Geschichte

»Verschwindende Wand« erinnert an die Schrecken von Buchenwald

Eindrücklich: Kunstinstallation in Weimar zur Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald vor 76 Jahren Foto: imago images/Thomas Müller

Die Kunstinstallation »Verschwindenden Wand« auf dem Theaterplatz im thüringischen Weimar soll zum Jahrestag der Buchenwald-Befreiung an die Schrecken der NS-Herrschaft erinnern. Auf 6000 Holzklötzchen sind 163 Zitate von 99 Überlebenden der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora eingraviert worden.

Besucher können die Klötze mitnehmen, so dass am Ende nur noch ein leeres Plexiglas-Gitter übrig bleibt - sinnbildlich für das Verschwinden der letzten Zeitzeugen. Die interaktive Kunstinstallation geht zurück auf eine Idee der russischen Studentin Maria Yablonina und des Architekten Werner Sobek.

Seit dem Morgen ist auch eine überarbeitete Version der digitalen Fotoausstellung »Schwarz auf Weiß« (Erstveröffentlichung 2010) abrufbar. Über 10 000 historische Fotografien von der Entstehung des Lagers im Juli 1937 bis zu seiner Befreiung im April 1945 sind nun in neuer Anordnung zu sehen.

Der 76. Jahrestag der Buchenwald-Befreiung musste gestern mit Blick auf die Corona-Pandemie ohne große Gedenkfeier mit Überlebenden der Lager und weiteren Gästen auskommen. Die limitierte Gedenkveranstaltung im Nationaltheater Weimar und die Kranzniederlegung auf dem ehemaligen Appellplatz des Konzentrationslagers Buchenwald unter Teilnahme des Bundespräsidenten war in einem Livestream zu sehen. dpa

Terrorismus

Irans neue Front

Die Auftraggeber der aktuellen Anschlagsserie auf jüdische und amerikanische Einrichtungen in Europa sitzen offenbar in Teheran

von Michael Thaidigsman  29.04.2026

Debatte

Verfassungsschutz-Chef: Nicht jede radikale Kunst ist extremistisch

Seit dem Ausschluss dreier Buchläden für den Buchhandlungspreis wird über die Rolle des Verfassungsschutzes in der Kultur diskutiert. Der Thüringer Verfassungsschützer Kramer sieht den Schutz der Kunstfreiheit als Aufgabe

 29.04.2026

Debatte

Prien: Zu viele Mittel sind in die Förderung von linken Projekten geflossen

Mit ihrer Ankündigung, das Programm »Demokratie leben« zu reformieren, hat Ministerin Prien für viel Verunsicherung gesorgt. Überrascht hat sie das nicht. Ihr sei klar gewesen, damit »in ein Wespennest zu stechen«

 29.04.2026

Berlin

Jüdischer Verein meldet antisemitischen Angriff auf Mitarbeiter

Das Opfer entdeckt ein rotes Dreieck an der Klingelanlage seines Wohnhauses. Sein Klingelknopf ist ebenfalls rot markiert

 29.04.2026

Freiburg

Antisemitischer Angriff auf koscheren Food Truck

Das Fahrzeug wurde mit Farbsprays besprüht. Außerdem klebten die Täter palästinensische Terrorsymbole auf den Bus

 29.04.2026

Potsdam

Andreas Büttner erschüttert über Ermittlungsergebnis

Bei dem Anschlag am frühen Morgen des 4. Januar wurde ein Nebengebäude auf dem Grundstück des Antisemitismusbeauftragten in Templin in Brand gesetzt

 29.04.2026

Jom Haazmaut

Leipzig feiert den 78. Unabhängigkeitstag Israels

Botschafter Ron Prosor spricht von »Optimismus, Lebensfreude und Tatendrang«

von Detlef David Kauschke  29.04.2026

Berlin

Finanzsenator übernimmt Amt von Sarah Wedl-Wilson

Stefan Evers soll die Leitung der Kulturverwaltung mit übernehmen - zumindest für die nächsten fünf Monate

 29.04.2026

Nahost

Israel beklagt Toten nach Hisbollah-Drohnenangriff

Ein ziviler Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums ist tot. In Nordisrael wächst der Unmut über die Waffenruhevereinbarung mit dem Libanon

 29.04.2026