In der iranischen Hauptstadt Teheran harren viele Bewohner angesichts der israelischen Luftangriffe gegen das Mullah-Regime und Berichten über eine unsichere Lage in ihren Wohnungen aus. Mehrere Bewohner der Millionenmetropole berichteten davon, inzwischen so wenig möglich das Haus zu verlassen.
Auf den Hauptverkehrsachsen kontrollieren den Angaben nach unterdessen Sicherheitskräfte in kurzen Abständen Fahrzeuge und durchsuchen dabei auch die Handys der Insassen.
In Teheran berichteten Bewohner zudem von Angriffen mit kleinen bewaffneten Drohnen, die demnach auf Kontrollposten der Staatskräfte zielen . Am Mittwochabend war in Teheran und der Großstadt Karadsch, einem Vorort westlich der Hauptstadt, stundenlang die Flugabwehr im Einsatz.
»Wenn diese Situation anhält, wird das Leben wirklich schwierig und wir werden keine Sicherheit mehr haben«, sagte die 24-jährige Studentin Nilufar. »Zu Hause bleiben zu müssen und Angst zu haben, hinauszugehen, ist mein schlimmster Alptraum.«
Augenzeugen zufolge waren an mehreren Verkehrsknotenpunkten, darunter am Haft-e-Tir-Platz im Stadtzentrum, Spuren von Explosionen zu sehen. In der Bevölkerung wächst die Sorge vor möglichen Konflikten zwischen Staatskräften und bewaffneten Gruppen.
Auch regierungsnahe iranische Medien hatten zuvor von nicht näher beschriebenen »Zusammenstößen« berichtet. Andere Stimmen, vor allem unter Regierungsanhängern, glauben hingegen, die israelisch-amerikanischen Angriffe könnten die Bevölkerung zusammenschweißen. dpa