Washington D.C.

USA kündigen mehrtägige Militärübungen im Nahen Osten an

Ein Marinesoldat an Bord der USS Abraham Lincoln Foto: picture alliance / Anadolu

Angesichts der angespannten Lage mit Iran haben die USA umfangreiche militärische Luftübungen im Nahen Osten angekündigt. Die Manöver sollen sich über mehrere Tage erstrecken und die Fähigkeit demonstrieren, Luftstreitkräfte schnell in der Region zu verlegen und dauerhaft einsatzfähig zu halten. US-Präsident Donald Trump sprach in diesem Zusammenhang von einer »schönen Armada«, die sich in der Nähe Irans befinde.

Nach Angaben der US-Luftstreitkräfte im Zuständigkeitsbereich des Zentralkommandos (CENTCOM) handelt es sich um eine »mehrtägige Bereitschaftsübung«, mit der die Einsatzfähigkeit von Personal und Material unter realistischen Bedingungen getestet werden soll. Ziel sei es, die Verteilung von Kräften zu verbessern, regionale Partnerschaften zu stärken und auf flexible Reaktionsszenarien vorbereitet zu sein.

Zeitpunkt, Ort und genaue Zusammensetzung der eingesetzten Einheiten wurden nicht bekanntgegeben. Beobachter werten die Ankündigung jedoch als bewusstes Signal militärischer Stärke in einer Phase wachsender Spannungen zwischen Washington und Teheran. Hintergrund sind Überlegungen im Weißen Haus, auf das harte Vorgehen der iranischen Führung gegen regimekritische Proteste mit neuen militärischen Maßnahmen zu reagieren.

»Sicherheit und Stabilität«

Bereits zu Wochenbeginn hatte CENTCOM bestätigt, dass der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln mit Begleitschiffen in der Region eingetroffen ist. Das nuklearbetriebene Schiff führt mehrere Dutzend Kampfflugzeuge und wird von Lenkwaffenzerstörern mit Luftabwehrsystemen geschützt. Zusätzlich verlegten die USA ein Geschwader von F-15E-Kampfflugzeugen in den Nahen Osten. Auch Großbritannien entsandte Typhoon-Jets, nach eigenen Angaben mit defensivem Auftrag.

Lesen Sie auch

CENTCOM erklärte, der Flugzeugträgerverband sei im Nahen Osten stationiert, »um regionale Sicherheit und Stabilität zu fördern«. Trump formulierte es deutlich drastischer. In einem Interview sagte er, die USA verfügten über »eine große Armada neben Iran – größer als die vor Venezuela«.

Zugleich ließ der Präsident Gesprächsbereitschaft erkennen. Iran wolle verhandeln, erklärte Trump: »Sie wollen einen Deal machen.« Zugleich hatte er zuvor mit Angriffen gedroht, sollte es zu Massenhinrichtungen oder weiteren Tötungen von Demonstranten kommen. Später erklärte er, die Gewalt habe nachgelassen.

Menschenrechtsorganisationen zeichnen ein deutlich düsteres Bild. Während die iranische Regierung von etwas mehr als 3100 Toten spricht, schätzt eine in den USA ansässige Menschenrechtsgruppe die Zahl der Todesopfer auf 36.000. Andere Aktivisten gehen sogar von mehr als 30.000 Toten aus. Zensurmaßnahmen und landesweite Internetsperren erschweren jedoch eine unabhängige Überprüfung. im

Berlin

DIG fordert klare EU-Entscheidung gegen Revolutionsgarden

Volker Beck, der Präsident der Organisation, erklärt, die Maßnahmen müssten über symbolische Schritte hinausgehen

 28.01.2026

Berlin

Feuer im Jüdischen Krankenhaus: Kein antisemitisches Motiv

Durch das Feuer wurden 14 Personen verletzt

 28.01.2026

New York

UNO-Vollversammlung: Holocaust-Überlebende hält erste Rede auf Hebräisch

»Der Holocaust begann nicht mit den Gaskammern. Er begann mit Worten, Hetze, Propaganda, Witzen, Anschuldigungen und Gleichgültigkeit«, sagt Sara Weinstein

 28.01.2026

New York

»Fucking Jew«: Rabbiner beleidigt und angegriffen

Der Angreifer soll das Opfer antisemitisch beleidigt und ihm ins Gesicht geschlagen haben

 28.01.2026

Krakau

»Geht zurück nach Israel«: Ultraorthodoxe Israelis am Flughafen angefeindet

Am Flughafen wird eine Gruppe Charedim verbal attackiert und bedrängt. Ein Video zeigt den antisemitischen Vorfall

 28.01.2026

Berlin

Antisemitische Parolen bei Auschwitz-Gedenken

Einer 59-jährigen Frau wird vorgeworfen, im Umfeld einer Veranstaltung am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus volksverhetzende Äußerungen getätigt zu haben

 28.01.2026

Berlin

Feuer in Jüdischem Krankenhaus - Hinweise auf politische Tat

Eine brennende Matratze, dichter Rauch und mehrere Verletzte - Feueralarm in der Nacht. Ein Patient wird festgenommen

 28.01.2026

Brüssel

Schoa-Überlebende im EU-Parlament: Alle Kinder sollen leben dürfen

Das Europaparlament gedenkt der Befreiung von Auschwitz und hört einer Zeitzeugin zu. Präsidentin Metsola will »Nie wieder« als Kompass für heutige Entscheidungen

von Nicola Trenz  27.01.2026

Kairo/Berlin

Ägypten verbietet Buch zu Gaza-Krieg - Autoren: Das Interesse ist riesig

Ihr Streitgespräch über den Nahostkonflikt sorgte in Deutschland für viel Aufmerksamkeit - doch Ägyptens Zensur verbietet das Buch von Philipp Peyman Engel und Hamed Abdel-Samad. Die Autoren nehmen es eher gelassen

 27.01.2026