München

Ernst Papanek, Plattform, Jubiläum

Ohel-Jakob-Synagoge und Gemeindezentrum in München Foto: imago images

Ernst Papanek

Lilly Maier, die am Münchner Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur studiert hat, stellt am Dienstag, 20. April, 19 Uhr, auf Einladung des Historikers Michael Brenner, der das Gespräch mit ihr moderieren wird, ihr Buch über den Wiener Reformpädagogen Ernst Papanek (1900–1973) vor. Der Titel Auf Wiedersehen, Kinder! verweist auf seine erfolgreiche Rettungsaktion jüdischer Kinder nach Amerika, obwohl er als Jude und Sozialdemokrat selbst gefährdet war. Anmeldung unter juedische.geschichte@lrz.uni-muenchen.de ist erforderlich, um den Zugangslink zur Zoom-Veranstaltung zu erhalten. ikg

Plattform

Der israelische Satiriker Itamar Rose wollte es wissen und dem Geheimnis von YouTube-Hits auf den Grund gehen. Wie andere soziale Medien gilt diese Plattform als demokratisch, doch was spielt sich wirklich ab? Warum bekommt ein doppelter Regenbogen aus dem Yosemite-Nationalpark in Kalifornien unzählige Klicks? Auf einer Reise um die Welt voller bizarrer Begegnungen deckt Rose manche Absurdität auf. Sein Film 100 Million Views wird am Donnerstag, 22. April, 18 Uhr, von der Münchner Volkshochschule coronabedingt online gezeigt. Anmeldung für diese Veranstaltung mit der Kenn-Nummer M249310 ist unbedingt erforderlich unter www.mvhs.de. Telefonische Auskunft gibt es unter 089/48006-6239. ikg

Jubiläum

Das kleine Jubiläum fand in aller Stille statt. Genau zehn Jahre ist es her, dass Bayerns damaliger Ministerpräsident Horst Seehofer mit dem israelischen Außenminister Avigdor Lieberman am 8. April 2011 die gemeinsame Erklärung über die Errichtung eines Generalkonsulats des Staates Israel in München unterzeichnete. Noch im selben Jahr nahm Tibor Shalev Schlosser seine Tätigkeit als Generalkonsul auf. Heute übt dieses Amt Sandra Simovich aus. ikg

Spitzenhaus

Seit Anfang April ist im Jüdischen Museum am Jakobsplatz eine Ausstellung über das Spitzenhaus von Rosa Klauber (1820–1901) zu sehen. Das Geschäft in der Theatinerstraße 35 gehörte als Königlich Bayerischer Hoflieferant zu den ersten Adressen für Innenausstattung und Wäsche in München. Rosa Klauber, die aus Böhmen stammte, schaffte den Aufstieg von der »Judenreihe« ins Bürgertum. Ein Enkel von ihr eröffnete 1920 eine Wäschefabrik in der Dachauer Straße. Dort arbeitete von 1935 bis 1938 Kurt Landauer, der langjährige Präsident des FC Bayern München. Die Ausstellung läuft bis in den Spätherbst hinein. ikg

Verantwortung

Abschied und Neuanfang

David Beck übernimmt als Nachfolger von Andreas Franck das Amt des Zentralen Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Justiz

von Luis Gruhler  02.11.2026

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 02.11.2026

Feier

»Ein Zuhause«

Es war ein bewegender Moment: Nach langer Planung öffnete die bundesweit wirkende Jüdische Akademie in Frankfurt ihre Türen. Mit Prominenz, rabbinischem Segen - und eindringlichen Worten gegen Antisemitismus

von Leticia Witte  02.11.2026

Frankfurt

»Raum geben für Differenzierung«

Zentralratspräsident Josef Schuster skizzierte in seiner Rede zur Eröffnung der Jüdischen Akademie, welche Rolle sie in der Gesellschaft spielen soll. Wir dokumentieren die Ansprache im Wortlaut

von Josef Schuster  02.11.2026

Baustelle der Jüdischen Akademie an einer Straße in Frankfurt am Main

Ort jüdischen Denkens

Jüdische Akademie öffnet in Frankfurt

Es soll ein Ort des Diskurses und der Begegnung sein: In Frankfurt wird die Jüdische Akademie feierlich eröffnet

 02.11.2026

Frankfurt am Main

Ort jüdischen Denkens

Es ist die erste Institution dieser Art in der Bundesrepublik. Was hat es damit auf sich?

 02.11.2026

Eine Akademie für Deutschland

Heute ist in Frankfurt die Jüdische Akademie feierlich eröffnet worden. Sie soll innerjüdische Debatten fördern und jüdische Perspektiven stärker in die Gesellschaft einbringen

von Josef Schuster  02.11.2026 Aktualisiert

Universität

Angst auf dem Campus

Eine Studie zeigt, wie stark jüdische Studierende unter Antisemitismus leiden – und welche Folgen das für ihre psychische Gesundheit hat

von Alicia Rust  01.11.2026

Porträt der Woche

Reihe 9, außen

Diana Sims-Silbermann spielt Cello und ist Theaterärztin. Sie hat immer denselben Platz

von Claudia Irle-Utsch  01.11.2026