Braunschweig

»Von 19.33 bis 19.45«

»Die Rechte« ist eine rechtsextremistische Kleinpartei und wurde 2012 in Hamburg gegründet. Foto: imago images / Pacific Press Agency

Die rechtsextremistische Partei »Die Rechte« hatte an diesem Dienstagabend von »19.33 bis 19.45« zu einer Mahnwache unter dem Motto »Freiheit für Palästina – Menschlichkeit ist nicht verhandelbar. Zionismus stoppen!« aufgerufen. Die Veranstaltung sollte, so die Ankündigung, am Braunschweiger Eiermarkt stattfinden.

Wie es bei der Stadtverwaltung am Nachmittag auf Nachfrage hieß, habe die Behörde die Auflagen erteilt, Versammlungsort und -zeit nicht zuzulassen.

PROVOKATION Das »Bündnis gegen Rechts Braunschweig« hatte die Ankündigung der Mahnwache zuvor als eine Provokation bezeichnet, die nicht nur durch die Uhrzeit, sondern auch durch den Veranstaltungsort »direkt gegenüber der Braunschweiger Synagoge und der Jüdischen Gemeinde Braunschweig« deutlich werde.

Das Bündnis hatte zu einer Gegenveranstaltung »Solidarität mit der jüdischen Gemeinde Braunschweig! Antisemitische Nazi-Versammlung an der Synagoge verhindern!« aufgerufen. Diese, so heißt es von Teilnehmern, soll trotz der abgesagten Neo-Nazi-Kundgebung auf jeden Fall stattfinden.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Vorgesehen sind Redebeiträge von Renate Wagner-Redding, der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Braunschweig, und Michael Fürst, dem Vorsitzenden des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen.

Die Rechte ist eine rechtsextremistische Kleinpartei, sie wurde 2012 in Hamburg gegründet. Nach Angaben des Verfassungsschutzes macht sie den in der Partei vertretenen Antisemitismus immer wieder durch zahlreiche Aktionen deutlich. ja

NRW

Anschlag auf jüdisches Gedenkprojekt in Mönchengladbach

Nach einer heftigen Explosion ermittelt der Staatsschutz. Die Polizei sucht Zeugen

 07.07.2026

Nahost

Bericht: Iran greift Handelsschiffe in der Straße von Hormus an

Die Revolutionsgarden drohen weiterhin mit Raketen- und Drohnenangriffen

 07.07.2026

Schönefeld

Wadephul reist zu Gesprächen nach Israel

Der Bundesaußenminister ist bereits auf dem Weg in den Nahen Osten. Die Liste der Themen ist lang

 07.07.2026

Interview

»Ich würde gerne mit Benjamin Netanjahu sprechen«

Der Podcaster Benjamin Berndt schreibt Mediengeschichte. Sein YouTube-Format »Ungeskriptet« erreicht Millionen. Ein Gespräch

von Sven Gösmann, Stella Venohr  07.07.2026

Diplomatie

Streit mit der Türkei: Wadephul stellt sich an die Seite Israels

Außenminister Johann Wadephul hat Aussagen seines türkischen Amtskollegen Hakan Fidan als »vollkommen unangemessen« bezeichnet. Fidan hatte Israel ein »Problem für die Menschheit« genannt

 07.07.2026 Aktualisiert

Jerusalem

»Antisemitische Hetze« und »Aufruf zum Völkermord«: Streit zwischen Israel und Türkei eskaliert

Türkeis Außenminister hatte Israel als Problem für die Menschheit bezeichnet, das nicht länger ertragen werden könne

 07.07.2026

USA

Wie Ägyptens Nationaltrainer bei der Fußball-WM Lügen über Israel verbreitet

Politische Botschaften sind während des Turniers eigentlich verboten. Ägyptens Trainer lässt sich davon nicht beeindrucken

 07.07.2026 Aktualisiert

Düsseldorf

Mehr als 600 Dokumente aus NS-Zeit an Gedenkstätten übergeben

Eine im November gestoppte Auktion hat zum Ankauf von mehr als 600 Dokumenten aus der NS-Zeit geführt. Im Düsseldorfer Landtag sind sie nun an Gedenkstätten, Erinnerungsorte und Archive übergeben worden

 06.07.2026

Hintergrund

UNRWA: Die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Israel-Lobby

Eine neue Studie der linksparteinahen Stiftung präsentiert jüdische und pro-israelische Organisationen in Deutschland pauschal als Sprachrohre der Regierung in Jerusalem

von Michael Thaidigsmann  06.07.2026