Barcelona

Flick distanziert sich von Yamals Palästina-Flaggen-Aktion

Lamine Yamal Foto: picture alliance / Sipa USA

Trainer Hansi Flick vom FC Barcelona hat sich von der öffentlichen Unterstützung Palästinas durch seinen Schützling Lamine Yamal bei der Meisterparty der Katalanen distanziert. »Mir gefällt sowas nicht«, sagte der frühere Fußball-Bundestrainer auf die Frage eines Journalisten, nachdem der junge spanische Stürmerstar am Montagabend in Barcelona beim Umzug im offenen Bus eine große Fahne Palästinas geschwenkt hatte.

»Ich habe mit ihm gesprochen und ihm gesagt: Wenn er das machen will, ist das seine Entscheidung. Er ist alt genug, er ist 18 Jahre alt«, erklärte Flick auf der Pressekonferenz vor dem Ligaspiel der Katalanen am Mittwoch (21.30 Uhr) beim Abstiegskandidaten Deportivo Alavés.

Lesen Sie auch

Anders als der Deutsche lobten viele im Netz das politische Statement Yamals. Auf die Frage eines Journalisten nach der Aktion des jungen Profis äußerte sich auch Ministerpräsident Pedro Sánchez positiv. Palästina habe ja »jedes Recht zu existieren«, erklärte der sozialistische Politiker.

Barcelona wird Meister

Israel kämpft gegen den palästinensischen Terror, nicht aber gegen die Existenz der palästinensischen Gebiete oder deren Bevölkerung.

Sánchez gilt in Europa als einer der größten Kritiker der militärischen Aktionen Israels im Gazastreifen und auch im Libanon – trotz der Hamas-Massaker vom 7. Oktober und der andauernden Raketenangriffe der Hisbollah auf Israel – sowie der Angriffe von Israel und der USA gegen das iranische Regime.

Barcelona war am Sonntagabend drei Spieltage vor Saisonende durch einen 2:0-Sieg im Clásico daheim gegen Real Madrid vorzeitig Meister geworden. Profis und Trainerstab feierten den zweiten Liga-Titel in Serie am Montag mit einer Parade im Bus durch die Straßen der Mittelmeer-Metropole. Nach Schätzung der Polizei säumten dabei rund 750.000 Menschen die Straßen. dpa/ja

Antibes

Frankreich und Italien streben neue Libanon-Mission an

Wie könnte die internationale Unterstützung für den Libanon nach dem Abzug der UN-Blauhelme aussehen? Frankreich und Italien wollen eine neue Koalition anführen

 26.06.2026

Pädagogik

Neues Onlinespiel soll gegen Antisemitismus im Netz helfen

In sozialen Medien wird Judenhass verbreitet und auch der Holocaust falsch dargestellt. Damit junge Menschen solche Inhalte besser erkennen, können Lehrkräfte ein neues Onlinespiel nutzen

von Alexander Riedel  26.06.2026

Hamburg

Spionageprozess: Juden für Iran ausgespäht?

Laut Anklage soll der Mann hochrangige Vertreter jüdischer Organisationen in Deutschland für mögliche Anschläge ausgekundschaftet haben

 26.06.2026

Magdeburg

Höchststrafe für Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt

Bei dem Anschlag 2024 kamen sechs Personen ums Leben; Hunderte wurden verletzt. Jetzt steht das Urteil fest

 26.06.2026 Aktualisiert

Berlin

Thüringens Innenminister fordert AfD-Verbotsverfahren

In einem Gutachten begründen Juristen ihre Einschätzung besonders mit Verstößen gegen das Demokratieprinzip und die Menschenwürdegarantie

 26.06.2026

Meinung

Wie Israel zum Juden unter den Staaten gemacht wird

Antisemitismus zeichnet sich dadurch aus, dass er keine empirischen Grundlagen braucht, um zu existieren - weder in der UN noch anderswo

von Jacques Abramowicz  25.06.2026

Hamburg

Wie ein iranischer Jude auf Israel und den Iran blickt

Armin Levy ist Jude, Perser und Hamburger. Bei den aktuellen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran glaubt er nicht an echten Frieden. Warum er jedes Abkommen mit dem Mullah-Regime ablehnt

von Christiane Tauer  25.06.2026

Berlin-Neukölln

Martin Hikel rügt Bildungsstadträtin

Janine Wolter hatte auf Instagram die Story eines israelfeindlichen Aktivisten gepostet

 25.06.2026

Essay

Das Kopftuch, der Zwang und die Freiheit

Die radikalen Kräfte in der muslimischen Community bestimmen zunehmend den Kurs. Wenn dies ohne Gegenwehr von den moderaten Kräften hingenommen wird, ist irgendwann der Kipppunkt erreicht

von Daniel Neumann  25.06.2026