Abschlussfest

Drei Jahre sind genug

Kleine Doktoren beim Abschiedsfest Foto: Myriam Gümbel

»Mit drei Jahren sind wir angekommen, wir hatten uns viel vorgenommen«. Diese Zeile aus einem Vortrag in Liedform war der Auftakt zu dem Rückblick der Vorschulkinder auf drei Jahre im Kindergarten der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Mit selbstgebastelten »Doktorhüten« standen die kleinen Absolventen auf der Bühne im Hubert-Burda-Saal. Zum Abschlussfest konnte die Leiterin des Kindergartens, Romana Alfred, die vielen anwesenden Angehörigen der Kinder auch im Namen ihrer Mitarbeiterinnen begrüßen. »Heute verabschieden wir unsere Größten in einen neuen Lebensabschnitt – mit gemischten Gefühlen. Aber wir sind dankbar und glücklich, dass wir sie ein kleines Stück ihres Lebens begleiten durften. Jetzt sind sie größer und reifer geworden«, so Romana Alfred.

Musik Ihr Dank galt nicht nur den Eltern für das Vetrauen, sondern auch dem Elternbeirat mit Tamara Schmerz und den für den Kindergarten zuständigen Vorstandsmitgliedern Talia Presser und Michael Fischbaum sowie Präsidentin Charlotte Knobloch. Die Präsidentin der IKG war per- sönlich zum Abschiedsfest derVorschulkinder gekommen. Sie dankte ihrerseits Romana Alfred und den Mitarbeiterinnen im Kindergarten für deren Einsatz. Dem schlossen sich die Eltern mit großem Applaus an. Ein besonderer Dank galt auch der Musikpädagogin Luisa Pertsovska, die den Auftritt der Kinder instrumental begleitete. Mit einem Geschenk und einer Blume dankte Charlotte Knobloch der Erzieherin Conny Zeussel, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Dienstjubiläum im Kindergarten der IKG feiern kann. Im Mittelpunkt des Nachmittags standen die Vorschulkinder. Sie erzählten den Anwesenden, was sie in den zurückliegenden drei Jahren alles gelernt haben, zum Beispiel dass »hinter den Bergen die Welt nicht zu Ende ist«.

Spaß Ihre Neugierde, ihr Wissensdurst und ihre Begeisterung wurde in kleinen Szenen ihres Gesangspieles deutlich. Im Hintergrund der Bühne zeigten Bildprojektionen aus dem Kindergartenalltag den Erwachsenen, wie der Alltag der Kleinen mit Spielen und Lernen abläuft. Die Bandbreite des Gelernten wurde auch in einer kleinen Ausstellung im Foyer des Gemeindehauses sichtbar. Die eingangs von Romana Alfred angesprochenen gemischten Gefühle teilten auch die Kinder: »Eigentlich wollten wir hier länger bleiben«, sangen sie, »aber die Leute vom Kindergarten wollten das nicht.« Und so sehen sie die Sache positiv: »Jetzt sind wir groß und im September geht es los: Wir gehen in die Schule rein und werden nicht mehr im Kindergarten sein.« Charlotte Knobloch wünschte den künftigen Schülern, dass ihre Begeisterug für das Lernen anhalte. »Bewahrt euch diese Freude und die ungeheuere Lust am Lernen, die ihr heute im Herzen tragt. Mazal tow, viel Erfolg und vor allem viel Spaß in der Schule!« Zum Abschluss erteilte Rabbiner Steven Langnas nach einer kurzen Ansprache jedem einzelnen Kind den Segen.

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