Gedenken

Union Berlin und Hertha BSC gedenken gemeinsam der Holocaust-Opfer

An dem Gedenken nahmen Verantwortliche von Union Berlin und Hertha BSC, BFV-Präsident Bernd Schultz sowie das Beiratsmitglied von Maneo und ehemalige Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Berlins, Lala Süsskind, teil Foto: Maneo

Gedenken

Union Berlin und Hertha BSC gedenken gemeinsam der Holocaust-Opfer

Am internationalen Holocaust-Gedenktag erinnerten die beiden Stadtrivalen Hertha BSC und Union Berlin gemeinsam an die Deportationen, die in der NS-Zeit vom S-Bahnhof Grunewald ausgingen Beide Vereine mahnten zum Vertrauen in die Demokratie

 27.01.2026 17:01 Uhr

Vertreter der Fußballvereine Hertha BSC und Union Berlin haben gemeinsam mit dem Berliner Fußball-Verband (BFV) und dem schwulen Anti-Gewalt-Projekt Maneo am Dienstag der Holocaust-Opfer gedacht. Am Mahnmal Gleis 17 in Berlin-Grunewald legten sie 17 Kränze für die Tausenden Jüdinnen und Juden nieder, die in der NS-Zeit von dort deportiert wurden.

Christian Arbeit, Präsidiumsmitglied von Union Berlin, warnte angesichts der erneuten Zunahme von Antisemitismus und Rechtsextremismus: »Es fällt nicht vom Himmel. Es sickert ein, ganz allmählich.« Hertha-Geschäftsführer Peter Görlich sagte, nur die Demokratie helfe gegen solche Tendenzen. Das Vertrauen in sie »müssen wir uns alltäglich, aber gerade heute, vor Augen halten«.

10.000 Juden deportiert

An dem Gedenken nahmen zudem BFV-Präsident Bernd Schultz sowie das Beiratsmitglied von Maneo und ehemalige Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Berlins, Lala Süsskind, teil. Unter den Teilnehmenden waren auch Schulklassen.

Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit. Seit 1996 ist der Tag in Deutschland ein Gedenktag, seit 2005 internationaler Holocaust-Gedenktag.

Mahnmal seit 1998

Das Mahnmal Gleis 17 am S-Bahnhof Grunewald erinnert an die etwa 10.000 Jüdinnen und Juden, die von dort zwischen Herbst 1941 und Frühjahr 1942 mit Zügen der Reichsbahn in Konzentrationslager deportiert wurden, darunter in die KZ Auschwitz-Birkenau und Theresienstadt. Das 1998 eingeweihte Mahnmal besteht aus 186 in den Bahnschotter eingelassenen Stahlplatten, auf denen die Daten und Bestimmungsorte aller Deportationszüge vermerkt sind. epd 

Meinung

Liebe Politiker, habt ihr nur warme Worte im Angebot?

Das CDU-Präsidium hat einen Beschluss zum Schutz jüdischen Lebens gefasst. Er ist gut gemeint, aber nicht wirklich überzeugend

von Michael Thaidigsmann  06.05.2026

Teheran

Iran prüft US-Vorschlag

In den Streitigkeiten um die Straße von Hormus und die fragile Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA gehen diplomatische Bemühungen weiter. Jetzt meldet sich Irans Außenamtssprecher

 06.05.2026

Berlin

Berliner Holocaust-Mahnmal beschmiert

Wieder ist ein antisemitischer Schriftzug in Berlin aufgetaucht. Dieses Mal traf es das Holocaust-Mahnmal

 06.05.2026

Analyse

»Kill all Jews« - Neue und alte Bedrohungen für Juden - Terrorexperte erwartet härtere Anschläge

Fast täglich konnte man zuletzt Nachrichten über Attacken und Hass gegen Juden in Europa lesen - nicht nur, aber auch im Zusammenhang mit Gruppen, die in Verbindung zum Iran stehen. Was das mit Betroffenen macht

von Leticia Witte und Christoph Schmidt  06.05.2026

München

Bayern: Zahl antisemitischer Vorfälle bleibt auf Rekordhoch

»Antisemitische Ausdrucksformen wurden enthemmter, bedrohlicher und direkter«, sagt Annette Seidel-Arpacı, die Leiterin von RIAS Bayern

 06.05.2026

Washington/Teheran

Bericht: USA und Iran nähern sich Vereinbarung zur Beendigung des Krieges

Kern der laufenden Gespräche ist ein auf einer einzigen Seite untergebrachtes, knappes Memorandum, das auf wenigen Punkten basieren soll

 06.05.2026

Berlin

Hubig besorgt über Zulauf zu militanten Rechtsextremisten

In mehreren Bundesländern laufen Durchsuchungen gegen Rechtsextremisten. Was die Bundesjustizministerin dazu sagt

 06.05.2026

New York

USA unterstützen UN-Resolution zu möglichen Iran-Sanktionen

Dem Regime in Teheran werden in einem von den USA unterstützten Entwurf »wirksame Maßnahmen entsprechend der Schwere der Lage, einschließlich Sanktionen« angedroht

 06.05.2026

Washington D.C.

Trump stoppt Marineeinsatz in der Straße von Hormus

Der Präsident begründet dies mit angeblichen Fortschritten in Gesprächen mit Teheran über ein Abkommen. Außenminister Rubio hatte zuvor dagegen erklärt, das »Project Freedom« stelle nun den Schwerpunkt dar

 06.05.2026