Berlin

Zentralratspräsident besorgt über Erstarken der Extreme

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Foto: picture alliance/dpa

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, zeigt sich besorgt über den AfD-Erfolg bei den Landtagswahlen in Ostdeutschland. »Ich hoffe sehr, dass wir uns davon erholen können«, sagte Schuster im Deutschlandfunk.

»Denn andererseits würde es bedeuten, gerade von jüdischer Seite aus, dass man sich ernsthaft überlegen müsste: Ist es weiterhin möglich, als Jude in Deutschland zu leben?«, so der Zentralratspräsident.

Das Wahlergebnis in Brandenburg sei alles andere als beruhigend, sagte Schuster. Zwar sei auch im Westen Deutschlands der Anteil der Menschen gestiegen, die extrem wählten. »Es ist ein Trend, aber eine Entwicklung, die in dieser Form – so sehe ich es - in den sogenannten alten Bundesländern wohl nicht so ausgeprägt ist.«

Neben der Ampel-Regierung sehe er auch die demokratische Opposition in der Pflicht. Die demokratischen Parteien müssten viel mehr zusammenarbeiten. Denn die wahre Opposition sei an den extremen Rändern.

Zum Thema der Migration forderte der Zentralratspräsident eine differenziertere Diskussion. Es sei klar, dass die ungeregelte Zuwanderung ein Problem darstelle. Allerdings sei der Anspruch auf Asyl auch ein sehr wichtiges Recht. In der Geschichte wären viel mehr jüdische Menschen gerettet worden, wenn es Asylmöglichkeiten gegeben hätte. dpa

Gedenkstätte

Buchenwald-Verbände lehnen »Kufiyas«-Kampagne ab

Die Initiatoren der Kampagne würden zudem die historische Dimension der NS-Verbrechen verkennen

 06.03.2026

Washington D.C.

Schätzung: US-Angriff auf Iran kostet jetzt schon Milliarden

Seit Samstag greifen die USA - zusammen mit Israel - den Iran aus der Luft an. Neben vielen anderen Fragezeichen hinter der Militäraktion ist auch unklar, wie viel das eigentlich kostet

 06.03.2026

Forschungsprojekt

Hochschule für Jüdische Studien will Schüler handlungsfähig machen

Antisemitischer Hass ist im Netz allgegenwärtig. Ein neues Projekt erforscht jetzt linken Judenhass - und befähigt Schüler, der Hetze entgegenzutreten. Entscheidend dabei: Medienkompetenz und historisches Wissen

von Volker Hasenauer  06.03.2026

Düsseldorf

AfD-Jugend NRW ist rechtsextremistischer Verdachtsfall

Neuer Name, aber nach Einschätzung der Behörden alte Strukturen: Der NRW-Verfassungsschutz hat die AfD-Jugend erneut im Visier

 06.03.2026

Teheran

Internet im Iran weiterhin gesperrt

Irans Sicherheitsapparat hat die Bevölkerung wegen des Kriegs vom Internet abgeschnitten. Nur wenige ausgewählte Menschen haben Netz

 06.03.2026

Bremen

Politikerin tritt nach Foto aus Holocaust-Ausstellung zurück

Ein Post mit Koffern aus einer Holocaust-Ausstellung brachte die Vizepräsidentin der Bremischen Bürgerschaft in Bedrängnis

 06.03.2026 Aktualisiert

Berlin

Trauer um Chamenei in Berliner Moschee

Auf dem Gelände der Moschee hingen mehrere Traueranzeigen, in denen der getötete Geistliche als Märtyrer bezeichnet wurde

 06.03.2026

Pforzheim

Antisemitismus im Wahlkampf: »Schabbat schalom, jetzt gibt’s AfD«

In einem Video verkleidet sich der AfD-Lokalpolitiker als »orthodoxer Jude« und bückt sich nach Geld auf der Straße. Inzwischen ist sein Kanal mit mehr als 30.000 Followern gelöscht, die AfD hat ein Auschlussverfahren eingeleitet. Die Jüdische Allgemeine hat sich die Clips genau angesehen

 06.03.2026 Aktualisiert

Kiew

Selenskyj: Haben wegen Irans Drohnen Hilfsanfrage der USA bekommen

Im Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg erhielt die Ukraine Unterstützung von den USA. Im Krieg der USA mit dem Iran ist es nun umgekehrt

 06.03.2026