Chemnitz

Erinnerungen an Justin Sonder

Die 2024 enthüllte Bronzeplastik »Bank für Justin Sonder« auf dem Brühl in Chemnitz Foto: picture alliance/dpa

An den Holocaust-Überlebenden Justin Sonder (1925–2020) erinnert im sächsischen Chemnitz künftig eine Informationsstele. Die Stele sei am Samstag der Öffentlichkeit übergeben worden, sagte eine Stadtsprecherin dem Evangelischen Pressedienst (epd). Anlass war der 100. Geburtstag des Chemnitzer Ehrenbürgers am 18. Oktober. Die Stele ergänzt die vor knapp einem Jahr aufgestellte »Bank für Justin Sonder«.

Der aus der Stadt stammende Schoa-Überlebende hatte sich bis ins hohe
Alter als Zeitzeuge engagiert. Auch mit mehr als 90 Jahren besuchte
er noch Schulen, um in den Klassenzimmern von seinen Erinnerungen zu
berichten. Zeit seines Lebens habe er insbesondere mit jungen Menschen den Dialog gesucht, hieß es. Er habe »aufgeklärt, Interesse geweckt, sensibilisiert und sich unermüdlich für Demokratie, Menschlichkeit und Weltoffenheit eingesetzt«.

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Justin Sonder hatte jüdische Wurzeln und überlebte unter anderem das NS-Vernichtungslager Auschwitz und einen Todesmarsch. Im November 2020 war der langjährige Kriminalpolizist der DDR-Volkspolizei im Alter von 95 Jahren gestorben. 2017 hatte er die Ehrenbürgerwürde der Stadt Chemnitz erhalten.

Die Skulptur auf der Chemnitzer Justin-Sonder-Bank stellt den Holocaust-Überlebenden sitzend dar. Der Gedenkort lädt ein, sich dazuzusetzen und gedanklich mit ihm ins Gespräch zu kommen. epd

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