Berlin

Verleihung von Bundesverdienstkreuz an Margot Friedländer verschoben

Die 103 Jahre alte Holocaust-Überlebende Margot Friedländer erhielt bei der Westfälischen Friedenskonferenz den erstmals vergebenen »Sonderpreis des Internationalen Preises des Westfälischen Friedens«. Foto: picture alliance/dpa/dpa Pool

Die geplante Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist noch einmal verschoben worden. Darum habe Friedländer kurzfristig gebeten, wie Steinmeiers Sprecherin Cerstin Gammelin am Freitag auf Anfrage sagte. Die Übergabe solle so schnell wie möglich nachgeholt werden, einen Termin gebe es dafür noch nicht.

Der Bundespräsident wollte der 103-Jährigen eigentlich am selben Tag im Schloss Bellevue das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik verleihen. Friedländer hatte bereits 2011 das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten, eine niedrigere Stufe des Ordens.

Gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung

Friedländer überlebte als einzige ihrer direkten Familie die Schoah. Nach mehr als sechs Jahrzehnten in New York kehrte sie im Alter von 88 Jahren in ihre Heimat Berlin zurück. Sie engagiert sich für Demokratie sowie gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung. kna

Standpunkt

Braucht es ein Verbot?

Warum gerade Juden einen Social-Media-Stopp für Jugendliche unter 16 Jahren unterstützen sollten

von Daniel Neumann  27.02.2026

Meinung

Kein Geld mehr für die UNRWA

Die CDU hat auf ihrem Bundesparteitag einen Stopp deutscher Zahlungen an das Flüchtlingshilfswerk für die Palästinenser gefordert. Warum der Beschluss richtig ist

von Michael Thaidigsmann  27.02.2026

Meinung

Olympia: Mehr als ein Regelbruch

Das israelische Bobteam wurde disqualifiziert – doch dahinter steht eine Geschichte von Loyalität, Koexistenz und Mut

von Sabine Brandes  27.02.2026

Essay

Ich habe Xavier Naidoos öffentlicher Abbitte geglaubt ...

Da steht er also wieder vor dem Kanzleramt. Nicht als Sänger, nicht als geläuterter Rückkehrer, nicht als jemand, der seine eigenen Irrwege wirklich aufgearbeitet hätte, sondern als Lautsprecher für den nächsten verschwörungsideologischen Ausnahmezustand

von Serdar Somuncu  27.02.2026

Analyse

Hamas-naher Verein organisiert pro-palästinensische Demos

Anadolu Gençlik Derneği gibt sich in Deutschland betont moderat, doch die Mutterorganisation in der Türkei zeigt ihre Terrorverbindungen offen

 27.02.2026

Washington D.C.

Ex-Präsident Clinton sagt vor US-Kongress zu Epstein aus

Erst Ex-Außenministerin Hillary Clinton, nun ihr Mann, Bill Clinton: Erstmals seit mehr als 40 Jahren sagt heute ein Ex-Präsident vor dem US-Kongress aus

 27.02.2026

Ehrung

Bundesverdienstkreuz für Holocaust-Überlebende Renate Aris

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer überreicht am Dienstag mehrere Bundesverdienstkreuze. Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die höchste deutsche Anerkennung für Menschen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen

 27.02.2026

Schmähplastik

Straßburg bestätigt deutsche Urteile: Wittenberger »Judensau« bleibt

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erklärt die Eingabe eines jüdischen Rentners für unzulässig. Die Entscheidung ist endgültig

 27.02.2026

Montréal

Bericht über IDF-Soldaten als Gastredner an jüdischen Schulen löst Angst aus

Kritiker argumentieren, öffentlich geförderte Schulen dürften während eines Krieges keine Plattform für militärnahe Beiträge bieten. Eltern sorgen sich eher darum, dass die Schulen ihrer Kinder bloßgestellt worden seien

 27.02.2026