Toronto

Unbekannte sabotieren Suche nach vermisster Esther

Die 14-jährige Esther wird seit gut einer Woche vermisst. Foto: Polizei Toronto

In Toronto wächst die Sorge um die 14-jährige Esther, die seit mehr als einer Woche vermisst wird. Während Polizei und Angehörige weiter intensiv nach der Jugendlichen suchen, sorgt ein anderes Detail in der Stadt für zusätzliche Bestürzung: Mehrere der aufgehängten Suchplakate wurden laut Polizei heruntergerissen. Kanadische Medien wie die CBC berichteten.

Esther, die autistisch ist, wurde zuletzt in der Nacht zum 16. Mai im Bereich Bathurst Street und Hotspur Road im Norden Torontos gesehen. Seitdem fehlt von ihr jede Spur. Die Polizei beschreibt das jüdische Mädchen als etwa 1,57 Meter groß, schlank bis durchschnittlich gebaut, mit braunen Haaren. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens trug sie einen türkisfarbenen Pullover sowie graue Jogginghose und war nach Angaben der Ermittler barfuß unterwegs.

Die Familie spricht von einer extrem belastenden Situation. Angehörige und freiwillige Helfer sind seit Tagen ununterbrochen im Einsatz, um Hinweise zu sammeln, Plakate zu verteilen und die Suche in der Nachbarschaft aufrechtzuerhalten. Besonders schwer wiegt für sie der Umgang mit den verschwundenen Suchaufrufen.

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Eine Sprecherin der Familie bezeichnete das Abreißen der Plakate als »verstörend und grausam«. In einer Stadt, die eigentlich zusammenstehen müsse, sei es kaum zu begreifen, dass Menschen aktiv Bemühungen behinderten, ein Kind zu finden. Die Familie hat zudem eine Belohnung von 25.000 Dollar für Hinweise ausgelobt, die zur sicheren Rückkehr von Esther führen.

Eine Sprecherin der örtlichen Polizei betonte, der Fokus richte sich ausschließlich auf die Suche nach der Jugendlichen. Gleichzeitig appellieren die Ermittler an die Bevölkerung, sich an den Bemühungen zu beteiligen und Hinweise direkt an die Polizei zu übermitteln.

Esthers Mutter schilderte ihre Tochter als hilfsbereites, offenes Mädchen, das schnell Vertrauen zu anderen Menschen fasst. Genau diese Eigenschaft bereitet der Familie große Sorgen. »Ich habe Angst, dass sie zu vertrauensvoll ist und jemand ihr schaden könnte«, sagte sie. Die Ungewissheit sei kaum auszuhalten.

Unterstützung aus der Bevölkerung

Auch Verwandte berichten von einer breiten Welle an Unterstützung aus der Bevölkerung. Viele Menschen hätten sich an Suchaktionen beteiligt, seien von Haus zu Haus gegangen oder hätten Kamerabilder überprüft. Gleichzeitig sei die Familie selbst auf die Suche konzentriert gewesen, ohne Zeit zu haben, das Ausmaß der Solidarität wirklich zu verarbeiten.

Die Polizei hat die Suche inzwischen auf eine höhere Einsatzstufe hochgefahren, was den Einsatz zusätzlicher Ressourcen wie Hunde-, Reiter- und Marineeinheiten ermöglicht. Zudem wurde eine eigene Hinweis-Hotline eingerichtet. im

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