Stuttgart

15-Jähriger überfallen

»Gewaltausbrüche und Mobbing unter Kindern und Jugendlichen sind ein wachsendes Problem«, heißt es in einer IRGW-Presseerklärung Foto: imago

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist ein 15-jähriger jüdischer Junge aus Stuttgart in der Nacht von vergangenem Donnerstag auf Freitag in der Stadt antisemitisch beleidigt und schwer verletzt worden. Die Täter sollen nach Aussagen des Jungen unter anderem »Scheißjude« gerufen haben. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Körperverletzung.

Die Israelitische Religionsgemeinschaft Baden-Württembergs (IRGW) äußerte ihr Entsetzen über die Tat. Barbara Traub, Sprecherin der IRGW: »In den vergangen 18 Jahren, in denen ich in Stuttgart bin, ist ein solcher brutaler Angriff auf einen jüdischen Jugendlichen noch nicht vorkommen.« Mit Sorge beobachte sie die vermehrten antisemitischen Angriffe. »Vor einigen Tagen war es der Vandalismus an der Umfassungsmauer des Gemeindezentrums, jetzt der Übergriff auf den Jugendlichen.« In den nächsten Tagen wolle sie mit der Polizei Gespräche führen. »Es kann nicht sein, dass man einen solchen Akt lediglich als Jugendgewaltkriminalität abtut.«

Der Junge ist laut IRGW mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen worden, stehe aber noch unter Schock. ja

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