Gedenken

»Unsere Erinnerung ist lebendig und dauerhaft«

In einem am Montag versandten Schreiben an die jüdischen Gemeinden und Landesverbände in Deutschland hat der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sein Bedauern zum Ausdruck gebracht, dass es in diesem Jahr keine Gedenkfeiern und Gottesdienste zum Jom Haschoa geben kann.

»Wegen der Corona-Pandemie werden wir, die jüdische Gemeinschaft in Deutschland, aber auch die Juden weltweit an Jom Haschoa nicht so gedenken können, wie wir es gewohnt sind.«

Dieser Verzicht sei besonders bitter, da in diesem Jahr zum 75. Jahrestag der Befreiung besonders große Gedenkfeiern geplant waren, vor allem in den KZ-Gedenkstätten.

Gedenken Doch unabhängig von den äußeren Umständen werde der Opfer gedacht. »Die Erinnerung an die Schoa tragen wir ohnehin in uns«, heißt es in dem Schreiben. »Unsere Erinnerung ist lebendig und dauerhaft. So sind wir gerade an Jom Haschoa in Gedanken miteinander verbunden.«

Dabei brachte der Zentralratspräsident auch seinen Dank dafür zum Ausdruck, wie sehr sich die Gemeinden derzeit um die alten Menschen kümmern und sie unterstützen.

Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie seien die Überlebenden wegen ihres hohen Alters und ihrer persönlichen Leidensgeschichte in besonderem Maße von Einsamkeit bedroht, so Schuster. »Und unserer Fürsorge für die Überlebenden sollten die derzeitigen Auflagen keinen Abbruch tun.«  ja

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

Berlin

Söder warnt SPD und Grüne vor Koalition mit Linkspartei

Nach der Wahl in Berlin mit dem Sieg der Linkspartei ist noch immer unklar, wer künftig regieren wird. Der CSU-Chef hat eine klare Erwartung für den Umgang mit dem Wahlsieger

 25.09.2026

Kassel/Heidenau

Stadt stoppt Stolpersteine – Künstler: War zu erwarten

Der Stadtrat von Heidenau bei Dresden lässt keine neuen Stolpersteine im Straßenraum zu. Der Initiator der Gedenksteine, Gunter Demnig, warnt vor Unsichtbarkeit der NS-Opfer und will weitermachen

 25.09.2026

Berlin

Schuster: Seit Hamas-Angriff kaum Kontakte zu muslimischen Verbänden

Er hat muslimische Freunde. Doch offizielle Beziehungen zwischen der jüdischen Gemeinde und muslimischen Verbänden gibt es kaum noch. Der Zentralratspräsident kritisiert dies und hofft auf Besserung

 25.09.2026

USA

Rennpferd muss wegen Hitler-Bezug umbenannt werden

Der Jockey Club erhält eine formale Beschwerde, woraufhin der Name des Tieres verboten wird. Wie hieß das Pferd? Und wie heißt es jetzt?

 25.09.2026

New York

Susan Sarandon bei Demo gegen Israel festgenommen

Zwei Proteste gegen Israel fanden während der Rede von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor der UNO statt. Bei einer davon wurde zum Mord an ihm aufgerufen

 25.09.2026

New York

Netanjahu vor der UNO: »Israel hat keinen anderen Weg als zu gewinnen«

Der israelische Ministerpräsident spricht über Iran, Katar, die Türkei. Er konfrontiert Kritiker seines Landes, inklusive Bürgermeister Zohran Mamdani

 25.09.2026

Berlin

Berliner Linken-Chefin: »sehr überrascht« über Kritik

Seit der Berlin-Wahl am Sonntag wird bundesweit heftig über Antisemitismus bei der Linkspartei diskutiert. Sieht die Landesvorsitzende Kerstin Wolter ein strukturelles Problem in ihrer Partei?

 25.09.2026

Nach der Wahl

Berliner SPD will mit Linken und CDU sondieren

Die Sozialdemokraten wollen mit dem Wahlsieger Linke und der CDU über eine mögliche Regierungsbildung sprechen. Parteichef Krach nennt eine »rote Linie«

 25.09.2026