Berlin

Insa-Umfrage: AfD in Sonntagsfrage weiter vorn

Leere Stühle im Plenum des Deutschen Bundestags Foto: IMAGO/Jochen Eckel

Würde an diesem Sonntag ein neuer Bundestag gewählt, könnte die AfD nach einer Umfrage weiterhin mit den meisten Stimmen rechnen. Sie würde wie in der Vorwoche 29 Prozent erhalten, wie eine Insa-Umfrage für die »Bild« ergab. CDU und CSU erhielten demnach gemeinsam 20 Prozent der Stimmen (-1 Prozentpunkt). 

Die Grünen kämen nach der Umfrage unverändert auf 13 Prozent. Für die SPD würden sich weiterhin 12 Prozent der Wähler entscheiden, für die Linke 10 Prozent (-1 Prozentpunkt). Unter der Fünf-Prozent-Hürde blieben demnach mit jeweils 4 Prozent das BSW (+1 Prozentpunkt) und die FDP (-1 Prozentpunkt).

Insa befragte vom 24. bis zum 28. August 1.200 Menschen, als statistische Fehlertoleranz werden +/- 2,9 Prozentpunkte angegeben. Die Daten sind nach Angaben des Instituts repräsentativ. 

Lesen Sie auch

Die AfD hatte die Union im März in der Wählergunst überholt und erreicht in der Insa-Umfrage seit einigen Monaten Werte zwischen 28 und 29 Prozent. CDU und CSU waren vor zwei Wochen erstmals seit Herbst 2021 auf 20 Prozent abgerutscht. Die nächste Bundestagswahl steht planmäßig im Frühjahr 2029 an.

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang. dpa

Berlin

Remmo: Koçak hat bei mir im Büro gesessen

Wie eng war der Kontakt des Linken-Bundestagsabgeordneten Koçak zur Großfamilie Remmo? Nach der Berliner Wahl kamen Chatnachrichten ans Licht, die er als Fehler bezeichnete. Gab es auch ein Treffen?

 16.10.2026

Berliner Sondierungen

Özdemir: Berliner Linke hat sich »radikalisiert«

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir schaut mit Sorge auf die politischen Geschehnisse in der Bundeshauptstadt. Seiner Ansicht nach hat sich die Berliner Linke radikalisiert

 16.10.2026

Kommentar

Deutsche Iran-Politik: Urkomische Dinge und pure Realitätsverweigerung

Der neue Botschafter der Bundesrepublik in Teheran, Axel Dittmann, produziert mit seinen Instagram-Videos unfreiwillig Realsatire

von Saba Farzan  16.10.2026

Meinung

Keine Wahlen in Palästina: Armutszeugnis für den Westen

Mahmud Abbas hat die Wahlen in den Palästinensergebieten erneut um ein Jahr verschoben und bricht damit seine Zusagen. Wann zieht man in Europa endlich Konsequenzen?

von Jacques Abramowicz  16.10.2026

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)

Rede des Bundesratspräsidenten

Bovenschulte zu AfD-Verbot: »Prüfen heißt nicht verbieten«

Seine letzte Rede als Bundesratspräsident nutzt Andreas Bovenschulte für einen Appell. Es geht darum, wie weit die Demokratie im Umgang mit der AfD gehen sollte – und warum kein Fehler passieren darf

 16.10.2026

München

Oberrabbiner Goldschmidt: »Wir können nicht immer wegrennen«

Jüdisches Leben in Europa hat eine Zukunft, aber nicht von allein. Dafür braucht es nach den Worten des Oberrabbiners Pinchas Goldschmidt Partner in den Regierungen und in der Zivilgesellschaft

von Barbara Just  16.10.2026

Steffen Alisch

Meinung

Die Berliner Linke und ihr DDR-Vorleben

Linker Antisemitismus, Israelfeindschaft und Genozid-Vorwurf – all das gab es bereits in der DDR unter dem Regime der Linkspartei-Vorläuferin SED

von Steffen Alisch  16.10.2026

Staatsanwaltschaft

Der Bundestag hebt die Immunität von SPD-Abgeordnetem Adis Ahmetovic auf

Ermittler durchsuchen sein Büro und Wohnungen wegen des Verdachts verbotener Absprachen

von Leonard Fischer  16.10.2026

Annäherung

Warum die FPÖ auf ein Gütesiegel aus Israel hofft - Österreichs Rechte knüpfen Verbindungen zum Likud

Noch stehen in Österreich keine Wahlen an. Dennoch will die rechte FPÖ ihr aktuelles Umfrage-Hoch mit einer Strategie untermauern, die verwundert: Die einstige Altnazi-Partei sucht Unterstützung aus Israel

von Markus Schönherr  16.10.2026