Berlin

Berliner Holocaust-Mahnmal beschmiert

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin Foto: picture alliance / imageBROKER

Eine Stele des Holocaust-Mahnmals in Berlin ist beschmiert worden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, war der volksverhetzende Schriftzug am Dienstagvormittag von einem Sicherheitsmitarbeiter festgestellt worden. In grüner Schrift habe »Fuck Juden« (übersetzt: »Scheiß Juden«) auf einer Stele gestanden. Mittlerweile sei der Schriftzug unkenntlich gemacht worden. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Bereits Anfang vergangener Woche hatte es einen ähnlichen Vorfall an einer Berliner Hauswand gegeben. Dort rief eine Schmiererei dazu auf, Jüdinnen und Juden zu töten. Zudem wurden antisemitische Symbole auf die Hausecke im Stadtteil Berlin-Prenzlauer Berg geschmiert.

Mehr als 2.700 Beton-Stelen

Das Holocaust-Mahnmal in Berlin erinnert an die rund sechs Millionen während der NS-Zeit ermordeten europäischen Juden. Es wurde am 10. Mai 2005 auf einer rund 19.000 Quadratmeter großen Freifläche südlich des Brandenburger Tores im Stadtzentrum eröffnet.

Das Mahnmal besteht aus zwei Teilen. Über der Erde sind über die gesamte Fläche mehr als 2.700 Beton-Stelen verteilt. Sie alle haben die gleiche Grundfläche, sind aber unterschiedlich hoch - zwischen knapp einem bis zu fünf Metern. Sie sind symmetrisch auf einem wellenförmigen Gelände angeordnet. Der Entwurf stammt vom New Yorker Architekten Peter Eisenman.

Ergänzt wird das frei zugängliche Stelenfeld durch einen unterirdischen »Ort der Information«, an dem sich Besucher über Details zum Völkermord an den Juden informieren können. Zudem wird das Schicksal einzelner Holocaust-Opfer nachgezeichnet. epd

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

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