Berlin

Verleihung von Bundesverdienstkreuz an Margot Friedländer verschoben

Die 103 Jahre alte Holocaust-Überlebende Margot Friedländer erhielt bei der Westfälischen Friedenskonferenz den erstmals vergebenen »Sonderpreis des Internationalen Preises des Westfälischen Friedens«. Foto: picture alliance/dpa/dpa Pool

Die geplante Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist noch einmal verschoben worden. Darum habe Friedländer kurzfristig gebeten, wie Steinmeiers Sprecherin Cerstin Gammelin am Freitag auf Anfrage sagte. Die Übergabe solle so schnell wie möglich nachgeholt werden, einen Termin gebe es dafür noch nicht.

Der Bundespräsident wollte der 103-Jährigen eigentlich am selben Tag im Schloss Bellevue das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik verleihen. Friedländer hatte bereits 2011 das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten, eine niedrigere Stufe des Ordens.

Gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung

Friedländer überlebte als einzige ihrer direkten Familie die Schoah. Nach mehr als sechs Jahrzehnten in New York kehrte sie im Alter von 88 Jahren in ihre Heimat Berlin zurück. Sie engagiert sich für Demokratie sowie gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung. kna

Schweiz

Ein Importverbot von koscherem Fleisch gefährdet jüdisches Leben

Ein Kommentar von Jonathan Kreutner, Generalsekretär des jüdischen Dachverbands SIG

von Jonathan Kreutner  02.10.2026

Madrid

Kritik an Zara wegen Halloween-Kostüm mit Ähnlichkeit zu KZ-Kleidung

Die Hintergründe

 02.10.2026

Sacramento

Kalifornien führt »jüdisch« als ethnische Kategorie ein

Gouverneur Gavin Newsom unterschrieb mehrere Gesetze, die für Juden in dem Bundesstaat relevant sind

 02.10.2026

Essay

Die Demokratie gegen ihre Abschaffung verteidigen

Warum die AfD als Partei verboten werden müsste – und weshalb das eben nicht undemokratisch ist

von Stephan Lehnstaedt  02.10.2026

Delft/Niederlande

Publikum beschimpft Angehörige eines Hamas-Opfers bei »NAZA«-Vorführung

Sabine Tassa, deren Ehemann und Sohn am 7. Oktober 2023 ermordet wurden, kritisiert die Doku. Das Publikum will nichts davon hören

 02.10.2026

Jerusalem

Herzog über mögliche Linken-Regierung in Berlin: »Das ist äußerst verstörend«

Im ausführlichen Interview mit der WELT spricht der israelische Präsident auch über den »Fly Dubai«-Angriff, den Iran und das britische Embargo gegen sein Land

 02.10.2026

Genf

Sharabi fordert UN-Menschenrechtsrat zur Anerkennung von Geiselmisshandlungen als Folter auf

»Mein Name ist Eli Sharabi. Ich bin ein Überlebender von Folter«, so der ehemalige Verschleppte vor dem Gremium

 02.10.2026

Besuch

Berlins scheidender Regierungschef reist nach Israel

Israels Botschafter in Deutschland äußerte kürzlich Sorge um die Sicherheit der jüdischen Community in der deutschen Hauptstadt. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner reist nun nach Tel Aviv

 02.10.2026

Kommentar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026