Krieg

USA: Keine gesicherten Erkenntnisse über die Geschehnisse

Die US-Regierung steht nach einer Katastrophe mit Dutzenden Toten an einem Hilfsgüterkonvoi in Gaza mit der israelischen Regierung in Kontakt und verlangt Antworten. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die US-Regierung steht nach einer Katastrophe mit Dutzenden Toten an einem Hilfsgüterkonvoi in Gaza mit der israelischen Regierung in Kontakt und verlangt Antworten. Es sei das Verständnis der USA, dass eine Untersuchung im Gange sei, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Matthew Miller, am Donnerstag.

»Wir werden diese Untersuchung genau verfolgen und auf Antworten drängen.« Man habe keine gesicherten Erkenntnisse über die Geschehnisse, so Miller. Das Luftbildmaterial zeige, dass die Menschen im Gazastreifen unglaublich verzweifelt seien. »Heute sind zu viele Palästinenser gestorben, und das gilt für zu viele Tage seit dem 7. Oktober.«

Der Vorfall zeige, warum eine schnelle Einigung über eine Waffenruhe und die Freilassung der Geiseln in den Händen der islamistischen Terrororganisation Hamas notwendig sei, betonte Miller. Er sagte, dass diese »Tragödie« die Verhandlungen komplizierter machen könne. »Aber wir hoffen, dass dies nicht der Fall sein wird, und wir werden uns sehr dafür einsetzen, eine Einigung zu erzielen.«

Die Menschen im Gazastreifen brauchten mehr Nahrung, mehr Wasser, Medikamente und andere humanitäre Güter. »Und sie brauchen das jetzt.« Miller betonte gleichzeitig: »Wenn die Hamas die Waffen niederlegen würde, könnte das alles heute vorbei sein.«. dpa

Debatte

Zentralrat der Juden übt scharfe Kritik an Itamar Ben-Gvir

Israels rechtsextremer Minister Ben-Gvir wirbt unverhohlen für Tötungen im Gazastreifen. Das sorgt international für Entsetzen - auch beim jüdischen Dachverband in Deutschland

 18.08.2026

Wiesbaden

Hessen verbietet Verein Palästina e.V.

Sechs Objekte durchsucht, 35 Polizisten im Einsatz: Mit diesem Vereinsverbot geht Hessens Innenministerium gegen antisemitische Propaganda vor

 18.08.2026

Portugal

Staatsanwaltschaft soll Antisemitismus-Vorwürfe an Universität Coimbra untersuchen

Auch auf dem Campus im Coimbra wird offenbar antisemitische Propaganda verbreitet. Ein jüdischer Student soll Todesdrohungen erhalten haben

 18.08.2026

Berlin

Der Senat fördert seit Jahren Islamismus-nahes Seelsorge-Projekt

Am Projekt »Muslimisches Seelsorge Telefon« ist mit »Islamic Relief« eine Organisation beteiligt, bei der das Bundesamt für Verfassungsschutz personelle Verflechtungen zur Muslimbruderschaft sieht

von Ralf Fischer  18.08.2026

Berlin

CDU-Außenpolitiker fordert EU-Sanktionen gegen Ben-Gvir

Immer wieder schockiert Israels Polizeiminister Ben-Gvir. Jetzt hat er zu mehr gezielten Tötungen in Gaza aufgerufen, nicht nur bei unmittelbarer Gefahr. Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, fordert Konsequenzen

 18.08.2026

Sachsen-Anhalt

Prominente unterstützen Kampagne gegen AfD-Alleinregierung

Mit Plakaten und einer Bustour will ein Bündnis auf die Folgen einer AfD-geführten Regierung aufmerksam machen. Welche Prominenten die Kampagne unterstützen und was geplant ist

 18.08.2026

Nahost

Trump droht Oman mit Angriff

Der Präsident wird erneut vulgär: »Wenn Oman im Weg steht, werden wir die Scheiße aus ihnen herausbomben«, erklärt er

 18.08.2026

Moskau

Russischer Oppositioneller Schlosberg zu elf Jahren Haft verurteilt

Wie begründet die russische Justiz dieses Urteil?

 18.08.2026

FU Berlin

Jüdischer Student legt Berufung ein

Lahav Shapira verlangt, dass seine Hochschule jüdische Studierende vor Diskriminierung schützen muss. Das Verwaltungsgericht Berlin hatte die Klage gegen die Freie Universität abgewiesen

von Mascha Malburg  18.08.2026