Arabisches Meer

US-Kampfjet schießt iranische Drohne nahe Flugzeugträger ab

Die USS Abraham Lincoln hat in der Regel etwa 70 Flugzeuge an Bord. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Im Arabischen Meer ist es zu einem militärischen Zwischenfall zwischen den USA und Iran gekommen. Nach Angaben des US-Militärs wurde eine iranische Drohne abgeschossen, nachdem sie sich einem amerikanischen Flugzeugträger genähert hatte. Washington spricht von einer defensiven Maßnahme zum Schutz von Schiff und Besatzung.

Demnach näherte sich das unbemannte Fluggerät der USS Abraham Lincoln in einer Weise, die als bedrohlich eingestuft wurde. Ein Kampfflugzeug des Typs F-35C, das von dem Träger gestartet war, habe die Drohne »in Selbstverteidigung« zerstört, erklärte ein Sprecher des US-Zentralkommandos, der von amerikanischen Publikationen zitiert wurde. Der Vorfall ereignete sich rund 800 Kilometer vor der iranischen Küste.

Nach Militärangaben wurde bei dem Einsatz weder amerikanisches Material beschädigt noch kam Personal zu Schaden. Der Abschuss reiht sich in eine Serie wachsender Spannungen zwischen Washington und Teheran ein, während die USA ihre militärische Präsenz in der Region weiter verstärken.

Von Revolutionsgarden bedrängt

Aus dem Weißen Haus hieß es, an den geplanten Gesprächen zwischen den USA und Iran werde trotz des Zwischenfalls festgehalten. Präsident Donald Trump setze weiterhin vorrangig auf Diplomatie, halte sich jedoch »alle Optionen offen«, einschließlich militärischer Schritte. Trump hatte Iran zuletzt erneut mit Konsequenzen gedroht, sollte Teheran nicht zu einem Abkommen über sein Atomprogramm bereit sein.

Lesen Sie auch

Iran hat sich zu dem Drohnenvorfall bislang nicht geäußert. Bereits zuvor hatte Irans oberster Führer Ajatollah Ali Khamenei gewarnt, ein Angriff auf sein Land könne einen »regionalen Krieg« auslösen.

Am selben Tag meldete das US-Militär einen weiteren Vorfall: Ein unter US-Flagge fahrender Handelstanker sei in der Straße von Hormus von Einheiten der iranischen Revolutionsgarden bedrängt worden. Durch militärische Unterstützung habe sich die Lage jedoch entspannt, das Schiff habe seine Fahrt fortsetzen können.

»Geeignetes Umfeld«

Parallel laufen diplomatische Vorbereitungen für Gespräche zwischen Washington und Teheran. Nach US-Angaben soll der amerikanische Sondergesandte Steve Witkoff teilnehmen. Unklar ist weiterhin der genaue Ort des Treffens, nachdem Iran Berichten zufolge eine Verlegung verlangt hat. Teheran erklärte zuletzt, zu Gesprächen bereit zu sein, »sofern ein geeignetes Umfeld besteht«.

Trump erinnerte den Iran mehrfach an die US-Luftangriffe des vergangenen Jahres auf iranische Atomanlagen und warnte, ein neuer Schlag würde »weit schlimmer« ausfallen. Die USS Abraham Lincoln trägt bis zu 90 Kampfjets. Viele weitere US-Kriegsschiffe befinden sich ebenfalls in der Region.

Iran weist weiterhin jede militärische Dimension seines Atomprogramms zurück und betont, es diene ausschließlich zivilen Zwecken. im

Eklat in Halle

AfD-Mann Tillschneider will an Anschlags-Gedenken teilnehmen

Aktivisten der Jüdischen Studierendenunion Deutschland verhinderten, dass der Landtags-Vizepräsident die Synagoge betrat

von André Anchuelo  09.10.2026

Meinung

Nein, Frau Pillay hat den Friedensnobelpreis nicht verdient!

Die Südafrikanerin hat Israel vorverurteilt und Antisemitismus in den Reihen ihrer Kommission nicht ernstgenommen. Ihre Auszeichnung durch das Nobelpreiskomitee ist ein großer Fehler, meint der Direktor von UN Watch

von Hillel Neuer  09.10.2026

Sachsen-Anhalt

Zentralratspräsident Josef Schuster: Tillschneider »verhöhnt die Opfer« von Halle

Der rechtsextreme Politiker hatte am Freitag versucht, am Gedenken für die Opfer des Anschlags von Halle teilzunehmen

 09.10.2026

Oslo

Israel-Kritikerin Navanethem Pillay erhält den Friedensnobelpreis

Für ihren Einsatz gegen Menschenrechtsverletzungen und für das Völkerrecht: Mit dem Friedensnobelpreis wird in diesem Jahr die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay geehrt

 09.10.2026

Magdeburg

Landtagspräsident Rausch plant außenpolitische Initiativen

Mit Tobias Rausch ist erstmals ein AfD-Politiker zum Präsidenten eines deutschen Landtags gewählt. Während noch über die Hintergründe seiner Wahl diskutiert wird, plant der 35-Jährige bereits außenpolitische Initiativen

 09.10.2026

Sondierungen

Lauterbach gegen Rot-Grün-Rot in Berlin

Karl Lauterbach hält den Antisemitismusvorwurf gegen die Linke in Neukölln für gerechtfertigt. Dennoch warnt er vor einer Gleichsetzung mit der AfD

 09.10.2026

Washington D.C.

Trump: Bis zu den Midterms keine Angriffe auf Iran

Am 3. November wird in den USA gewählt. Medien berichteten über mögliche neue Angriffe gegen den Iran noch vor dem Urnengang. Dem widerspricht der Präsident nun

 09.10.2026

Berlin

Zentralrat der Juden kritisiert Antisemitismus-Papier von Linken, Grünen und SPD

Die mutmaßliche neue Regierung will mit Gremien gegen antisemitische Ausfälle von Abgeordneten der Koalition vorgehen. Den Zentralrat der Juden, die Deutsch-Israelische Gesellschaft und die WerteInitiative überzeugt das nicht

 09.10.2026 Aktualisiert

Nahost

Huthis greifen Flughafen in Riad an

Die Huthi und die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung bekämpfen sich im Jemen weiter. Auch Saudi-Arabien gerät immer wieder selbst in die Schusslinie. Droht eine weitere Eskalation am Golf?

 08.10.2026