Ehrung

Dank an die Befreier

Sprach als Zeitzeugin: IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch Foto: Bayern.de

Ein samtartiger Stoffstreifen in bayerischem Weiß-Blau, ein sogenanntes Fahnenband, ist eine der höchsten militärischen Auszeichnungen Bayerns. In der vergangenen Woche hat es Ministerpräsident Markus Söder an die US-Streitkräfte in Europa verliehen. Die Befreiung des Konzentrationslagers Dachau war einer der maßgeblichen Gründe dafür.

Die Bedeutung der Auszeichnung, die seit Bestehen der Bundesrepublik insgesamt erst 32-mal verliehen wurde, lässt sich auch an der Gästeliste dieses feierlichen Aktes ablesen. Christine Wormuth, die das Band entgegennahm, ist Staatssekretärin im US-Verteidigungsministerium. Von amerikanischer Seite war darüber hinaus US-General Christopher Cavoli, Befehlshaber der Streitkräfte in Europa, anwesend.

repräsentanten Neben vielen weiteren hochrangigen Repräsentanten des Landtags und Mitgliedern des Bundestags war auch Charlotte Knobloch der Einladung von Ministerpräsident Markus Söder gefolgt, dem es ein besonderes Anliegen war, sie für eine Rede zu diesem Anlass zu bewegen. Und diesem Wunsch kam die Zeitzeugin und Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, die den Holocaust unter schwierigen Bedingungen überlebt hat, in beeindruckender Weise nach.

Markus Söder verwies in seiner Rede auf die enormen Anstrengungen der Amerikaner beim Aufbau einer neuen deutschen Nation und auf das enge Verhältnis beider Länder.

Der lachende Soldat auf dem US-Panzer, der ihr und den anderen Kindern Süßigkeiten zuwarf, habe sich unauslöschlich in ihrem Gedächtnis eingebrannt, erinnerte sich Charlotte Knobloch in ihrer Ansprache. Für sie sei es der Tag gewesen, an dem sie angefangen habe zu leben: »Ohne die USA wären Freiheit, Gerechtigkeit und Anerkennung niemals hierher zurückgekehrt.«

freiheit Ministerpräsident Markus Söder verwies in seiner Rede auf die enormen Anstrengungen der Amerikaner beim Aufbau einer neuen deutschen Nation und auf das enge Verhältnis beider Länder. »Für mich waren die Vereinigten Staaten immer ein Ort der Freiheit, ein Ort für das Gute in der Welt«, sagte er.

Am engen transatlantischen Bündnis beider Länder ließ auch US-Staatssekretärin Christine Wormuth keinen Zweifel, ebenso wenig wie an der weiteren US-Truppenpräsenz in Europa. Sie richtete dabei ihren Blick auch auf Russland, das eine besondere Herausforderung darstelle. Gerade deshalb sei eine starke transatlantische Beziehung notwendig.

9. Oktober 2019

Gedenken zum Jahrestag des Anschlags von Halle

Der antisemitische Anschlag von Halle jährt sich am Freitag zum siebenten Mal. Die jüdische Gemeinde, Kirchen, Stadt und zivilgesellschaftliche Gruppen planen Gedenkveranstaltungen auch an den Anschlagsorten

 08.10.2026

Frankfurt

Erst Rivalinnen, dann Freundinnen

Israelische Nachwuchsfußballerinnen aus sieben Jugenddörfern spielen gegen Makkabi

von Katja Sturm  08.10.2026

Münster

Rote Linien für die Roten

Bei einer Veranstaltung mit der Schoa-Überlebenden Eva Szepesi und Zentralratspräsident Josef Schuster verspricht Gregor Gysi, innerhalb der Linken klare Grenzen gegen Antisemitismus zu ziehen

von Stefan Laurin  08.10.2026

Tagung

Krisen der Gegenwart

Auf dem »Media TLV Summit« diskutierten Experten Fragen von Technologie und Krieg, Extremismus und Antisemitismus sowie die Rolle der Medien

von Luis Gruhler  07.10.2026

Programm

Musikalische Crossovers, Kontroverse, Krimi und Krav Maga: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 8. Oktober bis zum 14. Oktober

 07.10.2026

Solidarität

Das Leben wieder in den Griff bekommen

Angehörige der bei einem Raketenangriff in Majdal Shams getöteten Kinder besuchten die Kultusgemeinde München und Oberbayern

von Luis Gruhler  06.10.2026

Diskussion

»Wir wurden gehört«

Schüler und Studenten des Projekts »Meet a Jew« treffen CDU/CSU-Fraktionschef Thorsten Frei. Im Mittelpunkt stehen der 7. Oktober, persönliche Sorgen und Erfahrungen

von Christine Schmitt  06.10.2026

Porträt der Woche

»Ich bin einfach ich«

Persia Kantorovych hat eine jüdische Mutter und einen muslimischen Vater

von Annette Kanis  06.10.2026

Lesen

Die geblieben sind

Hanna Veiler beschreibt in »Jung, jüdisch, wütend« die Erfahrungen junger Jüdinnen und Juden mit Einsamkeit, Enttäuschung und Solidarität nach dem 7. Oktober. Ein Auszug

von Hanna Veiler  06.10.2026