Krieg

USA melden Zerstörung iranischer Schnellboote

US-Präsident Donald Trump Foto: picture alliance / Xinhua News Agency

Die USA haben inmitten einer Waffenruhe im Iran-Krieg mehrere Schnellboote der Islamischen Republik zerstört. Präsident Donald Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social von sieben Schiffen, der Kommandeur des zuständigen Regionalkommandos (Centcom), Admiral Brad Cooper, berichtete von sechs versenkten Booten.

Trump schrieb zur Begründung, der Iran habe einige in dem Krieg unbeteiligte Nationen angegriffen – darunter ein südkoreanisches Frachtschiff. Abgesehen von diesem Schiff sei bislang kein weiteres bei der Durchfahrt der Straße von Hormus zwischen dem Iran und dem Oman zu Schaden gekommen. 

Der staatliche iranische Rundfunk dementierte die Berichte über versenkte Schnellboote unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Militärquelle.

Was der Centcom-Kommandeur über die US-Angriffe sagt

CNN zitierte Admiral Cooper mit der Aussage, dass der Iran zuvor mehrere Marschflugkörper, Drohnen und kleine Boote gegen US-Kriegsschiffe sowie geschützte Handelsschiffe eingesetzt habe. Die iranischen Boote seien daraufhin von US-Hubschraubern angegriffen worden.

Die US-Streitkräfte hätten zudem einen Durchgang durch die strategisch wichtige Meerenge gesichert. Eine direkte Eskorte ziviler Schiffe gebe es jedoch nicht, sagte Cooper. 

US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag eine neue Initiative angekündigt, um Schiffe zu »befreien«, die nahe der Straße von Hormus festsitzen. Die Initiative startete nach US-Angaben am Montag.

Schiffe aus 87 Nationen sollen festsitzen

Aktuell befänden sich Schiffe 87 verschiedener Nationen im Persischen Golf, teilte Cooper auf X mit. Bei ihnen handele es sich um »neutrale und unschuldige Dritte«. Innerhalb der vergangenen zwölf Stunden hätten die USA zu Dutzenden Schiffen und Reedereien den Kontakt aufgenommen, um den Verkehr durch die für den Welthandel wichtigen Meerenge voranzutreiben. 

Seit Anfang April gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe, die Trump zuletzt einseitig auf unbestimmte Zeit verlängert hatte. dpa

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