Auszeichnung

Ehrung für Verlegerin

Der Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten des Landes Berlin, Tim Renner, überreichte am Mittwoch der Autorin, Herausgeberin und Verlegerin Tilly Boesche-Zacharow im Auftrag des Bundespräsidenten das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Renner würdigte Tilly Boesche-Zacharow als einen der Menschen, die sich »durch Engagement und mit Leidenschaft gegen das Vergessen gewendet haben«.

forum Durch ihr herausragendes Verlagsprogramm und ihre langjährige Arbeit für die exilierten jüdischen Autorinnen und Autoren in Israel habe sie jenen ein Forum geboten, die unter den Nationalsozialisten verstummen mussten.

»Wir können nur aktiv bewahren, wenn wir nicht vergessen und uns unserer Geschichte und Verantwortung stellen«, betonte Renner. Dazu habe Tilly Boesche-Zacharow mit ihrer verlegerischen Tätigkeit einen entscheidenden Beitrag geleistet.

Tilly Boesche-Zacharow lebt abwechselnd in Berlin und Haifa. Seit 1950 arbeitet sie als freiberufliche Schriftstellerin. 1980 gründete sie gemeinsam mit Ihrem Sohn Norbert den M & N Boesche Verlag Berlin-Haifa. Ihr verlegerisches Engagement ist seitdem den exilierten und immigrierten jüdischen Autoren in Israel gewidmet. Von 1980 bis zu dessen Auflösung im Jahre 2005 war sie Mitglied im Verband Deutschsprachiger Schriftsteller in Israel (VDSI). ja

Berlin

Tanzen, trotz allem

Der Israeltag am Wittenbergplatz setzte ein Zeichen der Solidarität, der Lebensfreude – aber auch der Sorge

von Christine Schmitt  30.04.2026

Glosse

Tipps und Tricks für Judenhasser

Wie wird man ein anständiger Antisemit? Eine Handreichung

von Daniel Neumann  30.04.2026

Düsseldorf

Auschwitz-Museum: Rüttgers erhält Auszeichnung »Light of Remembrance«

»Mein Antrieb wurzelt in der tiefen Überzeugung, dass wir Deutsche uns der Verantwortung, die aus unserer Geschichte als ›Land der Täter‹ erwächst, niemals entziehen können«, sagt der Preisträger

 30.04.2026 Aktualisiert

Erinnerung - 20 Jahre ohne Paul Spiegel

Zum 20. Todestag von Paul Spiegel

Als Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland stand er für Dialog, Klarheit und Verantwortung. Ein Video erinnert an sein Vermächtnis – und daran, warum seine Stimme heute fehlt.

von Jan Feldmann  30.04.2026

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 30. April bis zum 7. Mai

 29.04.2026

Düsseldorf

Zwei Familien, eine Freundschaft

Die Rubinsteins und die Spiegels erlebten wichtige Momente gemeinsam. Erinnerungen an einen Freund

von Herbert Rubinstein  29.04.2026

Erinnern

»Paul, du fehlst«

Vor 20 Jahren am 30. April starb Paul Spiegel. Als Zentralratspräsident hat er das Land geprägt und sich für Verständigung eingesetzt. Wie würde er auf das Heute blicken? Gedanken von Gisèle Spiegel

von Gisèle Spiegel  29.04.2026

Jubiläum

»Wir richten den Blick nach vorn«

Toby Axelrod über 20 Jahre Limmud Deutschland, Herausforderungen und eine ganz besondere Aktion

von Christine Schmitt  28.04.2026

Militär

Für Deutschland kämpfen?

Nach der Schoa war es für Juden unvorstellbar, wieder in einer deutschen Armee zu dienen. Doch wie blickt die jüdische Gemeinschaft heute auf die Bundeswehr?

von Joshua Schultheis  28.04.2026