Berlin

Wedl-Wilson: Kampf gegen Antisemitismus dauert lange

Sarah Wedl-Wilson, Senatorin für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Foto: picture alliance/dpa

Berlin

Wedl-Wilson: Kampf gegen Antisemitismus dauert lange

Ein Untersuchungsausschuss zur Vergabe von Fördermitteln für Antisemitismusprojekte unter Wedl-Wilsons Vorgänger, Joe Chialo, wurde eingesetzt

 13.01.2026 11:48 Uhr

Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) ist überzeugt, dass antisemitische Einstellungen sich nur langfristig ändern lassen. Maßnahmen gegen Antisemitismus würden erst in zehn, 15 Jahren wirken, sagte Wedl-Wilson der »Berliner Morgenpost«: »Da geht es vor allem um die eigene Haltung. Wir alle müssen die Akzeptanz von verschiedenen Religionen in unserer DNA haben.«

Die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt steht in der Kritik wegen der Vergabe von Fördermitteln für Antisemitismusprojekte unter Wedl-Wilsons Vorgänger, Joe Chialo (CDU). Dazu wurde im Abgeordnetenhaus auf Antrag der Fraktionen der Grünen und der Linken ein Untersuchungsausschuss eingesetzt.

Druck war »riesengroß«

Wedl-Wilson sagte der Zeitung, sie werde im Untersuchungsausschuss Rede und Antwort stehen. Sie habe bei Bekanntwerden der Vorwürfe sofort den Rechnungshof gebeten, »das Ganze umfassend anzuschauen«.

Für die Vergabe der Fördermittel habe in dem entsprechenden Referat das Fachwissen gefehlt. »Der Druck, schnell etwas in der Antisemitismusbekämpfung zu unternehmen, war riesengroß«, sagte die Senatorin. epd

Österreich

Zwei Israelinnen in Wien vermisst

Die israelische Botschaft vor Ort bittet die Öffentlichkeit um Hilfe

 11.08.2026

Nordhessen

Vier Meter großes Hakenkreuz in Asphalt gebrannt

Die Polizei sucht nun nach den Täter, der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen

 11.08.2026

Nordrhein-Westfalen

Medienminister übt scharfe Kritik an Georg Restle und dem WDR

Nathaniel Liminiski (CDU): »Israel und das Judentum sind kein Freiwild für jeden Vorwurf, auch nicht für Journalisten«

 11.08.2026

Berlin

Neukölln verschärft Regeln: CDU-Politiker will bei Antisemitismus Gelder streichen

Sozialstadtrat Hannes Rehfeldt will Förderbescheide mit strengeren Vorgaben versehen und bei Verstößen die Finanzierung von Projekten stoppen

 11.08.2026

Washington D.C.

Trump soll Bedrohung durch Iran mit Geheimflug aus der Türkei entgangen sein

Wie schafften es die Bewacher des Präsidenten, ihn unerkannt in eine kleinere Maschine zu bringen und nach London zu fliegen?

 11.08.2026

Aberdeen

Israelfeindliche Aktivisten dringen in britisches Büro von US-Rüstungskonzern ein

Nach Angaben der Aktivistengruppe arbeitet das Unternehmen gemeinsam mit Elbit Systems aus Israel an mindestens einem Verteidigungsprojekt

 11.08.2026

Washington D.C.

Für Trump ist die Straße von Hormus wieder offen

Der US-Präsident sagt, die Meerenge sei von Minen geräumt und werde »zu 100 Prozent« von den USA kontrolliert. Der Iran dürfte das kaum so sehen

 11.08.2026

Iran

Ist Modschtaba Chamenei noch am Leben?

Äußerungen aus dem Umfeld der Regierung von Präsident Masoud Peseschkian lassen aufhorchen

 10.08.2026

Medien

Wo steckt die palästinensische Opposition?

Zwei taz-Essays erzählen eindringlich von palästinensischer und muslimischer Entfremdung in Deutschland. Sie lassen zugleich einen entscheidenden blinden Fleck im Nahostkonflikts unerwähnt

von Leeor Engländer  10.08.2026