Berlin

»Ein Zeichen für Toleranz«

Beim Besuch des jüdischen Kindergartens Gan Israel in Berlin hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) für mehr Kita-Plätze geworben. »Das nächste Jahr muss das Jahr des Kita-Ausbaus werden«, erklärte die CDU-Politikerin. »Deshalb müssen wir immer wieder genau hinschauen: Wo gibt es gute Beispiele, die funktionieren, und wo gibt es noch Nachholbedarf?«

offenheit Schröder bezeichnete den Kindergarten in Berlin-Charlottenburg als Vorbild dafür, wie bereichernd Vielfalt sein kann. Die Einrichtung werde auch für nichtjüdische Kinder angeboten und setze damit ein Zeichen für Offenheit, Toleranz und gegenseitiges Verständnis.

In dem von Chabad Lubawitsch betriebenen Kindergarten mit angeschlossener jüdischer Traditionsschule werden den Angaben zufolge 150 Kinder betreut. Sie kommen aus deutschen, russischen, israelischen oder englischsprachigen Familien. Zum Tagesablauf gehören Gebete und die Vermittlung biblischer Geschichten.

Nach Angaben des Bundesfamilienministeriums werden von den rund 51.500 Kindertageseinrichtungen in Deutschland mehr als ein Drittel von Religionsgemeinschaften betrieben. Darunter sind bundesweit 18 jüdische Kindergärten mit rund 1.000 Plätzen. ja

Kommentar

Ein Weckruf

Der AfD-Erfolg liegt vor allem im Scheitern jener Parteien, die die Bundesrepublik seit Jahrzehnten prägen. Verloren gegangenes Vertrauen muss nun schnellst möglich wieder zurückgewonnen werden

von Josef Schuster  08.09.2026

Viktoria Ladyshenski

Schleswig-Holstein

»Wir packen unsere Koffer«

Viktoria Ladyshenski, Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein, warnt, dass die Gefahr durch linken und islamistischen Antisemitismus in Deutschland nicht ernst genug genommen werde

 08.09.2026

Kino

Wie ein Holocaust-Überlebender in Ostfriesland Frieden fand - Doku über die letzten Lebensjahre von Albrecht Weinberg

Albrecht Weinberg überlebte den Holocaust und wollte Deutschland für immer den Rücken kehren. Doch zum Ende seines Lebens fand er in seine Heimat Friedland zurück. Ein neuer Dokufilm zeigt seine letzten Jahre

von Kira Taszman  08.09.2026

Sachsen-Anhalt

»Viele haben unsere Sorgen einfach weggewischt«

JSUD-Präsident Ron Dekel über Sachsen-Anhalt, die AfD und die Frage, was die jüdische Gemeinschaft jetzt tun kann

von Leon Stork  08.09.2026

Kommentar

Und nun?

Bloße Empörung über den Wahlsieg der rechtsextremen AfD ist billig und wohlfeil. Es sollte endlich auch über die Gründe ihrer Popularität gesprochen werden. Die Parteien der Mitte müssen endlich aufwachen

von Philipp Peyman Engel  07.09.2026

Reaktion

Zentralrat der Juden schockiert über AfD-Ergebnis

Josef Schuster ist entsetzt über das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt. Besondere Gefahren sieht der Präsident des Zentralrats der Juden in der Bildungspolitik

 06.09.2026

München

Bayern erhöht Staatsleistungen für israelitische Kultusgemeinden

Seit 1997 gibt es in Bayern einen Staatsvertrag mit den jüdischen Gemeinden. Dieser muss immer wieder mal angepasst werden. Am Freitag war es wieder soweit. Ein Signal der Wertschätzung

 06.09.2026

Porträt der Woche

Meisterin des Spagats

Naama Freedman vereint Kunst, Musik, Film und Sprache jenseits der Genregrenzen

von Lorenz Hartwig  06.09.2026

Israel-Hasserin El Hissy

Jüdische Gemeinde Frankfurt übt scharfe Kritik am Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Die Hintergründe

 04.09.2026