Bayern

»Wir sind zutiefst erschüttert«

Große Synagoge Augsburg Foto: dpa

Im Jüdischen Museum Augsburg Schwaben und in der Augsburger Großen Synagoge sind judenfeindliche Schmierereien entdeckt worden. Mitarbeiter hätten bereits Ende Mai ein Hakenkreuz sowie die Worte »Arbeit macht Frei« auf einem Plakat in der aktuellen Installation zum Pessachfest entdeckt, teilte das Museum am Donnerstag in Augsburg mit.

Zudem habe es rechtsextremistische und antisemitische Einritzungen im Gestühl der Frauenempore in der Synagoge gegeben. »Diese stellen eine unvorstellbare Respektlosigkeit und einen Angriff auf die Gefühle der Mitglieder der Israelitischen Kultusgemeinde dar«, hieß es. »Wir sind zutiefst erschüttert.«

RIAS Das Museum hat nach eigener Auskunft in Absprache mit der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Schwaben-Augsburg die Schmierereien und Einritzungen sowohl der Polizei und den Medien als auch der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Bayern gemeldet. »Wir hoffen, dass dies dazu beiträgt, die Öffentlichkeit gegenüber Rechtsextremismus und Antisemitismus zu sensibilisieren«, teilte die Einrichtung mit.

Das beschmierte Plakat habe die Polizei als Beweismittel mitgenommen, das Museum einen Ersatz aufgehängt. Das Synagogengestühl werde ein Restaurator reparieren. Zudem erklärte das Museum, zusammen mit der IKG werde man neue Strategien im Umgang mit solchen Vorfällen sowie Maßnahmen zur Prävention entwickeln.  kna/ja

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