Einbruch

Dieb in der Nacht

Torakrone der Jüdischen Gemeinde Marburg Foto: Monika Bunk

Die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Marburg ist in der Nacht von Sonntag auf Montag ausgeraubt worden. »Der Schaden beläuft sich auf über 1000 Euro«, sagte die stellvertretende Gemeindevorsitzende Monika Bunk der Jüdischen Allgemeinen.

Der Dieb habe sich offenbar am Sonntag nach einem Konzert in der Synagoge versteckt und einschließen lassen. In der Nacht sei er dann mit mehreren Gegenständen aus dem Gotteshaus geflüchtet, so Bunk. Zu dem Diebesgut gehörten eine silberne Torakrone, der Inhalt einer Spendenbox und ein Laptop.

Wert »Der Diebstahl unserer Torakrone trifft uns sehr«, erklärte Gemeindevorsitzende Bunk. Die Krone sei zwar anders als von der Marburger Polizei angegeben nicht mit Edelsteinen besetzt und habe auch nicht über 5000 Euro gekostet. »Ihr religiöser Wert für uns ist jedoch enorm.« Die Krone wurde der Gemeinde erst vor einiger Zeit als Spende vom »Förderverein für Synagoge und Kulturzentrum der Jüdischen Gemeinde Marburg« übergeben.

Die Polizei Marburg geht davon aus, dass der Dieb nach seinem Raub die Synagoge über das Obergeschoss verlassen hat. »Die Videoaufnahmen belegen, dass alle Besucher des Konzerts unser Haus wieder verlassen haben – mit Ausnahme des Diebs«, bekräftigt auch Monika Bunk.

Nach Angaben der Marburger Polizei ist der Verdächtige zwischen 18 und 20 Jahren alt, kräftiger Statur und etwa 1,80 Meter groß. Am Abend des Diebstahls soll er eine dicke dunkle Jacke sowie eine dunkle Wollmütze getragen haben. ja

Gedenken

Union Berlin und Hertha BSC gedenken gemeinsam der Holocaust-Opfer

Am internationalen Holocaust-Gedenktag erinnerten die beiden Stadtrivalen Hertha BSC und Union Berlin gemeinsam an die Deportationen, die in der NS-Zeit vom S-Bahnhof Grunewald ausgingen Beide Vereine mahnten zum Vertrauen in die Demokratie

 27.01.2026

Gedenken

Iris Berben erinnert an Schoa-Überlebende Margot Friedländer

Die Schauspielerin engagiert sich im Projekt »Ich bin Zweitzeugin von...«. So soll die Erinnerung an die Überlebenden des Holocaust wach bleiben

von Anita Hirschbeck  27.01.2026

Studien

Trauma, Resilienz und Lebenswille: Warum manche Schoa-Überlebende so alt werden

Die Forschung ist einem bemerkenswerten Phänomen auf der Spur: Viele Überlebende des Holocausts werden auffallend alt

 27.01.2026

Digitalisierung

Avatare gegen das Vergessen

Wie soll in Zukunft an die Schoa erinnert werden? Eine Konferenz hat sich unter anderem mit dieser Frage auseinandergesetzt und ein Hologramm der Zeitzeugin Eva Umlauf vorgestellt

von Helmut Kuhn  26.01.2026

Berlin

Vorzeigeprojekt »Kanaan« meldet Insolvenz an

Das israelisch-palästinensische Restaurant im Stadtteil Prenzlauer Berg stellt seinen Restaurantbetrieb bald ein

 26.01.2026

Podium

Gegen die Gleichgültigkeit

Der Publizist Michel Friedman sprach mit dem Politologen Carlo Masala in den Münchner Kammerspielen über Macht und Demokratie

von Esther Martel  25.01.2026

Makkabi

Ehrenpreis für den Freundeskreis

Der jüdische Sportverein zeichnet die Fangruppe Hersh Goldberg-Polin für ihre Haltung und Zivilcourage aus

 25.01.2026

Berlin

Auschwitz-Überlebende: Erinnerung teilen, um Demokratie zu schützen

Eva Umlauf ruft Schoa-Überlebende dazu auf, ihre Schicksale öffentlich zu machen

 25.01.2026

Gedenkstätten

Tuchel: Gedenkstätten vor politischer Einflussnahme schützen

Historiker fordert, sie als außerschulische Lernorte resilienter zu machen

 25.01.2026