Washington D.C.

Trump droht mit Angriff: Was über »Pickaxe Mountain« bekannt ist

Diese Satellutenaufnahme vom 30. Juni zeigt die Tunneleingänge in den iranischen »Pickaxe Mountain«. Foto: picture alliance / Satellite image ©2026 Vantor via AP

US-Präsident Donald Trump hat mit einem Angriff auf eine bislang wenig bekannte iranische Atomeinrichtung gedroht. In einem Radiointerview bezeichnete er den als »Pickaxe Mountain« bekannten Standort als mögliches Ziel für einen »großen, fetten« Angriff. Dieser werde wahrscheinlich »relativ bald« erfolgen, sagte Trump.

Der Komplex liegt im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran. »Pickaxe Mountain« (Spitzhackenberg) ist die englische Übersetzung des Namens. Natans war bereits im vergangenen Jahr Ziel amerikanischer Luftangriffe. 

Über den genauen Zweck von »Pickaxe Mountain« ist nur wenig bekannt. Der Bau begann nach einem Brand und einer Explosion im Juli 2020, bei denen eine oberirdische Montagehalle für fortgeschrittene Zentrifugen in Natans schwer beschädigt wurde. Der Iran sprach von Sabotage.

Internationale Aufsicht

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, bestätigte später, dass der Iran mit dem Bau einer unterirdischen Ersatzanlage begonnen habe. Inspekteure der IAEA haben die Hallen bislang nicht betreten. Die bekannte Anreicherungsanlage Natans stand jedoch jahrelang unter internationaler Aufsicht.

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»Heute ist es uns vorläufig gelungen, eine Ersatzhalle für die explodierte Halle zu errichten. Derzeit arbeiten wir Tag und Nacht daran, sämtliche unserer Montagehallen im Inneren der Berge rund um Natans zu bauen«, sagte der damalige iranische Atomchef Ali Akbar Salehi gut ein Jahr nach dem Vorfall.

Wie US-Medien berichten, zeigen Satellitenaufnahmen mehrere Tunneleingänge und zusätzliche Sicherheitsanlagen rund um das Areal. Als möglicher ursprünglicher Zweck gilt die geschützte Herstellung oder Montage von Zentrifugen. Zugleich wird seit Jahren darüber spekuliert, dass der Iran den Komplex auch zur Urananreicherung nutzen könnte, die dem Bau von Atomwaffen dienen könnte.

Experten schätzen, dass Teile der Anlage 80 bis 100 Meter unter der Bergoberfläche liegen könnten. Die Daten beruhen auf Satellitenbildern und Geländeanalysen. Sollte die Schätzung zutreffen, wäre eine Zerstörung selbst mit schweren bunkerbrechenden Bomben schwierig. Ob die Anlage tatsächlich außerhalb der Reichweite amerikanischer Waffen liegt, ist jedoch unklar. dpa

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