Purim

Backen für den guten Zweck

An Purim unverzichbar: Hamantaschen Foto: Flash 90

Mit einer internationalen Backaktion zum Purim-Fest wird zu Spenden für Menschen in der Ukraine oder auf der Flucht aufgerufen. Wer das beliebte dreieckige Purimgebäck Hamantaschen etwa in einer Bäckerei oder in einem Café verkauft, kann Erlöse über die Kampagne »Hamantashen for Ukraine« spenden, wie es in einem Aufruf heißt.

Mit dem Geld soll die Gruppe »Polish Humanitarian Action« unterstützt werden, die sich den Angaben zufolge um ukrainische Geflüchtete an der polnischen Grenze kümmert. Wer weder eine Bäckerei noch ein Geschäft betreibe, könne das Gebäck auch an Freunde und Angehörige verkaufen und auf diesem Weg spenden.

Auf der Internetseite der Aktion sind auch Orte aufgelistet, wo das Gebäck in Deutschland und in anderen Staaten Europas sowie in den USA und Kanada erworben werden kann. In Deutschland ist es vor allem Berlin.

NACHDENKEN Aus der Bundeshauptstadt kommt auch der Vorstoß von Laurel Kratochvila, Besitzerin eines Ladens für Bagels. Purim sei eine Zeit des Nachdenkens über »destruktive Größenwahnsinnige« und den Triumph des Guten über das Böse. Ukrainer seien heute mit einem zeitgenössischen Haman konfrontiert in Gestalt des russischen Präsidenten Wladimir Putin, heißt es.

An Purim wird die Rettung der Juden vor der Vernichtung durch die Perser gefeiert. Das biblische Buch Esther berichtet, dass der Judenhasser Haman an einem durch ein Los (pur) bestimmten Tag alle Juden in Persien umbringen wollte. Königin Esther konnte dies verhindern, die Juden wurden dem Schutz des persischen Königs unterstellt, Haman und seine Gehilfen getötet.

Purim wird an diesem Donnerstag gefeiert mit Beginn am Vorabend. Jüdische Gruppen hatten bereits im Vorfeld dazu aufgerufen, den Tag vor dem Fest, an dem gläubige Juden von der Morgendämmerung bis zum Einbruch der Nacht fasten, der Ukraine zu widmen. kna

Porträt der Woche

Ich bin dankbar

Svitlana Petrovska überlebte die Nazis – und floh vor Putins Krieg nach Berlin

von Rob Savelberg  06.04.2026

Kahal Adass Jisroel

Platz für die Zukunft

Die Gemeinde in Berlin plant für 26 Millionen Euro ein neues Gemeinde- und Bildungszentrum

von Christine Schmitt  06.04.2026

Schwerin

Ein Denkmal für Willy

Der ehemalige Rabbiner William Wolff wird mit einer Statue geehrt

von Axel Seitz  06.04.2026

»Meet a Jew«

Viele Fragen

Marguerite und Benjamin sind zwei Freiwillige, die im Rahmen des Zentralratsprojektes mit Jugendlichen über das Judentum ins Gespräch kommen. So wie kürzlich in Spandau mit einer Box Mazzot

von Alicia Rust  06.04.2026

Jom Haschoa

Narbe gegen das Vergessen

Wir, die Nachkommen der Zeitzeugen und der Ermordeten, dürfen das Leid unserer Großeltern nicht verstecken – wir müssen dafür sorgen, dass es unseren Kindern erspart bleibt

von Eugene Korsunsky  06.04.2026

Jewrovision

Aller guten Moderatoren sind drei

Jung, dynamisch und schlagfertig: Ein Trio wird im Mai durch die Show führen

von Christine Schmitt  06.04.2026

Neukölln

Rechts und links der Sonnenallee

Ein Stadtspaziergang führt auf jüdischen Spuren durch den ehemaligen Arbeiterbezirk

von Pascal Beck  05.04.2026

Gemeinde

Man kennt sich hier

Die Synagoge Possartstraße bewahrt Traditionen – und richtet sich neu aus

von Esther Martel  04.04.2026

Besuch

»Wir sehen nur die Spitze des Eisbergs«

Daniel Hagari, ehemaliger Sprecher der israelischen Verteidigungsarmee, war in der Jüdischen Gemeinde München zu Gast

von Esther Martel  04.04.2026