Nahost

Zahl verletzter US-Soldaten nach Drohnenangriff in Kuwait steigt

Ankunft eines im Iran-Krieg getöteten Soldaten in den USA. Experten warnen davor, dass die Besetzung von Gebieten die amerikanischen Soldaten einer deutlich größeren Gefahr aussetzen würde als bisher. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Nach einem iranischen Drohnenangriff auf eine US-Einrichtung in Kuwait ist das Ausmaß der Verluste offenbar deutlich größer als zunächst bekanntgegeben. CBS News erwähnt mehrere mit dem Vorgang vertraute Quellen, denen zufolge zahlreiche Militärangehörige schwere Verletzungen erlitten. Nach dem Vorfall war von sechs getöteten amerikanischen Soldaten und fünf Verletzten die Rede gewesen. Nun sind es offenbar weitaus mehr.

Der Angriff ereignete sich am 1. März zu Beginn des Krieges mit dem Iran. Ziel war ein taktisches Operationszentrum im Hafen von Schuaiba südlich von Kuwait-Stadt. Augenzeugen schilderten ein chaotisches Szenario nach dem Einschlag: Dichter Rauch habe das Gebäude rasch gefüllt und die Rettung der Eingeschlossenen erheblich erschwert.

Nach Angaben der Quellen befinden sich weiterhin mehr als 30 Soldaten mit Verletzungen in Krankenhäusern. Einer von ihnen wird im Brooke Army Medical Center behandelt, zwölf im Walter Reed National Military Medical Center nahe Washington. Etwa 25 weitere wurden in das Landstuhl Regional Medical Center in Deutschland gebracht.

Traumatische Hirnverletzungen

Rund 20 Verwundete trafen demnach erst am Dienstag mit einem Militärtransportflugzeug vom Typ Boeing C-17 Globemaster III in Landstuhl ein. Die Armee stufte ihre Verletzungen als dringend behandlungsbedürftig ein. Dazu zählen traumatische Hirnverletzungen, Gedächtnisverlust, Gehirnerschütterungen, Verbrennungen sowie Splitterverletzungen. In mindestens einem Fall könnte laut CBS News eine Amputation notwendig werden.

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Zur Unterstützung der Behandlung wurden mehr als hundert zusätzliche medizinische Kräfte nach Landstuhl entsandt. Zwei Soldaten galten unmittelbar nach dem Angriff zunächst als vermisst. Sie wurden später unter den Trümmern des zerstörten Gebäudes gefunden.

Nach Angaben des Pentagon wurden seit Beginn der Kämpfe gegen den Iran insgesamt rund 140 amerikanische Soldaten verwundet. Pentagon-Sprecher Sean Parnell erklärte, der Großteil dieser Verletzungen sei relativ leicht gewesen. »Die überwiegende Mehrheit dieser Verletzungen war geringfügig, und 108 Soldaten sind bereits wieder in den Dienst zurückgekehrt. Acht Soldaten gelten weiterhin als schwer verletzt und erhalten die bestmögliche medizinische Versorgung.«

»Mächtige Waffen«

Verteidigungsminister Pete Hegseth erläuterte vergangene Woche die Umstände des Angriffs. Trotz Luftabwehrsystemen könne es vorkommen, dass einzelne Geschosse durchkämen. »Man hat Luftabwehr, und vieles wird abgefangen. Aber hin und wieder gibt es leider eines, das durchkommt. In diesem Fall traf es ein befestigtes taktisches Operationszentrum, aber das sind sehr mächtige Waffen.«

Am selben Tag wurde bei einem weiteren Angriff auch in Saudi-Arabien mindestens ein amerikanischer Staatsbürger getötet. Wie viele Menschen dort verletzt wurden, ist bislang unklar. im

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