Neuerscheinung

378 tägliche Lektionen

Inspirierende Einblicke in die Tora-Abschnitte anhand der Lehren des Lubawitscher Rebben

Neuerscheinung

378 tägliche Lektionen

Ein Buch versammelt Weisheiten des Lubawitscher Rebben Menachem Mendel Schneerson in deutscher Übersetzung

 25.02.2021 07:27 Uhr

»G’ttes Präsenz weigerte sich, inmitten von Zwietracht und Disharmonie zu verweilen. Erst als die Juden in Harmonie miteinander vereinigt waren, konnten sie die Einheit mit G’tt erreichen, die notwendig war, um Seine Tora zu empfangen. Das Gleiche gilt auch heutzutage.«

Das ist eine der Weisheiten, die von Rabbiner Menachem Mendel Schneerson (1902–1994), dem Lubawitscher Rebben, zum 2. Buch Mose (19, 1–6) überliefert sind. Sie steht unter der Überschrift »Geschwisterliche Liebe«.

Tugend »Das Schlechte interpretieren« ist eine andere Erkenntnis von Rabbiner Schneerson zum 5. Buch Mose (31, 14–19): »Anstatt uns auf die Fehler anderer zu konzentrieren, sollten wir daher versuchen, uns auf ihre Tugenden zu konzentrieren und ihre Mängel zu entschuldigen. Dies bedeutet nicht nur, unser Augenmerk auf ihre guten Seiten zu richten, sondern auch, sie in ihrer Anwesenheit und auch vor anderen für ihre Tugenden zu preisen. So fördern wir gegenseitigen Respekt und gegenseitige Liebe.«

Dies sind zwei von 378 Lektionen, die im Buch Tägliche Weisheit zusammengefasst sind. Der Titel verspricht »Inspirierende Einblicke in die Tora-Abschnitte anhand der Lehren des Lubawitscher Rebben«.
Die englischsprachige Originalausgabe des Buches (Daily Wisdom) erschien 2014. Seitdem wurde es in hebräischer, russischer, französischer, spanischer und portugiesischer Version veröffentlicht. Nun wurde es ins Deutsche übersetzt und vom Berliner »Verlag Jüdisches« in kompakter Buchform herausgeben.

Schabbat Auf rund 460 Seiten sind zu jedem Wochenabschnitt der Tora, von Bereschit bis Wesot Habracha, jeweils für jeden Tag der Woche, von Sonntag bis Schabbat, einzelne Textzeilen, kurze Zusammenfassungen der Passagen und die dazu gehörenden Gedanken zu lesen.

Dies folge der Idee des »Alter Rebbe«, dem Begründer der Chabad-Bewegung, der angewiesen habe, mit der Zeit zu gehen, dass also täglich der jeweilige Abschnitt der wöchentlichen Parascha zu lernen und »zu leben« sei.

In diesem Sinne sieht der Berliner Gemeinderabbiner und Vorsitzende des Jüdischen Bildungszentrums Chabad Lubawitsch, Yehuda Teichtal, in diesem Buch »einen weiteren Schritt zur Stärkung jüdischen Bewusstseins«. Die Veröffentlichung richte sich ausdrücklich nicht nur an praktizierende Jüdinnen und Juden, sondern an alle, die mehr über die Lehren des chassidischen Judentums erfahren wollen und »die sich nach mehr Spiritualität im Alltag sehnen«. ddk

»Tägliche Weisheit«. Verlag Jüdisches, Berlin 2020, 461 S., 20 €
Mehr dazu hier.

Schelach Lecha

Mit der Kraft des Ewigen

Die biblische Erzählung lehrt, dass sich mit Gottvertrauen auch aktuelle Herausforderungen bewältigen lassen

von Rabbiner Salomon Almekias-Siegl  12.06.2026

Talmudisches

Spiel des Lebens

Was unsere Weisen über Fußball lehrten

von Avi Frenkel  12.06.2026

Fußball-WM

Darf man einem Kraken glauben?

Was das Judentum über Orakel, Omen und Vorhersagen lehrt

von Rabbiner Dovid Gernetz  11.06.2026

Dresden

Elnet: Initiative soll Neugier auf jüdisches Leben wecken

Die Kampagne ist Teil des Themenjahres »Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026« und wird zunächst sechs Wochen sichtbar sein

 11.06.2026

Interview

»Verbinde dich mit etwas Größerem«

Rabbiner Levi Shmotkin landete mit »Worte fürs Leben« einen Bestseller. Ein Gespräch über die Stärke, sich von Krieg und antisemitischen Bedrohungen nicht lähmen zu lassen

von Detlef David Kauschke  09.06.2026

Beha’alotcha

Macht der Gewohnheit

Die Tora zeigt am Beispiel Aharons, warum die tägliche Pflicht den Menschen wachsen lässt

von Avi Frenkel  05.06.2026

Talmudisches

Geister

Was antike jüdische Überlieferungen über Besucher aus dem Jenseits erzählen

von Rabbinerin Yael Deusel  04.06.2026

München/Jerusalem

Rabbinerkonferenz weist Kritik an deutschen Yad-Vashem-Standorten zurück

Die geplanten Außenstellen von Yad Vashem in Deutschland stoßen auch auf Skepsis. Doch die Orthodoxe Rabbinerkonferenz warnt davor, die Arbeit der Gedenkstätte zum Gegenstand politischer Abrechnungen zu machen

 31.05.2026

Bonn

»Es ist ein Bruch eingetreten.«

Rabbiner Andreas Nachama betonte, dass Jüdinnen und Juden immer weiter in eine »Defensivposition« gebracht würden. Eine Studientagung des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit lotete aus, wie es anders gehen könnte

von Leticia Witte  31.05.2026