Porträt

Chefin im Konsulat

IKG-Antrittsbesuch: Präsidentin Charlotte Knobloch (l.) und Generalkonsulin Sandra Simovich Foto: IKG

Im Süden Deutschlands wird Israel seit zwei Wochen von einer Frau vertreten. Sandra Simovich heißt die neue Generalkonsulin des Staates Israel in München, die ihr Büro am Karolinenplatz bereits bezogen hat. Die Feinheiten der bayerischen Lebensart konnte die Topdiplomatin in der kurzen Zeit noch nicht verinnerlichen, aber auf München freut sie sich richtig.

Diesen Eindruck gewann auch IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch beim Antrittsbesuch der Generalkonsulin im Gemeindezentrum. »Ich bin mir sicher, dass wir eng zusammenarbeiten und regelmäßigen Kontakt und Meinungsaustausch pflegen werden«, sagt Charlotte Knobloch vorausblickend.

Schwerpunkt Auch wenn bei dem ersten Treffen zunächst das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund gestanden haben dürfte, sprachen die neue Generalkonsulin und die IKG-Präsidentin auch einige relevante politische Themen an. Das verzerrte Bild des jüdischen Staates in der öffentlichen Wahrnehmung gehörte zum Beispiel dazu. Dem entgegenzuwirken und Israel so zu zeigen, wie es wirklich ist, wird ein Arbeitsschwerpunkt von ihr sein, wie Generalkonsulin Sandra Simovich bei dem Treffen zu verstehen gab.

Vom Generalkonsulat aus, das seit November 2015 am Karolinenplatz residiert, betreut Sandra Simovich gleich fünf Bundesländer: Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland. Die IKG-Präsidentin ist sich sicher, dass sie diese wichtige Aufgabe hervorragend stemmen wird. »Sie ist als Diplomatin erstklassig ausgebildet, war schon in verschiedenen Ländern und verantwortlichen Positionen tätig und kennt auch die Verhältnisse in Deutschland sehr genau«, gibt Charlotte Knobloch ihre Eindrücke von dem Zusammentreffen mit ihr wieder.

Sandra Simovichs Deutschlandkenntnisse, auch in sprachlicher Hinsicht, kommen nicht von ungefähr. Von 2012 bis 2014 war sie politische Beraterin der israelischen Botschaft in Berlin. Sandra Simovich ist Juristin und begann 1999 ihre diplomatische Ausbildung. Sie war zum Beispiel auch schon stellvertretende Botschafterin in Bukarest und Abteilungsleiterin für Südostasien im Außenministerium.

Hillel

»Man fühlt sich bei uns willkommen«

Die neue Geschäftsführerin Liora Jaffe über das Zuhören, Visionen und Aha-Momente

von Christine Schmitt  22.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge: Frauen weggeschickt

Mitten am Tag soll ein 37-jähriger Afghane einen Brandsatz an der Bergischen Synagoge gezündet und sich danach antisemitisch geäußert haben. Vorher soll er zwei Passantinnen weggeschickt haben

 22.09.2026

Deutschland

»Existenzgefahr für Berlins Juden«

Die Linke macht immer wieder mit Judenhass und Forderungen nach der Auslöschung Israels von sich reden. Der Wahlsieg der Partei veranlasst nun den israelischen Botschafter zu einer ungewöhnlich deutlichen Stellungnahme

 22.09.2026

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Feiertage

Chatima towa, oder was?

Was von Rosch Haschana über Jom Kippur bis Sukkot die korrekte Grußformel ist

von Rabbiner Yaacov Zinvirt  20.09.2026 Aktualisiert

Porträt der Woche

Damit die Namen bleiben

Jorge Steffen ist Germanist und engagiert sich für den Erhalt von Grabsteinen

von Gerhard Haase-Hindenberg  20.09.2026

Sachsen-Anhalt

Halle: Gemeindevorsitzender hat keine Angst vor AfD-Regierung

Max Privorozki kritisiert in einem aktuellen Interview das Geschichtsbild der AfD in Sachsen-Anhalt. Er wolle jedoch abwarten, »was die Partei tatsächlich umsetzen würde«

 20.09.2026

Kommentar

Die Schatten der Vergangenheit sind lang

Wie der Hessische Rundfunk über jüdische Grundstücke stolpert

von Daniel Neumann  18.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge: Staatsanwaltschaft geht von Judenhass aus

Der 37 Jahre alte mutmaßliche Täter soll aus antisemitischen Gründen gehandelt haben

 18.09.2026