Erfurt

Erste Studenten

»Management und Interkulturalität« Foto: thinkstock

Die ersten Studierenden des neu geschaffenen Studiums »Management und Interkulturalität« nehmen in diesen Tagen ihr Studium an der Fachhochschule (FH) Erfurt auf. Eröffnet wird der Studiengang an diesem Dienstag mit einem Festakt in den Räumen der FH. Die knapp 25 Studenten im Alter zwischen 28 und 45 Jahren werden von Kerstin Wydra, der Präsidentin der Fachhochschule begrüßt.

Den Festvortrag »Zum Verhältnis von Religion und Bildung aus jüdischer Sicht« hält der Frankfurter Rabbiner Julian Chaim Soussan. Die akademische Leitung des Studiengangs haben Esther Weitzel-Polzer und Doron Kiesel. Sie sprechen über die »Bedeutung von Bildung, Ausbildung und Interkulturelle Kompetenz«.

Zusammenarbeit Das Studium im Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften findet in Zusammenarbeit mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland statt und wird vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur als berufsbegleitender Studiengang gefördert. Ziel ist die professionelle Ausbildung für künftige Führungskräfte in den Jüdischen Gemeinden.

Da die Rahmenbedingungen zur Führung von Jüdischen Gemeinden in den vergangenen Jahren anspruchsvoller geworden sind, wolle man auch die Gemeinden professioneller aufstellen, erklären die Studienleiter.

Vermittelt werden sowohl Führungskompetenzen als auch der Umgang mit anderen Kulturen und Religionen. Entsprechend liegen die Schwerpunkte des Studiums auf Führungs- und Organisationstheorie, Management und strategische Unternehmensführung.

Studienschwerpunkte Außerdem wird Grundwissen in juristischen Bereichen wie die Rechtsgrundlagen für die Finanzierung von Leistungen im Rahmen des Sozialrechts und Zuwendungsrecht sowie Arbeitsrecht, Volks- und Betriebswirtschaft vermittelt. Die Studierenden werden teils vor Ort in Erfurt, teils von zu Hause aus arbeiten.

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht musste die Teilnahme an der feierlichen Eröffnung wegen der gleichzeitig stattfindenden Trauerfeier für die getöteten Kumpel der Kaligrube Unterbreizbach absagen. Musikalisch wird die Eröffnung von Klezmer-Klarinettisten Roman Kuperschmidt begleitet.

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