100 Jahre ZWST

Auf Jubiläumstour

Jutta Josepovici, Leiterin des ZWST-Sozialreferats, freute sich über 170 Gäste. Foto: Stefan Laurin

Bei fast sommerlichen Temperaturen waren am Montag Menschen aus ganz Nordrhein-Westfalen in den Saal der Jüdischen Gemeinde Bochum gekommen, um den 100-jährigen Geburtstag der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland bei Kaffee und Kuchen zu feiern.

Jutta Josepovici, die Leiterin des ZWST-Sozialreferats, freute sich über 170 Besucher. Nur der Bus aus Köln verspätete sich – er stand, wie in Nordrhein-Westfalen am Nachmittag üblich, im Stau. »Wir haben nicht nur alle eingeladen, die sich ehrenamtlich bei uns engagieren oder unsere Seminare besucht haben, sondern auch viele, die bislang noch keinen Kontakt zu uns hatten, und hoffen, sie so von einer Mitarbeit bei der Zentralwohlfahrtsstelle überzeugen zu können«, sagt Josepovici.

Tour Die Feier in Bochum war der Auftakt zu einer Dankeschön-Tour der ZWST durch die Bundesländer. In den nächsten Tagen feiert sie ihren Geburtstag noch in Frankfurt und in Stuttgart. Im kommenden Jahr soll die Veranstaltungsreihe dann in weiteren Orten fortgesetzt werden.

Ein Festakt am 10. September in Frankfurt war der Höhepunkt der Jubiläumsfeiern. 1917 gegründet, wurde die jüdische Wohlfahrtsorganisation nach der Zerschlagung im Nationalsozialismus 1951 unter ihrem heutigen Namen »Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland« wiedergegründet. Ebenfalls in Frankfurt wurde der Jubiläumsfilm gezeigt, der ihre 100-jährige Geschichte dokumentiert und in Interviews mit Wegbegleitern und Unterstützern ihre Arbeit vorstellt.

7. Oktober

Rotes Rathaus zeigt Ausstellung zum Hamas-Überfall auf Israel

Der Überfall der Terrororganisation Hamas hat überall in Israel Spuren hinterlassen. Eine neue Berliner Ausstellung beleuchtet die Erfahrungen von Sportlern und Fans rund um den 7. Oktober 2023

 05.10.2026

Shelly Meyer

Kommentar

Wer tatsächlich vom »Judenfetisch« profitiert

150 Juden in Berlin haben mit einem Offenen Brief die Linkspartei unterstützt - das sind etwa 0,4 Prozent der Berliner jüdischen Stimmen. Doch sie könnten für die breite Öffentlichkeit kaum wertvoller sein

von Shelly Meyer  04.10.2026

Wuppertal

Am helllichten Tag

Nach dem Brandanschlag auf die Synagoge geht das Gemeindeleben in der nordrhein-westfälischen Stadt weiter. Aber was bedeutet diese Normalität?

von Helmut Kuhn  01.10.2026

Rostock

Zunehmend sprachlos

Die Gemeinde hatte Schlimmeres befürchtet, doch Sorgen bleiben auch nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern

 01.10.2026

Wiedervereinigung

Zeit der Blüte

Am 3. Oktober 1990 trat die DDR der Bundesrepublik Deutschland bei. Für jüdische Gemeinden in Ost und West war dies ein neuer Anfang, für manche auch die Rettung. Drei Gemeindemitglieder erzählen, wie sie diese Zeit erlebten

von Christine Schmitt  01.10.2026

Deutschland

Holocaust-Überlebende: Regierung der Linkspartei in Berlin wäre eine Katastrophe

»Hier muss die Politik gründlich aufpassen, dass das nicht passiert«, sagt Charlotte Knobloch bei »Maischberger«

 01.10.2026

Wahl

»Der Schock sitzt tief«

Jüdinnen und Juden blicken mit großer Skepsis auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der Linken. Sie fordern klare Zusagen zum Kampf gegen Antisemitismus

von Christine Schmitt  30.09.2026

Rathaus Neukölln

Berlin

Hillel zieht seine Chanukkia aus dem Rathaus Neukölln ab

Der jüdische Bildungsverein will seine Chanukka-Feier künftig an einem »neutralen Ort« abhalten. Für den scheidenden Bürgermeister Martin Hikel ist die Entscheidung ein Schock

 01.10.2026 Aktualisiert

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 8. Oktober

 30.09.2026