Washington D.C.

US-Gesandter zu Waffenabgabe: Hamas hat keine Wahl

Der amerikanische Vermittler Steve Witkoff Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff ist zuversichtlich, dass die islamistische Hamas ihre Waffen niederlegen wird. Er nannte konkret das Sturmgewehr AK-47, auch bekannt als Kalaschnikow. Witkoff betonte, die Terroristen würden Waffen abgeben und schob nach: »Weil sie keine Wahl haben.« Die Entwaffnung, die die Hamas bislang strikt ablehnt, gilt als wichtiger Punkt der zweiten Phase im Gaza-Friedensplan. 

US-Präsident Donald Trump sagte in der Kabinettsitzung, an der auch Witkoff teilnahm, viele Leute hätten gesagt, dass die Hamas niemals die Waffen abgeben würde. Nun sehe es danach aus, dass sie es tun werde. 

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte Trump Ende des Jahres israelischen Medienberichten zufolge informiert, die Hamas im Gazastreifen verfüge noch über rund 60.000 Kalaschnikows. 

Lesen Sie auch

Die Hamas ist zwar angeblich bereit, die Verwaltung des Gazastreifens abzugeben, lehnt jedoch eine Entwaffnung strikt ab. Aus Israel kamen Warnungen, die Terrororganisation habe die Zeit für eine Neuaufstellung ihrer Terroristen genutzt. Sie habe seit der Waffenruhe gezielte Schritte unternommen, um ihre Kontrolle und Machtposition im Gazastreifen wieder zu festigen.

Der Gaza-Friedensplan von Trump war im November durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrats abgesichert worden. Das übergeordnete Ziel des Plans ist eine dauerhafte Beendigung des von der Hamas begonnenen Krieges sowie der Wiederaufbau des in zwei Kriegsjahren weitgehend zerstörten Küstenstreifens. dpa/ja

Medien

Kristin Helberg, der Hass auf Israel und der urdeutsche Wunsch nach Entlastung

Ein Kommentar von Jan Fleischhauer

von Jan Fleischhauer  10.05.2026

Kommentar

Wenn »schwarz auf weiß« nicht mehr genügt

Eine funktionierende Demokratie braucht freie Medien – aber vor allem glaubwürdige

von Roman Haller  10.05.2026

Teheran

Iran droht USA im Falle von weiteren Angriffen mit Vergeltung

Das Mullah-Regime warnt die USA vor weiteren Attacken auf Handelsschiffe. Ob mittlerweile die von US-Präsident Trump erwartete Antwort aus Teheran auf den Friedensvorschlag eingegangen ist, ist nicht bekannt

 10.05.2026

Moskua

Russland will Uran aus dem Iran einlagern

Kremlchef Putin erklärt, dass Russland bereit sei, angereichertes Uran aus dem Iran einzulagern. Ob die USA dem Vorschlag zustimmen werden, ist offen

 10.05.2026

Washington

Rubio: Erwarten heute eine Antwort aus dem Iran

Während sich die Spannungen zwischen dem Iran und den USA zuletzt zugespitzt haben, setzen die USA weiter auf eine Verhandlungslösung mit Teheran. Nun äußert sich der US-Außenminister dazu

 08.05.2026

Meinung

»Boykottlisten« gegen »Zionisten«? Die 30er-Jahre lassen grüßen

Streit um eine Palästina-Halskette: Was wirklich im Berliner Café »The Barn« passierte, was das Café »Acid« damit zu tun hat und welche Rolle die Lokalpresse spielt

von Ayala Goldmann  08.05.2026

Andenken

Vier Schulen und mehrere Plätze nach Margot Friedländer benannt

Vor einem Jahr - am 9. Mai - starb die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit 103 Jahren. Für viele war sie ein Vorbild. Inzwischen tragen immer mehr Schulen, Straßen und Plätze ihren Namen. Eine Übersicht

von Karin Wollschläger  08.05.2026

Essay

Wenn meine Töchter mich fragen

Am 8. Mai 1945 wurde der NS-Staat besiegt, aber nicht das Denken, das ihn ermöglicht hat. Der Hass wächst heute wieder. Werde ich meinen Kindern einmal sagen können, dass ich nicht geschwiegen, sondern widersprochen habe?

von Andreas Albrecht  08.05.2026

Initiative

Antisemitismusbeauftragter Klein begrüßt Gesetzentwürfe im Bundesrat

Im Bundesrat geht es an diesem Freitag um den Handel mit Nazi-Opfer-Gegenständen und um das Leugnen des Existenzrechts Israels. Der Antisemitismusbeauftragte Felix Klein begrüßt die Vorstöße

von Anita Hirschbeck  08.05.2026