Judenhass in Berlin

»Gefahr antisemitischer Parolen«: Polizei verbietet weitere palästinensische Demonstration

Antisemitische und israelfeindliche Demonstration am 8. April in Berlin-Neukölln Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Die Berliner Polizei hat erneut eine pro-palästinensische Demonstration verboten. Das Verbot gelte für die Demonstration »Für eine neue Zukunft im Nahen Osten«, die am Samstagnachmittag stattfinden sollte, wie die Behörde am Freitag mitteilte.

Das Verbot gelte bis zum 1. Mai auch für mögliche Ersatzveranstaltungen. Als Begründung nannte die Polizei, es bestehe die »unmittelbare Gefahr«, dass es zu volksverhetzenden und antisemitischen Parolen, Gewaltausbrüchen und Gewaltverherrlichung komme. Vom Veranstalter seien bis zu 3000 Teilnehmer erwartet worden, sagte ein Polizeisprecher.

Die Kundgebung sollte am U-Bahnhof Bernauer Straße an der Ecke Brunnenstraße/Badstraße stattfinden. In unmittelbarer Nähe findet sich das Gemeindezentrum Lauder Yeshurun.

In den vergangenen Wochen hatte die Polizei mehrere Demonstrationen palästinensischer Gruppen gegen die Politik Israels verboten, weil sie antisemitische Parolen und Gewalttätigkeiten erwartete. Gerichte hatten das Vorgehen bestätigt.

Zuvor hatten unter anderem am Samstag des Osterwochenendes Teilnehmer einer Palästina-Demonstration massiv israelfeindliche und antisemitische Parolen gerufen. dpa/ja

Shelly Meyer

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