Washington D.C.

Trump droht Iran mit vollständiger Niederlage

Präsident Donald Trump am Dienstag (Ortszeit) vor dem Weißen Haus Foto: picture alliance / Consolidated News Photos

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einer vollständigen Niederlage gedroht und die amerikanische Strategie im Konflikt als erfolgreich bezeichnet. Vor Journalisten erklärte Trump vor seiner Abreise nach China, die Vereinigten Staaten würden den Konflikt »friedlich oder eben auf andere Weise« gewinnen.

Dabei zeichnete Trump ein Bild eines militärisch stark geschwächten Iran. »Ihre Marine ist weg, ihre Luftwaffe ist weg, jedes einzelne Element ihrer Kriegsmaschinerie ist zerstört«, sagte er. Weiter erklärte der Präsident: »Sie werden entweder das Richtige tun oder wir werden die Sache zu Ende bringen.«

Zugleich lobte Trump die von den USA verhängte Blockade gegen Teheran. Diese sei »zu 100 Prozent wirksam«. Der Präsident fügte hinzu: »Die Blockade ist sehr effektiv. Auf die eine oder andere Weise wird sich das sehr gut entwickeln.« Außerdem prognostizierte er steigende Ölmengen auf dem Weltmarkt: »Ich glaube, es wird so viel Öl geben wie noch nie zuvor.«

Gut aufgestellt

Eine Vermittlung durch den chinesischen Staatschef Xi Jinping hält Trump nach eigenen Worten nicht für notwendig. Auf eine entsprechende Frage antwortete er: »Nein, ich glaube nicht, dass wir bei Iran irgendwelche Hilfe brauchen.«

Lesen Sie auch

Auch die NATO griff Trump erneut scharf an. Das Bündnis habe ihn enttäuscht. »Die NATO war nicht da, als wir sie gebraucht haben. Wir brauchen die NATO nicht«, sagte er.

NATO-Generalsekretär Mark Rutte äußerte sich dagegen deutlich optimistischer über die Zukunft des Bündnisses. Zwar stehe die Krise mit dem Iran derzeit im Mittelpunkt internationaler Sicherheitsfragen, langfristig sehe er die Allianz jedoch gut aufgestellt. Rutte verwies insbesondere auf steigende Verteidigungsausgaben europäischer Mitgliedstaaten und Kanadas.

Im Zentrum der aktuellen Spannungen steht weiterhin die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölhandel. Nach Berichten internationaler Medien ist der Tankerverkehr dort inzwischen deutlich zurückgegangen. Beobachter gehen davon aus, dass Teheran seinen Druck auf die strategisch wichtige Meerenge verstärkt.

Antibes

Frankreich und Italien streben neue Libanon-Mission an

Wie könnte die internationale Unterstützung für den Libanon nach dem Abzug der UN-Blauhelme aussehen? Frankreich und Italien wollen eine neue Koalition anführen

 26.06.2026

Pädagogik

Neues Onlinespiel soll gegen Antisemitismus im Netz helfen

In sozialen Medien wird Judenhass verbreitet und auch der Holocaust falsch dargestellt. Damit junge Menschen solche Inhalte besser erkennen, können Lehrkräfte ein neues Onlinespiel nutzen

von Alexander Riedel  26.06.2026

Hamburg

Spionageprozess: Juden für Iran ausgespäht?

Laut Anklage soll der Mann hochrangige Vertreter jüdischer Organisationen in Deutschland für mögliche Anschläge ausgekundschaftet haben

 26.06.2026

Magdeburg

Höchststrafe für Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt

Bei dem Anschlag 2024 kamen sechs Personen ums Leben; Hunderte wurden verletzt. Jetzt steht das Urteil fest

 26.06.2026 Aktualisiert

Berlin

Thüringens Innenminister fordert AfD-Verbotsverfahren

In einem Gutachten begründen Juristen ihre Einschätzung besonders mit Verstößen gegen das Demokratieprinzip und die Menschenwürdegarantie

 26.06.2026

Meinung

Wie Israel zum Juden unter den Staaten gemacht wird

Antisemitismus zeichnet sich dadurch aus, dass er keine empirischen Grundlagen braucht, um zu existieren - weder in der UN noch anderswo

von Jacques Abramowicz  25.06.2026

Hamburg

Wie ein iranischer Jude auf Israel und den Iran blickt

Armin Levy ist Jude, Perser und Hamburger. Bei den aktuellen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran glaubt er nicht an echten Frieden. Warum er jedes Abkommen mit dem Mullah-Regime ablehnt

von Christiane Tauer  25.06.2026

Berlin-Neukölln

Martin Hikel rügt Bildungsstadträtin

Janine Wolter hatte auf Instagram die Story eines israelfeindlichen Aktivisten gepostet

 25.06.2026

Essay

Das Kopftuch, der Zwang und die Freiheit

Die radikalen Kräfte in der muslimischen Community bestimmen zunehmend den Kurs. Wenn dies ohne Gegenwehr von den moderaten Kräften hingenommen wird, ist irgendwann der Kipppunkt erreicht

von Daniel Neumann  25.06.2026