Paris

Nationaler Widerstandsrat will Übergangsregierung im Iran stellen

Maryam Rajavi vom Nationalen Widerstandsrat Iran Foto: picture alliance / SIPA

Die Exilgruppe Nationaler Widerstandsrat Iran erhebt den Anspruch, bei einem Sturz der Machthaber in Teheran eine provisorische Regierung aufzustellen. Diese solle auf einem Zehn-Punkte-Plan ihrer Führungsfigur Maryam Rajavi basieren, teilte die Exilgruppe an ihrem Sitz in Paris mit.

Die Aufgabe dieser Regierung werde es sein, die Macht innerhalb von sechs Monaten nach dem Sturz der derzeitigen Machthaber durch eine Wahl an das Volk zu übertragen, hieß es. Eine Regierung unter Reza Pahlavi, dem in den USA im Exil lebenden Sohn des früheren iranischen Schahs, lehne der Nationale Widerstandsrat ebenso ab wie eine klerikale Regierung. 

Lesen Sie auch

Der Nationale Widerstandsrat Iran entstand 1981 aus den sogenannten Volksmudschahedin. Die Exil-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, das Herrschaftssystem im Iran zu stürzen. Die Organisation ist jedoch äußerst umstritten und wird innerhalb und außerhalb des Iran auch von Oppositionellen größtenteils abgelehnt. Im Iran ist die Gruppe verboten.

Die ursprünglich islamistisch-sozialistische Bewegung der Volksmudschahedin (MEK), die vom Irak aus bewaffnet gegen den Iran vorging, stand in der EU und den USA zeitweise auf der Terrorliste. Kritiker halten ihre Strukturen für undemokratisch und totalitär.

Die Gruppierung teilte in Paris mit, sie verfüge faktisch über eine Befreiungsarmee, die in der Lage sei, auch in den am stärksten gesicherten Bereichen des Iran zu operieren. Außer Widerstandseinheiten habe sie auch ein soziales Netzwerk an Unterstützern sowie ein Geheimdienstnetzwerk. dpa

Medien

Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026 Aktualisiert

Terrorismus

Irans neue Front

Die Auftraggeber der aktuellen Anschlagsserie auf jüdische und amerikanische Einrichtungen in Europa sitzen offenbar in Teheran

von Michael Thaidigsman  29.04.2026

Debatte

Verfassungsschutz-Chef: Nicht jede radikale Kunst ist extremistisch

Seit dem Ausschluss dreier Buchläden für den Buchhandlungspreis wird über die Rolle des Verfassungsschutzes in der Kultur diskutiert. Der Thüringer Verfassungsschützer Kramer sieht den Schutz der Kunstfreiheit als Aufgabe

 29.04.2026

Debatte

Prien: Zu viele Mittel sind in die Förderung von linken Projekten geflossen

Mit ihrer Ankündigung, das Programm »Demokratie leben« zu reformieren, hat Ministerin Prien für viel Verunsicherung gesorgt. Überrascht hat sie das nicht. Ihr sei klar gewesen, damit »in ein Wespennest zu stechen«

 29.04.2026

Berlin

Jüdischer Verein meldet antisemitischen Angriff auf Mitarbeiter

Das Opfer entdeckt ein rotes Dreieck an der Klingelanlage seines Wohnhauses. Sein Klingelknopf ist ebenfalls rot markiert

 29.04.2026

Freiburg

Antisemitischer Angriff auf koscheren Food Truck

Das Fahrzeug wurde mit Farbsprays besprüht. Außerdem klebten die Täter palästinensische Terrorsymbole auf den Bus

 29.04.2026

Potsdam

Andreas Büttner erschüttert über Ermittlungsergebnis

Bei dem Anschlag am frühen Morgen des 4. Januar wurde ein Nebengebäude auf dem Grundstück des Antisemitismusbeauftragten in Templin in Brand gesetzt

 29.04.2026

Jom Haazmaut

Leipzig feiert den 78. Unabhängigkeitstag Israels

Botschafter Ron Prosor spricht von »Optimismus, Lebensfreude und Tatendrang«

von Detlef David Kauschke  29.04.2026

Berlin

Finanzsenator übernimmt Amt von Sarah Wedl-Wilson

Stefan Evers soll die Leitung der Kulturverwaltung mit übernehmen - zumindest für die nächsten fünf Monate

 29.04.2026