Hildburghausen

Zahlreiche Rechtsrock-Konzerte im thüringischen Brattendorf

Rechtsextremist, Gastronom und Ausrichter zahlreicher Rechtsrock-Konzerte: Tommy Frenck Foto: picture alliance/dpa

Hildburghausen

Zahlreiche Rechtsrock-Konzerte im thüringischen Brattendorf

Ein Gasthaus im südthüringischen Brattendorf ist zu einem Treffpunkt der Neonazi-Szene geworden

 09.03.2026 15:06 Uhr

Im Gasthof des Thüringer Rechtsextremisten Tommy Frenck haben im vergangenen Jahr 63 Konzerte der Neonazi-Szene stattgefunden. Damit habe sich das Gasthaus im südthüringischen Brattendorf zu einem bundesweiten »Rechtsrock-Hotspot« entwickelt, sagte der Sprecher der Mobilen Beratung in Thüringen (Mobit), Felix Steiner, dem Mitteldeutschen Rundfunk (online) am Montag.

Laut Steiner ist der Besuch des Lokals in der Neonazi-Szene mittlerweile zu einer Art Event geworden. Besucher kämen zu Konzerten, nutzten das gastronomische Angebot und könnten Szeneartikel erwerben. In der Immobilie fänden auch immer wieder Veranstaltungen statt, die sich an Familien mit Kindern richteten.

Behörden sollen Kräfte bündeln

Behörden sollten prüfen, ob ein solcher Ort überhaupt für Kinder und Jugendliche zugänglich sein sollte, forderte Steiner.

Frenck meldet die Konzerte laut Bericht über eine Daueranmeldung an. Für den Barbereich, in dem die Auftritte stattfinden, seien demnach bis zu 40 Personen zugelassen. Häufig trete dieselbe Band an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen auf.

2018 von einer Firma aus der rechten Szene erworben

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) sagte dem Sender, angesichts der neuen Entwicklungen müsse geprüft werden, wo Behörden ihre Kräfte bündeln könnten. Dabei seien auch das Landratsamt und die Kommunen vor Ort gefragt. Ziel sei es, bestehende Netzwerke gegen Rechtsextremismus zu stärken und ein weiteres Wachstum der Szene zu verhindern.

Der Gasthof wurde 2018 von einer Firma aus dem Umfeld der rechtsextremen Szene gekauft. Zwei Jahre später ließ sich Frenck eine Grundschuld über 140.000 Euro in das Grundbuch eintragen.

Meinung

Im Zweifel für das Narrativ?

Die »tageszeitung« (taz) veröffentlichte einen Beitrag eines Deutsch-Palästinensers, der nicht nur unrichtige Aussagen enthält, sondern eine sehr fragwürdige Erzählung propagiert

von Michael Thaidigsmann  18.08.2026

Teheran

Iran: Öffnung der Straße von Hormus hängt von USA ab

Der Iran knüpft die Öffnung der Straße von Hormus an Bedingungen im Abkommen mit den USA. Ein Professor sagt, US-Präsident Donald Trump könne sich nicht still zurückziehen

 18.08.2026

Debatte

Zentralrat der Juden übt scharfe Kritik an Itamar Ben-Gvir

Israels rechtsextremer Minister Ben-Gvir wirbt unverhohlen für Tötungen im Gazastreifen. Das sorgt international für Entsetzen - auch beim jüdischen Dachverband in Deutschland

 18.08.2026 Aktualisiert

Wiesbaden

Hessen verbietet Verein Palästina e.V.

Sechs Objekte durchsucht, 35 Polizisten im Einsatz: Mit diesem Vereinsverbot geht Hessens Innenministerium gegen antisemitische Propaganda vor

 18.08.2026

Berlin

Der Senat fördert seit Jahren Islamismus-nahes Seelsorge-Projekt

Am Projekt »Muslimisches Seelsorge Telefon« ist mit »Islamic Relief« eine Organisation beteiligt, bei der das Bundesamt für Verfassungsschutz personelle Verflechtungen zur Muslimbruderschaft sieht

von Ralf Fischer  18.08.2026

Berlin

CDU-Außenpolitiker fordert EU-Sanktionen gegen Ben-Gvir

Immer wieder schockiert Israels Polizeiminister Ben-Gvir. Jetzt hat er zu mehr gezielten Tötungen in Gaza aufgerufen, nicht nur bei unmittelbarer Gefahr. Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, fordert Konsequenzen

 18.08.2026

Sachsen-Anhalt

Prominente unterstützen Kampagne gegen AfD-Alleinregierung

Mit Plakaten und einer Bustour will ein Bündnis auf die Folgen einer AfD-geführten Regierung aufmerksam machen. Welche Prominenten die Kampagne unterstützen und was geplant ist

 18.08.2026

Nahost

Trump droht Oman mit Angriff

Der Präsident wird erneut vulgär: »Wenn Oman im Weg steht, werden wir die Scheiße aus ihnen herausbomben«, erklärt er

 18.08.2026

Moskau

Russischer Oppositioneller Schlosberg zu elf Jahren Haft verurteilt

Wie begründet die russische Justiz dieses Urteil?

 18.08.2026