Paris

Nationaler Widerstandsrat will Übergangsregierung im Iran stellen

Maryam Rajavi vom Nationalen Widerstandsrat Iran Foto: picture alliance / SIPA

Die Exilgruppe Nationaler Widerstandsrat Iran erhebt den Anspruch, bei einem Sturz der Machthaber in Teheran eine provisorische Regierung aufzustellen. Diese solle auf einem Zehn-Punkte-Plan ihrer Führungsfigur Maryam Rajavi basieren, teilte die Exilgruppe an ihrem Sitz in Paris mit.

Die Aufgabe dieser Regierung werde es sein, die Macht innerhalb von sechs Monaten nach dem Sturz der derzeitigen Machthaber durch eine Wahl an das Volk zu übertragen, hieß es. Eine Regierung unter Reza Pahlavi, dem in den USA im Exil lebenden Sohn des früheren iranischen Schahs, lehne der Nationale Widerstandsrat ebenso ab wie eine klerikale Regierung. 

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Der Nationale Widerstandsrat Iran entstand 1981 aus den sogenannten Volksmudschahedin. Die Exil-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, das Herrschaftssystem im Iran zu stürzen. Die Organisation ist jedoch äußerst umstritten und wird innerhalb und außerhalb des Iran auch von Oppositionellen größtenteils abgelehnt. Im Iran ist die Gruppe verboten.

Die ursprünglich islamistisch-sozialistische Bewegung der Volksmudschahedin (MEK), die vom Irak aus bewaffnet gegen den Iran vorging, stand in der EU und den USA zeitweise auf der Terrorliste. Kritiker halten ihre Strukturen für undemokratisch und totalitär.

Die Gruppierung teilte in Paris mit, sie verfüge faktisch über eine Befreiungsarmee, die in der Lage sei, auch in den am stärksten gesicherten Bereichen des Iran zu operieren. Außer Widerstandseinheiten habe sie auch ein soziales Netzwerk an Unterstützern sowie ein Geheimdienstnetzwerk. dpa

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