Karlsruhe

Auf zur Jewrovision!

In diesem Jahr steht die Jewrovision unter dem Motto »United Cultures of Judaism«. Foto: ZR

Rund 1200 Jugendliche aus 60 jüdischen Gemeinden werden am 18. Februar zur Jewrovision, Europas größtem Gesangs- und Tanzwettbewerb für jüdische Jugendliche, nach Karlsruhe kommen.

Unter dem Motto »United Cultures of Judaism« werden die Jugendlichen zwischen zehn und 19 Jahren neben dem Wettbewerb, bei dem sie bekannte Songs covern, Bühnenbilder entwerfen und Choreografien einstudieren, auch an dem begleitenden Machane teilnehmen. Nach dem Vorbild des Eurovision Song Contest wird am Samstagabend von einer prominent besetzten Jury aus den 19 Gruppen der Sieger gekürt.

Kreativität
»Wie ein friedliches Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen gelingen kann, ist ein hochaktuelles Thema. Auch in der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland finden sich Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft. Ich freue mich, dass sich die Jugendlichen kreativ mit diesem Thema beschäftigen und bin gespannt auf ihre Auftritte. Die Jewrovision leistet damit einen aktiven Beitrag zum interkulturellen Verständnis«, erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster.

Die Jewrovision wurde 2002 ins Leben gerufen und wird in wechselnden Städten ausgerichtet. Nachdem 2015 eine gemeinsame Gruppe der Jugendzentren der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden und der Jüdischen Gemeinde Mannheim gewonnen hatte, fand die Jewrovision im vergangenen Jahr in Mannheim statt.

2016 gewann die Gruppe erneut, sodass wieder Baden als Austragungsort für die Jewrovision gewählt wurde. Seit 2013 richtet der Zentralrat der Juden in Deutschland die Jewrovision aus. ja

Thüringen

Achava-Festspiele: Dialog zwischen Religionen und Kulturen

Die Achava-Festspiele gehen mit mehr als 80 Veranstaltungen in ihre zwölfte Ausgabe. Neben Konzerten umfasst das Programm Ausstellungen, Filme, Vorträge, interreligiöse Begegnungen sowie Angebote für Familien und Schulen

 02.07.2026

Sport

Maccabiah Chai!

170 Athletinnen und Athleten sind in Israel beim größten jüdischen Sportevent – Wir stellen Ihnen sechs vor

von Katrin Richter, Helmut Kuhn  01.07.2026

Sachsen-Anhalt

»Eine offene Tür ist unsere Antwort«

Landesverbands-Geschäftsführerin Rimma Fil über wachsenden Antisemitismus, Sorgen vor der Landtagswahl und den festen Willen der jüdischen Gemeinden, sichtbar zu bleiben

von Christine Schmitt  01.07.2026

Verlegung

Magdeburg erhält 900. Stolperstein

Seit 2007 wird in Magdeburg mit Stolpersteinen an Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Die nunmehr 47. Verlegung wurde auf zwei Tage verteilt

 01.07.2026

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  30.06.2026

Meinung

Maccabiah ist gelebte Selbstbehauptung

Gerade jetzt ist es für jüdische Sportler wichtig, in Israel Kraft zu tanken. Es geht nicht nur um Sport, sondern auch um Selbstbehauptung und ein tieferes Verständnis für das Land

von Alon Meyer  30.06.2026

Aufruf

Jüdische Hochschullehrer fordern besseren Schutz gegen Antisemitismus

Hochschulen können ihre jüdischen Studierenden und Lehrenden nicht ausreichend gegen Antisemitismus schützen. Das NJH will das ändern und fordert unter anderem die Möglichkeit zur Exmatrikulation von Störern

 30.06.2026

Forschung

Historiker Gerber: Erinnerung an Holocaust verschwindet

Der Leipziger Historiker Jan Gerber wendet sich gegen ein kontinuierliches Verschwinden der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Schoa. Der Tod der letzten Zeitzeugen ist für ihn dabei nicht entscheidend

von Volker Hasenauer  29.06.2026

Festival

Trotz Rekordhitze: Tausende Gäste bei Jüdischer Woche in Leipzig

Trotz der sommerlichen Hitze und damit verbundener Programmänderungen seien die Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet auf großen Zuspruch gestoßen

 29.06.2026