Washington D.C.

USA verhängen Sanktionen gegen palästinensische Funktionäre

Palestinänserpräsudent Mahmud Abbas und der Rest der Führungsriege in Ramallah Foto: picture alliance / SIPA

Die amerikanische Regierung hat heute Sanktionen gegen Funktionäre der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) verhängt. Wie das Außenministerium in Washington D.C. mitteilte, sollen betroffene Personen keine Einreisevisa mehr erhalten. Grundlage dafür ist der Middle East Peace Commitments Act (MEPCA) von 2002.

Nach Einschätzung des Ministeriums verstoßen die PA und die PLO gegen zentrale Verpflichtungen, die sie in früheren Vereinbarungen gegenüber den Vereinigten Staaten eingegangen seien. Genannt werden unter anderem diplomatische Initiativen vor internationalen Gremien wie dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) und dem Internationalen Gerichtshof (IGH).

Darüber hinaus wirft die US-Regierung den palästinensischen Stellen die fortgesetzte Unterstützung von Terrorismus vor. In der Erklärung heißt es, die PA fördere Gewalt unter anderem durch »Anstiftung und Glorifizierung« – speziell in Schulbüchern –, sowie durch Zahlungen an palästinensische Attentäter und deren Angehörige. Diese Praxis, im Englischen als »Pay for Slay« bezeichnet, war in den vergangenen Jahren wiederholt Gegenstand internationaler Kritik.

Lesen Sie auch

Die Visasperren sind laut Außenministerium ein »notwendiger Schritt zur Wahrung der nationalen Sicherheitsinteressen der Vereinigten Staaten«. Es gelte, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und deutlich zu machen, dass Verstöße gegen Friedensverpflichtungen Konsequenzen hätten.

Angespanntes Verhältnis

Das Verhältnis zwischen der US-Regierung und der palästinensischen Führung gilt seit Jahren als angespannt. Dies gilt offensichtlich sowohl für die Hamas, die Gaza bisher regierte, als auch die PA.

Zwar hatte Präsident Joe Biden im Gegensatz zu seinem Vorgänger und Nachfolger Donald Trump wieder diplomatische Kontakte zur PA aufgenommen, doch blieb das Vertrauen in Palästinenserführer Mahmud Abbas, der vor 19 Jahren für vier Jahre gewählt wurde, und den Rest der Führung gering.

Eine offizielle Reaktion der Palästinensischen Autonomiebehörde lag zunächst nicht vor.

Islamismus

»Gesetze im Sinne der Scharia verändern«

Der Investigativjournalist Sascha Adamek über Unterwanderung, Terrorismus und den Verfassungsschutz

von Ninve Ermagan  25.08.2026

Exklusiv-Interview

Götz Aly: »Anders als Hitler ist die AfD nicht kriegslüstern«

Der Historiker und Bestsellerautor über die Radikalisierung des NS-Regimes, Vergleiche zwischen dem Ende der Weimarer Republik mit der heutigen Zeit und die Sinnhaftigkeit eines AfD-Verbots

von Michael Thaidigsmann  25.08.2026

Parteien

Umfrage: So denken die Deutschen über die AfD

Brandmauer? Parteiverbot? Das Insa-Institut hat nachgefragt

 25.08.2026

Washington D.C./Teheran

Iran soll Kopfgeld auf Barron Trump ausgesetzt haben

Unter dem Titel »Wo kann man Barron Trump töten?« widmete das iranische Staatsfernsehen dem 20-Jährigen einen dreiminütigen Beitrag

 25.08.2026

Frankreich

Raphaël Glucksmann will Präsident werden – und spaltet die Linke

Der jüdische Europaabgeordnete stammt aus einer politisch und intellektuell geprägten Familie

 25.08.2026

Norwegen

Wandbild in Oslo ehrt palästinensische Terroristin

Ein überdimensionales Wandbild im Zentrum der norwegischen Hauptstadt zeigt unter anderen die frühere PFLP-Terroristin Leila Khaled, die von der verantwortlichen Gruppe als »Widerstandskämpferin« bezeichnet wird

 25.08.2026 Aktualisiert

Washington D.C./Teheran

USA wollen Teheran mit neuen Sanktionen in die Knie zwingen

Washington beabsichtigt, Irans Einnahmequellen trockenzulegen, um die Führung in Teheran zum Einlenken zu bewegen. Finanzminister Bessent spricht Drohungen aus, aber vieles bleibt unklar

 25.08.2026

Brandenburg

Antisemitismusbeauftragter Büttner für schärferes Strafrecht

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat ein strengeres Strafrecht gegen Judenhass gefordert. Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter schließt sich an

 24.08.2026

Dresden

Unbekannter entwendet Kippa

Der Staatsschutz der Dresdner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen

 24.08.2026