Feiertage

Chanukka-Geschenke für Kinder: Augen auf beim Kauf

Foto: picture alliance / Zoonar

Mit Beginn der Geschenkesaison rückt die Sicherheit von Kinderspielzeug wieder stärker in den Fokus. Der TÜV Rheinland und Marion Walsmann, Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP) und im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz an den neuen EU-Vorgaben beteiligt, nennen zentrale Kriterien. Worauf Eltern und Großeltern beim Geschenkekauf achten sollten:

CE versus GS - ein entscheidender Unterschied: Das CE-Zeichen bestätigt allein durch den Hersteller, dass EU-Vorgaben eingehalten werden. Eine externe Kontrolle erfolgt nicht. Das GS-Zeichen steht dagegen für geprüfte Sicherheit durch unabhängige, akkreditierte Stellen. Das TÜV-Rheinland-Zertifikat »Ausgezeichneter Spielwert« bewertet zusätzlich den pädagogischen Nutzen eines Produkts.

Digital vernetztes Spielzeug im Check: Kamera und Mikrofon gehören zunehmend zur Ausstattung. Eltern sollten prüfen, welche Daten solche Spielzeuge nutzen, wie sie sich mit WLAN oder Smartphone verbinden und ob sich unnötige Funktionen deaktivieren lassen.

Besonderer Schutz

Besondere Vorsicht bei KI-Funktionen: Die europäische KI-Verordnung gilt für Hersteller erst ab August 2026 vollumfänglich. Bis dahin rät der TÜV Rheinland, genau hinzusehen: Erkennt das Produkt etwa Kinder über Gesicht oder Stimme, speichert es biometrische Daten? Solche Informationen benötigen besonderen Schutz.

Lesen Sie auch

Qualität vor Kauf kritisch einschätzen: Chemischer Geruch, abblätternde Farbe, scharfe Kanten oder extreme Lautstärke gelten als klare Warnsignale. Solche Mängel weisen häufig auf eine unzureichende Verarbeitung hin.

Materialien und Chemikalien im Blick: Mehrere gesundheitlich bedenkliche Stoffe werden künftig verboten oder strenger reguliert. Walsmann empfiehlt, Herstellerangaben sorgfältig zu prüfen und Produkte mit höheren Standards zu bevorzugen, bis die neuen Vorgaben greifen.

Besonders Zuverlässig

EU-Produkte bieten höhere Sicherheit: Produkte aus europäischer Herstellung gelten als besonders zuverlässig. Walsmann rät, Spielzeug möglichst innerhalb der EU zu kaufen, da hier Sicherheitsanforderungen besser kontrollierbar und transparenter sind.

Vorsicht beim Online-Fauf: Zwar stehen Plattformen künftig stärker in der Verantwortung, unsichere Produkte zu entfernen. Sinnvoll ist dennoch, nur bei Anbietern zu bestellen, die Herkunft, Hersteller und einen EU-Ansprechpartner deutlich ausweisen.

Kennzeichnungen ernst nehmen: Pflichtangaben sollten vollständig und gut lesbar sein. Der digitale Produktpass soll künftig über einen QR-Code zentrale Sicherheitsinformationen liefern. Bis zur vollständigen Umsetzung bleiben vorhandene Kennzeichnungen und Herstellerhinweise entscheidend. kna

Kommentar

Die verlorene Mitte

Beim Betrachten des Wahlkampfs zu den Landtagswahlen im Herbst muss man feststellen: Judenhass ist in Deutschland längst kein Ausschlusskriterium mehr für die Parteien der sogenannten politischen Mitte

von Benjamin Graumann  26.08.2026

Plädoyer

Stark und selbstbewusst

Die Zeiten des Ghettos und Sich-Wegduckens gehören zum Glück der Vergangenheit an. Umso mehr sollten Juden hierzulande entschiedener für ihre Interessen eintreten

von Sacha Stawski  25.08.2026

München

Von Deutschland in die Welt

Eine Ausstellung widmet sich dem Wirken jüdischer Architekten, deren Karrieren von Verfolgung und Exil bestimmt waren. Ihre Bauten beeinflussten die Moderne maßgeblich

von Ellen Presser  25.08.2026

Dresden

Ausstellung würdigt jüdische Sportlerinnen und Sportlern

Deutsch-jüdische Sportlerpersönlichkeiten stehen im Mittelpunkt einer Präsentation. Anlässlich des Jahres der jüdischen Kultur wird sie in Dresden gezeigt

 25.08.2026

Spremberg/Forst

Stolpersteine gestohlen

Der Staatsschutz ermittelt

 24.08.2026

Dresden

Unbekannter entwendet Kippa

Der Staatsschutz der Dresdner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen

 24.08.2026

Meinung

Jüdische Schulen: Orte der Zugehörigkeit

Der Wunsch nach jüdischer Bildung wächst, während die Strukturen zunehmend fragil werden

von Eduard Steinberg  24.08.2026

Ferien

Unsere kleine Stadt

Mehrere Wochen trafen sich deutsche, ukrainische und israelische Jugendliche in Brandenburg zu einem Sommercamp der Initiative »J-ArtEck«. Zum Abschluss inszenierten sie eine Oper von Paul Hindemith

von Leon Stork  23.08.2026

Porträt der Woche

Mein Traum von Frieden

Yuval Halpern ist Sänger der iranisch-israelischen Band Sistanagila

von Alicia Rust  23.08.2026