Bayern

»Wir sind zutiefst erschüttert«

Große Synagoge Augsburg Foto: dpa

Im Jüdischen Museum Augsburg Schwaben und in der Augsburger Großen Synagoge sind judenfeindliche Schmierereien entdeckt worden. Mitarbeiter hätten bereits Ende Mai ein Hakenkreuz sowie die Worte »Arbeit macht Frei« auf einem Plakat in der aktuellen Installation zum Pessachfest entdeckt, teilte das Museum am Donnerstag in Augsburg mit.

Zudem habe es rechtsextremistische und antisemitische Einritzungen im Gestühl der Frauenempore in der Synagoge gegeben. »Diese stellen eine unvorstellbare Respektlosigkeit und einen Angriff auf die Gefühle der Mitglieder der Israelitischen Kultusgemeinde dar«, hieß es. »Wir sind zutiefst erschüttert.«

RIAS Das Museum hat nach eigener Auskunft in Absprache mit der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Schwaben-Augsburg die Schmierereien und Einritzungen sowohl der Polizei und den Medien als auch der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Bayern gemeldet. »Wir hoffen, dass dies dazu beiträgt, die Öffentlichkeit gegenüber Rechtsextremismus und Antisemitismus zu sensibilisieren«, teilte die Einrichtung mit.

Das beschmierte Plakat habe die Polizei als Beweismittel mitgenommen, das Museum einen Ersatz aufgehängt. Das Synagogengestühl werde ein Restaurator reparieren. Zudem erklärte das Museum, zusammen mit der IKG werde man neue Strategien im Umgang mit solchen Vorfällen sowie Maßnahmen zur Prävention entwickeln.  kna/ja

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Gutachten missverstanden: Bundestagsdienst bewertet Iran-Angriffe nicht abschließend

Laut Medienberichten hat der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages den Iran-Krieg als völkerrechtswidrig eingeordnet. Die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« widerspricht in einer Analyse dieser Darstellung nun

 01.04.2026

Frankfurt am Main

Jüdische Filmtage: Kino kündigt Kooperation, Organisatoren üben scharfe Kritik

Die Jüdische Gemeinde sieht »faktisch eine Kapitulation vor antisemitischem Druck«, während die Astor Film Lounge ihre Entscheidung verteidigt

von Imanuel Marcus  01.04.2026

Dresden/Leipzig

Hitlergruß: Urteil gegen Melanie Müller ist rechtskräftig

Das Urteil gegen die Schlagersängerin wegen des Zeigens des Nazigrußes ist rechtskräftig. Warum sie die Revision zurückzieht und was das für sie bedeutet

 01.04.2026

Pessach

Preis der Freiheit

Unabhängigkeit und Selbstbestimmung entstehen nicht von allein. Sie müssen erstritten, manchmal sogar erkämpft werden

von Josef Schuster  01.04.2026

Berlin

»Arrogante Belehrungen«: Israelische Botschaft kritisiert Castellucci scharf

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung übt Kritik an der Jerusalemer Regierung für die Ausweitung der Todesstrafe. Die israelische Botschaft spricht von Doppelmoral

 01.04.2026 Aktualisiert

Buenos Aires

Argentinien stuft Irans Revolutionsgarden als Terrororganisation ein

Präsident Javier Milei begründete den Schritt unter anderem mit dem Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum AMIA im Jahr 1994, bei dem 85 Menschen ermordet wurden

 01.04.2026

Ottawa

PFLP-Ableger: Kanada löst Samidoun auf

Der Schritt erfolgt wegen »Nichteinhaltung« gesetzlicher Vorgaben. In Kanada war die Gruppe zuvor als Terrororganisation eingestuft worden

 01.04.2026

Washington D.C.

Trump stellt baldiges Kriegsende in Aussicht

»Ob wir ein Abkommen haben oder nicht, ist jetzt irrelevant«, sagt der amerikanische Präsident

 01.04.2026

Norfolk

USA verstärken Präsenz im Nahen Osten: Dritter Flugzeugträger auf dem Weg

Die Mission ist schon länger geplant, doch die aktuelle Eskalation verleiht dem Einsatz zusätzliche Bedeutung

 01.04.2026