Berlin

Zentralratspräsident besorgt über Erstarken der Extreme

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Foto: picture alliance/dpa

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, zeigt sich besorgt über den AfD-Erfolg bei den Landtagswahlen in Ostdeutschland. »Ich hoffe sehr, dass wir uns davon erholen können«, sagte Schuster im Deutschlandfunk.

»Denn andererseits würde es bedeuten, gerade von jüdischer Seite aus, dass man sich ernsthaft überlegen müsste: Ist es weiterhin möglich, als Jude in Deutschland zu leben?«, so der Zentralratspräsident.

Das Wahlergebnis in Brandenburg sei alles andere als beruhigend, sagte Schuster. Zwar sei auch im Westen Deutschlands der Anteil der Menschen gestiegen, die extrem wählten. »Es ist ein Trend, aber eine Entwicklung, die in dieser Form – so sehe ich es - in den sogenannten alten Bundesländern wohl nicht so ausgeprägt ist.«

Neben der Ampel-Regierung sehe er auch die demokratische Opposition in der Pflicht. Die demokratischen Parteien müssten viel mehr zusammenarbeiten. Denn die wahre Opposition sei an den extremen Rändern.

Zum Thema der Migration forderte der Zentralratspräsident eine differenziertere Diskussion. Es sei klar, dass die ungeregelte Zuwanderung ein Problem darstelle. Allerdings sei der Anspruch auf Asyl auch ein sehr wichtiges Recht. In der Geschichte wären viel mehr jüdische Menschen gerettet worden, wenn es Asylmöglichkeiten gegeben hätte. dpa

Beirut

Israel: Haben hochrangigen Hisbollah-Kommandeur getötet

Im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Terrororganisation ist keine Deeskalation in Sicht. In der Nacht trifft ein heftiger israelischer Angriff erneut Ziele in Beirut

 01.04.2026

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Gutachten missverstanden: Bundestagsdienst bewertet Iran-Angriffe nicht abschließend

Laut Medienberichten hat der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages den Iran-Krieg als völkerrechtswidrig eingeordnet. Die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« widerspricht in einer Analyse dieser Darstellung nun

 01.04.2026

Frankfurt am Main

Jüdische Filmtage: Kino kündigt Kooperation, Organisatoren üben scharfe Kritik

Die Jüdische Gemeinde sieht »faktisch eine Kapitulation vor antisemitischem Druck«, während die Astor Film Lounge ihre Entscheidung verteidigt

von Imanuel Marcus  01.04.2026

Dresden/Leipzig

Hitlergruß: Urteil gegen Melanie Müller ist rechtskräftig

Das Urteil gegen die Schlagersängerin wegen des Zeigens des Nazigrußes ist rechtskräftig. Warum sie die Revision zurückzieht und was das für sie bedeutet

 01.04.2026

Pessach

Preis der Freiheit

Unabhängigkeit und Selbstbestimmung entstehen nicht von allein. Sie müssen erstritten, manchmal sogar erkämpft werden

von Josef Schuster  01.04.2026

Berlin

»Arrogante Belehrungen«: Israelische Botschaft kritisiert Castellucci scharf

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung übt Kritik an der Jerusalemer Regierung für die Ausweitung der Todesstrafe. Die israelische Botschaft spricht von Doppelmoral

 01.04.2026 Aktualisiert

Buenos Aires

Argentinien stuft Irans Revolutionsgarden als Terrororganisation ein

Präsident Javier Milei begründete den Schritt unter anderem mit dem Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum AMIA im Jahr 1994, bei dem 85 Menschen ermordet wurden

 01.04.2026

Ottawa

PFLP-Ableger: Kanada löst Samidoun auf

Der Schritt erfolgt wegen »Nichteinhaltung« gesetzlicher Vorgaben. In Kanada war die Gruppe zuvor als Terrororganisation eingestuft worden

 01.04.2026

Washington D.C.

Trump stellt baldiges Kriegsende in Aussicht

»Ob wir ein Abkommen haben oder nicht, ist jetzt irrelevant«, sagt der amerikanische Präsident

 01.04.2026