zeremonie die jüdischen Kantoren Alexander Adler, Baruch Chauskin und Doron Burstein in ihre Ämter eingeführt. Die drei sind Absolventen des Leipziger Instituts für Traditionelle Jüdische Liturgie. epd

Projekt

Ein Denkmal für gefallene Soldaten und ermordete Juden

Ein Dorf will mit einer Gedenkstätte an die Opfer der NS-Zeit erinnern. Das geplante gemeinsame Gedenken an gefallene Soldaten und ermordete Juden ruft ein unterschiedliches Echo hervor

von Jens Bayer-Grimm  21.07.2026

Berlin

Jüdisch, Queer, Selbstbewusst

Der »Pride-Shabbat« des Vereins Keshet Deutschland zeigt auch in diesem Jahr wieder, dass jüdisches und queeres Leben zusammengehören

von Leon Stork  20.07.2026

Pforzheim

Die vergessene jüdische Geschichte der Goldstadt

Vom Schwarzwald aus verkauften Juden einst Schmuck in die ganze Welt. Erst langsam wird diese Geschichte aufgearbeitet. Sie ist nicht immer glänzend – und auch noch nicht vorbei

von Mascha Malburg  20.07.2026

Porträt der Woche

»Ich wollte zum Ursprung«

Richard Ernst konvertierte zum Judentum, wurde Gärtner und Hobbymaler

von Anja Bochtler  18.07.2026

Würdigung

Im Einsatz für die Demokratie

Minister Georg Eisenreich zeichnete Engagierte in Justiz und Polizei mit dem Fritz-Neuland-Gedächtnispreis aus

von Luis Gruhler  18.07.2026

München

Bücher für alle

Der Literaturwissenschaftler Nathan Cohen sprach im Rahmen der Scholem-Alejchem-Reihe über populäre jiddische Literatur in Osteuropa

von Nora Niemann  18.07.2026

Stadtführung

Tatort Scheunenviertel

Kleinkriminelle, Arbeiter und Ostjuden – der Historiker Dmitry Kudinov zeigt die bewegte Geschichte eines hippen Teils von Berlin, der vor rund 100 Jahren alles andere als gentrifiziert war

von Alicia Rust  17.07.2026

Recklinghausen

Wie der Fußball Eddy rettete

Die Jüdische Gemeinde und Schulen der Region trugen den Emanuel-Schaffer-Cup aus – in Erinnerung an den legendären israelischen Trainer

von Martin Krauß  16.07.2026

Maccabiah

Momente, Medaillen, Menschen

Nach zwei Wochen ist das größte internationale Sportevent in Jerusalem erfolgreich zu Ende gegangen

von Katrin Richter  15.07.2026