New Yorker Bürgermeisterwahlen

Zohran Mamdanis Vorsprung schrumpft

Dem demokratischen Kandidaten Zohran Mamdani wird Israelhass vorgeworfen. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Gut eine Woche vor der Bürgermeisterwahl in New York wird das Rennen enger: Laut einer neuen Umfrage der Suffolk University hat der frühere Gouverneur Andrew Cuomo den Rückstand auf den demokratischen Kandidaten Zohran Mamdani deutlich verkleinert, wie lokale Medien berichten.

Der als Sozialist bekannte Mamdani, der wegen israelfeindlicher Äußerungen immer wieder in der Kritik steht, liegt demnach nur noch zehn Prozentpunkte vor dem parteilosen Cuomo. In der aktuellen Erhebung kommt er auf 44 Prozent, Cuomo erreicht 34 Prozent. Im September waren es noch zwanzig Punkte Abstand. Der republikanische Bewerber Curtis Sliwa liegt mit elf Prozent auf Platz drei.

Laut Umfrageleiter David Paleologos könnte Sliwa zum Zünglein an der Waage werden: »Es gibt eine Person, deren Wähler das Ergebnis entscheidend beeinflussen könnten – und das ist Curtis Sliwa.« Dessen Anhänger blockierten mit ihrem Stimmenanteil Cuomos Chancen, Mamdani zu überholen.

Klarer Umschwung

Der neue Umfragetrend ist die erste größere Erhebung seit Bürgermeister Eric Adams seinen Rückzug erklärt und Cuomo offiziell unterstützt hat. Es ist zugleich die zweite Studie, die einen deutlichen Zugewinn für den ehemaligen Gouverneur zeigt.

Allerdings, so die Demoskopen, beruhe ein Teil von Cuomos Unterstützung weniger auf Begeisterung für ihn selbst als auf Ablehnung Mamdanis. 40 Prozent seiner Anhänger gaben an, vor allem »gegen« den Demokraten zu stimmen, während bei Mamdani 79 Prozent erklärten, sie wählten ihn aus Überzeugung.

Lesen Sie auch

Der frühere Gouverneur konnte in den vergangenen Wochen vor allem bei »unabhängigen« Wählern punkten, die keine Partei bevorzugen: Dort führt er inzwischen mit zehn Punkten – ein klarer Umschwung, nachdem Mamdani im September noch mit 18 Punkten vorne gelegen hatte. Auch bei hispanischen Wählern liegt Cuomo nun nahezu gleichauf.

Estrada und Co

Rund sieben Prozent der Befragten zeigten sich noch unentschlossen. Vier weitere Kandidaten – darunter die konservative Bewerberin Irene Estrada und zwei unabhängige Kandidaten – spielen laut Umfrage kaum eine Rolle.

Sliwa, Gründer der »Guardian Angels«, bleibt hingegen ein Faktor. Viele seiner Unterstützer würden laut Umfrage Cuomo wählen, wenn Sliwa nicht im Rennen wäre. Cuomo wäre für 32 Prozent der Befragten die zweite Wahl, Mamdani nur für drei Prozent.

Am Montag begann in New York der dritte Frühwahltag. Die eigentliche Wahl findet am 4. November statt. im

Teheran

Iran: Antwort auf US-Vorschlag an Pakistan übermittelt

Zurzeit gilt eine fragile Waffenruhe im Iran-Krieg. Die USA haben einen Vorschlag zur Beendigung des Konflikts gemacht. Die Antwort soll nun vorliegen

 10.05.2026

Naher Osten

Erneut iranische Angriffe auf Golfstaaten

Aus Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar werden Attacken des iranischen Regimes gemeldet. Offiziell gilt eine Waffenruhe in dem Konflikt

 10.05.2026

Medien

Kristin Helberg, der Hass auf Israel und der urdeutsche Wunsch nach Entlastung

Ein Kommentar von Jan Fleischhauer

von Jan Fleischhauer  10.05.2026

Kommentar

Wenn »schwarz auf weiß« nicht mehr genügt

Eine funktionierende Demokratie braucht freie Medien – aber vor allem glaubwürdige

von Roman Haller  10.05.2026

Teheran

Iran droht USA im Falle von weiteren Angriffen mit Vergeltung

Das Mullah-Regime warnt die USA vor weiteren Attacken auf Handelsschiffe. Ob mittlerweile die von US-Präsident Trump erwartete Antwort aus Teheran auf den Friedensvorschlag eingegangen ist, ist nicht bekannt

 10.05.2026

Moskau

Russland will Uran aus dem Iran einlagern

Kremlchef Putin erklärt, dass Russland bereit sei, angereichertes Uran aus dem Iran einzulagern. Ob die USA dem Vorschlag zustimmen werden, ist offen

 10.05.2026

Washington

Rubio: Erwarten heute eine Antwort aus dem Iran

Während sich die Spannungen zwischen dem Iran und den USA zuletzt zugespitzt haben, setzen die USA weiter auf eine Verhandlungslösung mit Teheran. Nun äußert sich der US-Außenminister dazu

 08.05.2026

Meinung

»Boykottlisten« gegen »Zionisten«? Die 30er-Jahre lassen grüßen

Streit um eine Palästina-Halskette: Was wirklich im Berliner Café »The Barn« passierte, was das Café »Acid« damit zu tun hat und welche Rolle die Lokalpresse spielt

von Ayala Goldmann  08.05.2026

Andenken

Vier Schulen und mehrere Plätze nach Margot Friedländer benannt

Vor einem Jahr - am 9. Mai - starb die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit 103 Jahren. Für viele war sie ein Vorbild. Inzwischen tragen immer mehr Schulen, Straßen und Plätze ihren Namen. Eine Übersicht

von Karin Wollschläger  08.05.2026