Washington D.C.

Witkoff: Iran will Uran für elf Atombomben gehabt haben

US-Unterhändler Steve Witkoff Foto: picture alliance / REUTERS

Der amerikanische Sondergesandte Steve Witkoff hat schwere Vorwürfe gegen Teheran erhoben. In einem Fernsehinterview schilderte er, iranische Unterhändler hätten zu Beginn der jüngsten Gespräche offen damit geprahlt, über ausreichend hoch angereichertes Uran für den Bau von elf Atomwaffen zu verfügen.

Gegenüber Fox News sagte Witkoff, die iranische Seite habe »ohne jede Scham« erklärt, sie kontrolliere 460 Kilogramm Uran mit einem Anreicherungsgrad von 60 Prozent. Dieses Material könne für elf Nuklearwaffen verwendet werden. »Das war der Beginn ihrer Verhandlungsposition«, so Witkoff. »Sie waren stolz darauf, dass sie sämtliche Kontrollmechanismen umgangen hatten, um an einen Punkt zu gelangen, an dem sie elf Atombomben liefern könnten.«

Nach Darstellung von Witkoff umfasst der gesamte iranische Bestand rund 10.000 Kilogramm spaltbares Material. Neben den 460 Kilogramm mit 60-prozentiger Anreicherung gebe es etwa 1000 Kilogramm mit 20 Prozent sowie weitere Mengen mit 3,67 Prozent Anreicherung.

Waffenfähiger Wert

Witkoff warnte, das bereits auf 60 Prozent angereicherte Uran könne innerhalb von sieben bis zehn Tagen auf 90 Prozent erhöht werden – ein Wert, der als waffenfähig gilt. Material mit 20 Prozent Anreicherung lasse sich binnen drei bis vier Wochen auf entsprechendes Niveau bringen.

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Zugleich verwies Witkoff darauf, dass US-Behörden davon ausgehen, amerikanische Angriffe im vergangenen Jahr hätten iranische Atomanlagen zerstört oder zumindest schwer beschädigt. Das würde Teherans Fähigkeit einschränken, angereichertes Uran tatsächlich in einsatzfähige Waffen umzuwandeln.

In den Gesprächen habe die iranische Delegation zudem auf einem »unveräußerlichen Recht« zur Urananreicherung bestanden. Die amerikanische Antwort sei unmissverständlich gewesen: »Wir haben geantwortet, dass der Präsident das unveräußerliche Recht hat, Sie komplett zu stoppen«, sagte Witkoff mit Blick auf Donald Trump.

Gescheiterte Verhandlungen

Trump habe ihn gemeinsam mit Jared Kushner beauftragt, ein umfassendes Abkommen auszuloten. Dieses sollte neben einem Stopp der Urananreicherung auch das iranische Raketenprogramm beenden, die Unterstützung verbündeter Milizen einstellen und die Marinekapazitäten abbauen, »damit wir freie Seewege haben«.

Man habe versucht, eine faire Vereinbarung zu erreichen, erklärte Witkoff. Doch bereits nach dem zweiten Treffen sei klar gewesen, dass ein Durchbruch kaum möglich sei. Eine dritte Gesprächsrunde habe es nur noch gegeben, »um es ein letztes Mal ernsthaft zu versuchen«. Die iranische Seite habe auf eine positive Darstellung gedrängt. »Es war kein positives Treffen«, so Witkoff. im

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