Mitzvah Day

Backen, tanzen, helfen

Am dritten landesweit begangenen Mitzvah-Day in Deutschland waren am vergangenen Sonntag rund 2000 Akteure an 121 Aktionen in 40 Städten beteiligt. Allein in Frankfurt fanden 24 Projekte statt.

Flüchtlinge Im Vordergrund stand die Flüchtlingshilfe. Viele Gemeinden sammelten Kleidung und Spielzeug oder besuchten Flüchtlingsunterkünfte, wie in Berlin, um die Menschen einige Stunden ihr Schicksal vergessen zu lassen. Bei anderen Aktionen backten und bastelten Kinder für Senioren, oder Gemeinden öffneten wie in Kiel ihre Häuser zum Tag der offenen Tür.

Die Gemeinde Lörrach lud zum Picknick für Alt und Jung ein, die Gemeindemitglieder von Nürnberg kümmerten sich um die Altenpflege, in Saarbrücken wurde Blut gespendet.
Mitzvah-Day-Akteure wurden auch in Brandenburg und Sachsen aktiv: so etwa in Cottbus und Chemnitz. Unter dem Motto »Sonnenschein für Senioren« besuchten sie einsame Menschen im Altenzentrum.

Senioren Studenten und Jugendliche befreiten auf Friedhöfen Gräber vom Laub, besuchten Kranke, traten vor Senioren mit einem Theaterstück auf oder veranstalteten für Flüchtlinge ein Busfahrt durch die Stadt.

Doch nach dem Mitzvah-Day ist vor dem Mitzvah Day. Längst zählt die Uhr auf der Webseite des Zentralrats der Juden in Deutschland die Tage bis zum nächsten Mitzvah Day. Am 13. November 2016 heißt es dann wieder für viele: »Ich mach mit«. hso

Thüringen

Achava-Festspiele: Dialog zwischen Religionen und Kulturen

Die Achava-Festspiele gehen mit mehr als 80 Veranstaltungen in ihre zwölfte Ausgabe. Neben Konzerten umfasst das Programm Ausstellungen, Filme, Vorträge, interreligiöse Begegnungen sowie Angebote für Familien und Schulen

 02.07.2026

Sport

Maccabiah Chai!

170 Athletinnen und Athleten sind in Israel beim größten jüdischen Sportevent – Wir stellen Ihnen sechs vor

von Katrin Richter, Helmut Kuhn  01.07.2026

Sachsen-Anhalt

»Eine offene Tür ist unsere Antwort«

Landesverbands-Geschäftsführerin Rimma Fil über wachsenden Antisemitismus, Sorgen vor der Landtagswahl und den festen Willen der jüdischen Gemeinden, sichtbar zu bleiben

von Christine Schmitt  01.07.2026

Verlegung

Magdeburg erhält 900. Stolperstein

Seit 2007 wird in Magdeburg mit Stolpersteinen an Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Die nunmehr 47. Verlegung wurde auf zwei Tage verteilt

 01.07.2026

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  30.06.2026

Meinung

Maccabiah ist gelebte Selbstbehauptung

Gerade jetzt ist es für jüdische Sportler wichtig, in Israel Kraft zu tanken. Es geht nicht nur um Sport, sondern auch um Selbstbehauptung und ein tieferes Verständnis für das Land

von Alon Meyer  30.06.2026

Aufruf

Jüdische Hochschullehrer fordern besseren Schutz gegen Antisemitismus

Hochschulen können ihre jüdischen Studierenden und Lehrenden nicht ausreichend gegen Antisemitismus schützen. Das NJH will das ändern und fordert unter anderem die Möglichkeit zur Exmatrikulation von Störern

 30.06.2026

Forschung

Historiker Gerber: Erinnerung an Holocaust verschwindet

Der Leipziger Historiker Jan Gerber wendet sich gegen ein kontinuierliches Verschwinden der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Schoa. Der Tod der letzten Zeitzeugen ist für ihn dabei nicht entscheidend

von Volker Hasenauer  29.06.2026

Festival

Trotz Rekordhitze: Tausende Gäste bei Jüdischer Woche in Leipzig

Trotz der sommerlichen Hitze und damit verbundener Programmänderungen seien die Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet auf großen Zuspruch gestoßen

 29.06.2026