Bayern

»Wir sind zutiefst erschüttert«

Große Synagoge Augsburg Foto: dpa

Im Jüdischen Museum Augsburg Schwaben und in der Augsburger Großen Synagoge sind judenfeindliche Schmierereien entdeckt worden. Mitarbeiter hätten bereits Ende Mai ein Hakenkreuz sowie die Worte »Arbeit macht Frei« auf einem Plakat in der aktuellen Installation zum Pessachfest entdeckt, teilte das Museum am Donnerstag in Augsburg mit.

Zudem habe es rechtsextremistische und antisemitische Einritzungen im Gestühl der Frauenempore in der Synagoge gegeben. »Diese stellen eine unvorstellbare Respektlosigkeit und einen Angriff auf die Gefühle der Mitglieder der Israelitischen Kultusgemeinde dar«, hieß es. »Wir sind zutiefst erschüttert.«

RIAS Das Museum hat nach eigener Auskunft in Absprache mit der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Schwaben-Augsburg die Schmierereien und Einritzungen sowohl der Polizei und den Medien als auch der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Bayern gemeldet. »Wir hoffen, dass dies dazu beiträgt, die Öffentlichkeit gegenüber Rechtsextremismus und Antisemitismus zu sensibilisieren«, teilte die Einrichtung mit.

Das beschmierte Plakat habe die Polizei als Beweismittel mitgenommen, das Museum einen Ersatz aufgehängt. Das Synagogengestühl werde ein Restaurator reparieren. Zudem erklärte das Museum, zusammen mit der IKG werde man neue Strategien im Umgang mit solchen Vorfällen sowie Maßnahmen zur Prävention entwickeln.  kna/ja

Meinung

Die jüdischen Studierenden wurden vergessen

Der grassierende Antisemitismus an deutschen Hochschulen ist aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden. Dabei geht das Problem nicht nur uns Juden an

von Ron Dekel  26.02.2026

Washington D.C.

Fehlende FBI-Vermerke in Epstein-Akten sorgen für Streit

Offenbar fehlen zentrale Dokumente zu den Aussagen einer Frau, die den heutigen Präsidenten Donald Trump beschuldigt hatte, sie in den 1980er Jahren als Minderjährige sexuell missbraucht zu haben

 26.02.2026

Basseterre

Vor Genfer Gesprächen: Rubio erhöht Druck auf Teheran

Die Weigerung des iranischen Regimes, über sein Raketenarsenal zu sprechen, stelle ein »großes Problem« dar, so der US-Außenminister

 26.02.2026

Iran

Trump-Berater bevorzugen israelischen Erstschlag

Vertraute des US-Präsidenten machen sich bereits Gedanken, wie sie die Unterstützung der amerikanischen Bevölkerung für einen Angriff gewinnen könnten

 26.02.2026

Epstein-Akten

Neuvermessung eines Monsters

Die Dokumente sind wie ein großes Puzzle. Sie räumen mit vielen Legenden auf und zeigen, wer den Aufstieg des millionenschweren Investors und Sexualstraftäters förderte – und davon profitierte

von Lennart Pfahler  26.02.2026

Eckernförde

Deutschland erhält autonomes Spionage-U-Boot aus Israel

Der unbemannte »BlueWhale« wird von Israel Aerospace Industries (IAI) gemeinsam mit dem deutschen Schiffbaukonzern Thyssenkrupp hergestellt

 25.02.2026

Washington D.C.

Fehlende Epstein-Akten zu Trump? Demokraten wollen Antworten

Das US-Justizministerium betont: »Wir haben nichts gelöscht.« Doch laut Demokraten fehlen in den veröffentlichten Akten Dokumente, die Verstrickungen Trumps zeigen sollen

 25.02.2026

Gedenkstätten

Panse: Israelkritik in Buchenwald ist »geschichtsvergessen«

Thüringens Antisemitismusbeauftragter Michael Panse kritisiert geplante israelfeindliche Aktionen beim Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald scharf. Mit einer öffentlichen Diskussion will er auf Aufklärung setzen

 25.02.2026

Wiesbaden

Deutschlandweiter Schlag gegen Hass und Hetze im Netz

Hitlergruß, Hakenkreuze, Hetze: Polizisten gehen in allen 16 Bundesländern gegen mutmaßliche politische Kriminalität im Netz vor. Rund 140 Ermittlungsverfahren laufen. Was steht besonders im Fokus?

 25.02.2026