Berlin

Wedl-Wilson: Kampf gegen Antisemitismus dauert lange

Sarah Wedl-Wilson, Senatorin für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Foto: picture alliance/dpa

Berlin

Wedl-Wilson: Kampf gegen Antisemitismus dauert lange

Ein Untersuchungsausschuss zur Vergabe von Fördermitteln für Antisemitismusprojekte unter Wedl-Wilsons Vorgänger, Joe Chialo, wurde eingesetzt

 13.01.2026 11:48 Uhr

Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) ist überzeugt, dass antisemitische Einstellungen sich nur langfristig ändern lassen. Maßnahmen gegen Antisemitismus würden erst in zehn, 15 Jahren wirken, sagte Wedl-Wilson der »Berliner Morgenpost«: »Da geht es vor allem um die eigene Haltung. Wir alle müssen die Akzeptanz von verschiedenen Religionen in unserer DNA haben.«

Die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt steht in der Kritik wegen der Vergabe von Fördermitteln für Antisemitismusprojekte unter Wedl-Wilsons Vorgänger, Joe Chialo (CDU). Dazu wurde im Abgeordnetenhaus auf Antrag der Fraktionen der Grünen und der Linken ein Untersuchungsausschuss eingesetzt.

Druck war »riesengroß«

Wedl-Wilson sagte der Zeitung, sie werde im Untersuchungsausschuss Rede und Antwort stehen. Sie habe bei Bekanntwerden der Vorwürfe sofort den Rechnungshof gebeten, »das Ganze umfassend anzuschauen«.

Für die Vergabe der Fördermittel habe in dem entsprechenden Referat das Fachwissen gefehlt. »Der Druck, schnell etwas in der Antisemitismusbekämpfung zu unternehmen, war riesengroß«, sagte die Senatorin. epd

Brüssel

900 Millionen Euro Herzenswärme

Knapp eine Milliarde Euro soll für den Wiederaufbau in den Gazastreifen gehen. Dass die Mittel am Ende tatsächlich in die zivile Infrastruktur fließen, ist zweifelhaft.

von Michael Thaidigsmann  13.07.2026

Studie

Judenhass ist »alltagsprägend« - auch in Baden-Württemberg

Antisemitische Vorfälle in Baden-Württemberg wurden 2025 erstmals systematisch ausgewertet. 335 wurden registriert. Es gab sie im Alltag von Jüdinnen und Juden wie in Sozialen Medien - und sogar im Bildungssektor

von Norbert Demuth  13.07.2026

Berlin

Studentenparlament der Humboldt-Universität fordert akademischen Boykott Israels

In einem Antrag wird die Uni aufgefordert, bestehende Kooperationen mit israelischen Universitäten und Forschungseinrichtungen zu beenden

 13.07.2026

Interview

»Würde mit Davidstern-Kette nicht in bestimmte Stadtviertel«

Die Bundesfamilienministerin (CDU) über Einsparungen in ihrem Ressort, das Programm »Demokratie leben« und ihre persönliche Betroffenheit vom wachsenden Antisemitismus in Deutschland

von Alexander Riedel, Birgit Wilke  13.07.2026

Essay

Wann endet ein Flüchtlingsstatus?

Der Flüchtlingsstatus ist kein Dauerzustand. Wer über Asyl spricht, muss auch über die Bedingungen sprechen, unter denen Schutz wieder entfallen sollte

von Steven Guttmann  13.07.2026

Berlin

Sicherheitspolitiker warnen vor iranischen Anschlägen in Deutschland

Eine iranische Tageszeitung ruft einer Online-Grafik zu Vergeltung gegen westliche Politiker auf. Unter den gezeigten Köpfen ist auch Kanzler Merz. Mehrere Politiker reagieren besorgt

 13.07.2026

Brüssel

Konferenz in Brüssel bringt fast 900 Millionen Euro für Gaza

Die humanitäre Lage im Gazastreifen ist katastrophal. Kann eine Gebergruppe helfen?

 13.07.2026

London

Großbritannien plant härteres Vorgehen gegen Revolutionsgarden

Mit einem neuen Sicherheitsgesetz will London härter gegen von feindlichen Staaten gelenkte Gruppen vorgehen. Auch lebenslange Haftstrafen sind möglich

 13.07.2026

Bericht

Zahl antisemitischer Straftaten in NRW steigt deutlich an

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der antisemitischen Straftaten 2025 auf einen Höchststand gestiegen. So verzeichnete die Statistik zu politisch motivierter Kriminalität 786 Straftaten, die offenbar aus Hass gegen Juden verübt wurden

 13.07.2026